Schmerz lass nach – es reicht jetzt wirklich

Vor etwas mehr als einem Monat hab ich hier von meinen Rückenschmerzen geschrieben und heute muss ich echt zu diesem Thema mal wieder was loswerden. Die Schmerzen sind nämlich immer noch da. Nicht mehr ganz so schlimm wie die ersten Tage aber dauerhaft vorhanden und vor allem nachts werden sie auch richtig schlimm. An Schlaf ist ohne Schmerzmittel überhaupt nicht zu denken. Tagsüber kämpfe ich mich ohne Medikamente durch muss aber total aufpassen wie ich mich bewege und manche Bewegungen lassen mir echt einen Blitz in den Rücken fahren, dass ich mich echt zusammenreißen muss nicht laut aufzuschreien.

In der Arbeit lass ich mir wenn möglich nichts anmerken. Ich hab es auch nur einmal kurz erwähnt dass ich Schmerzen habe bzw hatte und dann nichts mehr gesagt aber wie gesagt manchmal zuck ich echt zusammen weil es sich anfühlt als wurde jemand mit einem Messer zustechen bei manchen Bewegungen.

Vor ein paar Tagen wollte mir mein Mann abends auf der Couch ein Stück Schokolade reichen und ich streck meinen Arm aus um danach zu greifen und plötzlich diese Schmerzen wieder. Für einen Moment ist mir erstmal die Luft weggeblieben, mein Mann war sehr erschroken. (ich auch)

Arztbesuche habe ich inzwischen schon eine Menge hinter mir. Auch ein Röntgen ohne Befund hab ich schon. Verschiedene Medikamente hab ich schon bekommen wobei ich außer den Schmerztabletten davon nichts mehr nehme, weil sie nichts bewirkt haben außer dass ich hundemüde davon geworden bin und kaum noch meine Arbeit machen konnte weil ich völlig fertig war.

Heute war ich beim MR und ich hoffe, dass ich endlich erfahre was da los ist so dass endlich mal konkret etwas gemacht werden kann. Der Arzt meinte bisher nur er könne mir keine Therapien verschreiben wenn er nicht weiß woher der Schmerz kommt. Mit der falschen Therapie könnte man alles noch schlimmer machen. Aber mir reichts jetzt wirklich schon. Ich will nicht ununterbrochen Medikamente nehmen, will nicht ständig Angst haben dass ich eine falsche Bewegung mache. Das Autofahren ist eine Qual weil ich zeitweilig echt Probleme habe mich in alle Richtungen umzusehen.

Ich hoffe wirklich einen Befund zu bekommen aus dem MR der die Schmerzen erklärt, hoffe aber natürlich auch, dass es nicht irgendwas Schlimmeres ist, darüber will ich gar nicht zuviel nachdenken. Ich will hauptsächlich nur endlich diese Schmerzen wieder loswerden.

So das musste jetzt grade mal raus!!
Von der Seele schreiben hilft manchmal ja!

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Liebster Blog Award

Am 18.10. wurde ich von DieFreakin nominiert zum „Liebster Blog Award“ und ich habe mich sehr über die Nominierung gefreut. Leider folgte der Nominierung eine wirklich sehr hektische Woche und daher bin ich einfach nicht eher dazu gekommen mich näher damit zu beschäftigen. Aber nun ist es endlich so weit.

Als erstes die Regeln, die zur Nominierung gehören:

  • Verlinke die Person, die Dich nominiert hat
  • Beantworte die gestellten Fragen
  • Nominiere weitere 11 Blogger
  • Stelle weitere 11 von Dir ausgedachte Fragen an Deine Nominierten
  • Sag den Nominierten Bescheid, dass sie von Dir nominiert wurden

Ich arbeite die dann mal ab. Das mit der Verlinkung habe ich oben ja schon erledigt. DANKE für die Nominierung möchte ich an dieser Stelle auch gleich nochmal sagen.
Um die gestellen Fragen werde ich mich dann gleich kümmern. Das mit den 11 von mir ausgedachten Fragen folgt dann ebenfalls weiter unten.
Auch die weitere Nominierung möchte ich vornehmen es werden jedoch wahrscheinlich weniger als 11 Blogs nominiert werden, da ich meine Blogging-Fühler noch gar nicht so weit ausgefahren habe 😉

Ok aber nun gehts los mit der Beantworten der Fragen von DieFreakin.

