Zurück in die Vergangenheit

Eine Reise, die ich nicht machen will. Ich will meine Gedanken abschalten einfach die Tage vergehen lassen und am wichtigsten einfach nicht erinnern. Ich versuche mich abzulenken, Dinge zu tun, die ich gerne machen, die mir Freude machen, um die Gedanken abzuschalten oder zumindest abzuschwächen. Aber es gelingt mir nur teilweise, die meiste Zeit des Tages lebe ich 5 Jarhe in der Vergangenheit.

Die heutige Nacht vor 5 Jahren habe ich im Krankenhaus verbracht. Meine Tochter hatte mittags einen erneuten epileptischen Anfall, der sich völlig anders als die bisherigen verhalten hatte und mich daher ziemlich nervös gemacht hat. Die Rettungsleute wollten uns unbedingt ins nächstgelegene Krankenhaus fahren. Ich wollte aber mit meiner Tochter in das Krankenhaus in dem wir mit ihr in Behandlung sind. Ich hab diskutiert mit den Fahrern und verzweifelt versucht unseren Arzt telefonisch zu erreichen. Minuten vergingen an denen nichts geschah, letztlich war beinahe soviel Zeit vergangen wie die Fahrt in unser Krankenhaus gedauert hätte, als ich endlich unseren Arzt am Telefon hatte und dieser den Rettungsleuten mitteilte, dass die länger dauernde Fahrt unbedenklich ist. Ich war so voller Sorge und ich war unendlich wütend. Und ich weiß noch, dass ich Bauchschmerzen hatte. Ich streichelte unseren Bauchzwerg und versprach ihm, dass alles bald wieder ruhiger werden würde.

Im Krankenhaus angekommen bekamen wir dann recht schnell die Bestätigung, dass meine Tochter erneut einen epileptischen Anfall hatte, jedoch dieses mal die andere, bisher nicht betroffene, Gehirnhälfte betroffen war. Ein neuer Aspekt der Krankheit der nicht vorhersehbar war. Aufgrund der veränderten Tatsachen und der Intensität des Anfalles mussten wir im Krankenhaus bleiben.
Wir haben keine Zusatzversicherung sowas ist finanziell nicht drin, daher auch kein Einzelzimmer. Die bisherigen Krankenhausnächte habe ich entweder sitzend neben meiner Tochter verbracht oder wir haben uns zumindest zeitweise das kleine Krankenhausbett geteilt. Dieses mal war es anders. Die Station war nur mässig belegt und meine Schwangerschaft war nicht mehr zu übersehen, daher bekam meine Tochter und ich ein eigenes Zimmer und ich ein eigenes Bett. Ich weiß noch genau wie dankbar ich damals war.

Die Bauchschmerzen hatten inzwischen wieder nachgelassen als meine Tochter und ich müde ins Bett gesunken sind. Aber damals wie heute frage ich mich, ob ich unseren Bauchzwerg an diesem Tag noch gespürt habe. Damals war die Sorge um meine Tochter größer als ich darauf geachtet hätte und heute bin ich hier gedanklich nicht weiter gekommen und weiß es immer noch nicht.

blaetter_auf_holz

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