  1. Worüber kannst Du Dich so richtig freuen?
    Wenn ich das strahlende Gesicht meiner Tochter sehe, weil sie sich grad über etwas total freut.
  2. Barfuß oder Lackschuh?
    Ganz klar Barfuß. Lackschuhe kommen nur an meine Füße wenn es so gar nicht anders geht. Ich bin eher der bequeme Typ. Verstehe auch andere Frauen nicht, die sich Tag für Tag stundenlang in Schuhe zwängen und dann völlig gequält durch die Gänge oder Straßen laufen. Nein das bin ich nicht!
  3. Welches Ziel verfolgst Du mit Deinem Blog?
    Kein bestimmtes! Der Blog soll vorrangig für mich sein. Ich wollte mir einen Platz schaffen an dem ich meine oft zügellosen Gedanken aufschreiben kann, an dem ich mein persönliches Geschreibsel sammeln kann und einfach eine hoffentlich lange Zeit lang einen kleinen Überblick über mich und mein Leben erhalte. Meine Autobiographie im Blogformat – daher kommt auch mein Benutzername 😉
    Das mein Blog von anderen Gelesen wird und eine Interaktion entsteht ist natürlich wunderbar, aber ich blogge nich für Andere sondern hauptsächlich für mich, freue mich aber natürlich über jedes Kommentar.
  4. Was ist Dein Lieblings-Blog und warum?
    Die Frage kann ich nicht beantworten. Es gibt so viele tolle Blogs und die Nominierungen unten sollen dann zeigen, welche ich besonders gerne davon lese. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass ich welche vergesse bzw. welche nicht erwähne, weil ich weiß, dass diese schon mal nominiert worden sind 😉
  5. Stell Dir vor, Du würdest vom „wilden Affen gebissen“. 😉 Was würdest Du tun?
    Hmmm schwere Frage. Ich könnte mir sowas vorstellen wie, endlich mal genau das zu sagen, was ich mir denke und nicht immer lieber zurückhalten und damit meine ich nicht beleidigend oder unfreundlich zu werden sondern einfach nur mal klar und deutlich Standpunkt zu beziehen und auch mal Kritik zu üben.
    Wenn ein wilder Affe das wirklich bewirken würde kann dann mal jemand einen rüberschicken bitte!
  6. Lafer oder Lichter? Wessen Gerichte wären eher Dein Ding?
    Wie bitte? Nein Spaß beiseite – mir sagen die Namen (natürlich) was und ich weiß auch, dass die beiden im Fernseher öfter mal kochen. Aber das wars dann schon, wer hiervon was kocht, davon habe ich keine Ahnung. Sollte einer der beiden vorwiegend Fisch kochen, dann weiß ich jedoch, dass dieser nicht mein Liebling wäre – ich hasse Fisch!
  7. Wo möchtest Du unbedingt noch hin, in Deinem Leben?
    Einfach nur irgendwohin. Da ich bisher außer in Österreich, Deutschland und Griechenland (bei der Maturareise – das zählt ja eigentlich gar nicht) noch niergends war, wäre es einfach nur mal schön irgendetwas anderes von der Welt zu sehen. Keine großen Städte – Städtreisen wären definitiv nicht meins, aber es gibt so unglaublich tolle Naturschauspiele auf der ganzen Welt verteilt, hier das eine oder andere zu sehen, wäre schon sehr toll.
  8. Auf welche „wahren Werte“ legst Du Wert?
    Treue und Ehrlichkeit!
  9. Wenn Du ein Tier wärst, welches wäre das?
    Ein Bär! Weil das Verhalten am ehesten meinem entspricht 😉
    Bären sind Einzelgänger und meistens dämmerungs- und nachaktiv. Außerdem dürfen sie Winterschlaf halten, das würde ich auch gerne tun. Ich mag die kalte Jahreszeit so gar nicht, diese zu verschlafen wäre echt toll.
  10. Angenommen, Du könntest mit einem anderen Menschen das Leben tauschen…Würdest Du es tun und wenn ja, mit wem?
    Die Frage hat mich jetzt wirklich beschäftigt und ich hab wirklich lange darüber nachgedacht und muss letztens mit NEIN antworten. Ich würde mein Leben nicht mit jemand anderen tauschen wollen. Auch wenn vieles in meinem Leben nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe und es auch Erlebnisse gibt, die ich lieber nicht erlebt hätte und die ich auch niemand anderen wüschen würde. Auch trotz all dem traurigen, schmerzhaften und grausamen Dingen, ist es immer noch MEIN Leben und es hat auch so viel Gutes das ich nicht missen möchte und das ich nie und nimmer hergeben möchte. Nein ich würde nicht tauschen wollen!
  11. Welcher ist Dein Lieblings-Witz?
    Ich lache gerne und laut wenn mir jemand einen guten Witz erzählt, aber ich bin völlig unfähig mir auch nur einen einzigen davon zu merken. Viele haben es schon geschafft mich immer wieder mit dem gleichen Witz zu begeistern, erzählen könnte ich diesen jetzt trotzdem nicht. Von daher muss ich bei dieser Frage wohl passen!

Geschafft!

Und nun zu meinen Fragen:

  1. Bist du eher Anführer oder MItläufer?
  2. Wie sollte die Inschrift auf deinem Grabstein lauten?
  3. Wenn du in einem Film mitspielen könntest, welche Art von Film wäre es und was/wie wäre deine Figur?
  4. Süß oder salzig?
  5. Wenn du dir (ohne Aufwand) eine neue Fähigkeit aneignen könntest, welche wäre es?
  6. Ohne welche Erfindungen kannst du nicht leben?
  7. Hast du ein Lieblingszitat/einen Lieblingsspruch? Wenn ja welchen und warum?
  8. Wenn du für einen Tag Superkräfte haben könntest, welche wären es?
  9. Mit welchen drei Eigenschaftswörter würdest du dich selbst beschreiben?
  10. Treibst du Sport? Wenn ja welchen?
  11. Morgenmensch oder Nachteule?

Und folgende Blogs möchte ich gerne zum Weitermachen nominieren. Es dürfen aber auch alle anderen die Fragen beantworten, ich würde mich freuen!

Vom suchen und finden

Lebensspurfragmente

Männer und Gefühle

Sweetkoffie’s Blog – Leben live

Kopfkarussell

Inerlime

Nachsatz:
Nach der Verständigung der Nominierten, habe ich gerade gemerkt, dass auch einige von den oben genannten schon nominiert wurden. Aber ich belasse es mal trotzdem so. Doppelt hält besser!!

Schlechtes Gewissen, das man eigentlich nicht haben sollte

Es ist Sonntag Nacht, 23:05 Uhr zeigt die Uhr bei meinem iPad und ich liege im Bett und bin von einem unglaublich starken schlechten Gewissen geplagt.

Es ist eigentlich total traurig, dass ich nun schlaflos mit schlechtem Gewissen im Bett liege und das nur, weil ich heute einen Sonntag nur komplett und ganz mit meiner Tochter verbracht habe und Abends dann gemütlich auf der Couch beim Fernseher gesessen bin, anstatt den Computer anzuwerfen und zu arbeiten!

Ich liege hier und frage mich wie ich morgen im Büro erklären soll, dass dieses und jenes noch nicht erledigt ist. Beim Vorbereiten meiner Unterlagen für morgen bin ich auf so vieles gestoßen was ich eigentlich übers Wochenende machen hätte sollen. Hab vorhin gerade nochmal meine E-Mails gecheckt und mein Postfach quillt über mit Mails, die ich eigentlich schon längst hätte beantworten sollen.

Auf der anderen Seite frage ich mich selbst warum ich mich so fertig mache! Es kann doch eigentlich keiner verlangen, dass ich ständig in meiner Freizeit noch weiterarbeite, aber in unserer Abteilung scheint das einfach üblich zu sein, jeder scheint ein wenig mehr zu tun. Gestern in der Früh hat mich ein Kollege angerufen, nein nicht privat sondern beruflich und als Antwort auf die Mail, die ich ihm Freitag Nachts geschrieben habe.

Ich mach meinen Job unglaublich gern, wenn das nicht so wäre hätte ich wohl eh schon längst aufgegeben. Und ich möchte immer einen guten Eindruck hinterlassen. Ich hasse es Fehler zu machen, hasse es wenn mein Vorgesetzter nachfragt ob dieses oder jenes schon erledigt ist, da setzt sofort eine unglaubliche Versagensangst ein. Daher auch heute mal wieder mein schlechte Gewissen.

Wie lange kann man sowas durchstehen, das frag ich mich nun schon seit Jahren. Es gab immer mal wieder Momente an denen ich gedacht habe, ich kann nicht mehr, aber mich doch immer durchgekämpft habe. Inzwischen denke ich, dass es sich, oder besser gesagt, dass ich mich wohl nie mehr ändern wird/werde.

Auch wenn der Drang nochmal aufzustehen und sich an den Computer zu setzen im Moment (23:20) grad echt groß ist, werde ich doch versuchen zu schlafen, der Wecker ist morgen auch wieder unbarmherzig!

Auf Besuch in Wien

Zwei Tage hintereinander habe ich nun Wien aufgrund eines Workshops besucht und ich habe in diesen zwei Tagen wieder ganz intensiv gemerkt, wie unglaublich gerne ich am Land lebe und wie kraftraubend alleine die beiden Besuchstage für mich waren (und das obwohl ich die meiste Zeit davon in meinen Workshops verbracht habe)

Ich bin mit dem Zug angereist. Das hat bedeutet, dass ich dann mit der U-Bahn weiter musste, um dorthin zu gelangen, wo ich hin wollte. Viel zu viele Leute war so das erste was mir im Kopf herum gegeistert ist. Wenn man am Bahnhof aus dem Zug steigt braucht man eigentlich nicht zu wissen, wo man als nächstes hin muss. Man kann sich einfach von der Masse weiterschieben lassen, dann kommt man letztlich schon an. Wenn man sich dann in Richtung U-Bahn bewegt funktioniert das wieder. Wenn man dann womöglich (so wie ich) noch ein Ticket braucht und somit bei den Automaten mal schnell rechts ausscheren muss, muss man sich echt schon fast bemühen dies bei der sich fortbewegenden Masse an Menschen zu schaffen. Am Automat angekommen gleich das nächste Problem. Man sollte jetzt ja sofort und unmittelbar wissen, was man denn nun braucht, den einfach nur so schauen und ein wenig ausloten was den das richtige sein könnte, geht gar nicht, weil inzwischen hinter dir am Automaten die Schlange immer länger wird. Nachdem man 3 Sekunden nicht auf den Bildschirm gedrückt hat, weil man erst noch lesen muss, was denn da überhaupt steht, hört man von hinten schon die ersten Seufzer, sollte es noch 3 Sekunden länger dauern und man hat immer noch nicht gedrückt, kommt schon der erste einen Schritt nach vor und drückt wie wild am Bildschirm rum, um dir dann zu erklären, „dass das so jetzt ganz bestimmt richtig ist.“ Im Nachsatz kommt dann noch ein „Für mich!“ danach wirft er das bereits in den Händen bereit gehaltene Kleingeld ein, schnappt sich das Ticket, dreht sich um und verschwindet in der nach vorne hastenden Menschenmenge. Ich bleibe am Automaten zurück und versuche es erneut. (und ja ich hatte mich zuhause im Internet erkundigt welches Ticket ich brauche und ich habe auch wirklich nicht lange gebraucht, aber wenn man diese Automaten noch nie bedient hat, weiß man einfach nicht so ganz automatisch wohin man drücken muss).

Danach ab in die U-Bahn, wieder der Gedanke, dass hier einfach viel zu viele Menschen sind (ich bin nicht gerne unter so vielen Menschen). Irgendwann denkt man sich dann die U-Bahn ist nun endgültig voll, da passt keiner mehr rein, nur um dann bei der nächsten Station zu lernen, dass doch noch Menschen Platz haben. Die Temperatur in der U-Bahn steigt exponentiell mit jedem der einsteigt, ebenso die Gerüche, die um einen herumschwirren. Irgendwann hat man das Gefühl eigentlich nicht mehr wirklich atmen zu können und will nur noch raus. Meine Ausstiegsstelle schien eine beliebte zu sein, denn ich konnte gleich das Schauen und Nachdenken wieder vergessen und die Menschenmasse schob mich „nett und freundlich“ einfach in eine Richtung (ob die richtige konnte ich nur erahnen) und irgendwann habe ich doch tatsächlich wieder das Tageslicht erreicht, nur um mir dann gleich wieder, zu viele Menschen, zu denken.

Der Stephansplatz war mein Ziel und dort sah man zwei Typen von Menschen (zumindest mir kam es so vor). Erstens die Touristen, die dort stehen und staunend mit ihren Fotoapparaten alles um sich herum fotografieren. Und zweitens die einheimischen Wiener, die das natürlich alles sowieso kennen und die schnellen Schrittes durch die Straßen hetzen. Da ich nicht wirklich wusste, wo ich nun weiter musste. (Fußmarsch wusste ich aber nicht genau in welche Richtung) hab ich mein Handy gezückt, um mir auf der Karte anzusehen welche Richtung ich nun einschlagen muss. Während ich da so stand (und nein nicht mitten auf der Straße, sondern schon schön in einer Ecke, wo ich eigentlich dachte nicht zu stören) wurde ich 3 mal von ‚Einheimischen‘ fast umgerannt und 2 mal von Touristen gebeten ein wenig auf die Seite zu treten damit sie doch bitte ein Foto machen könnten. Irgendwann bin ich dann einfach losgegangen und habe mir eine etwas ruhigere Seitenstraße gesucht. Endlich an meinem Ziel angekommen, war ich dann froh, dass ich 30 Minuten zu früh war und somit außer mir noch keiner da war und ich somit ein wenig Ruhe genießen konnte.

5 Stunden später dann der Rückweg. Beim Fußmarsch zur U-Bahn habe ich mich dem Tempo der herum eilenden Menschen angeschlossen (ich wusste jetzt ja schon wo es langgeht). Den Weg zum Automaten in der U-Bahn konnte ich mir auch sparen, musste also dieses Mal nicht aus der Masse ausscheren. Die U-Bahn war wieder ordentlich voll (viel zu voll für mein empfinden) und am Bahnhof sind dann alle wieder weitergehastet. Ich hatte eigentlich Zeit, ich wusste mein Zug würde erst in 20 Minuten los fahren, aber irgendwie fühlte ich mich wie ein Außerirdischer als ich langsam durch die Bahnhofshallen geschlendert bin und mir die Schaufenster angesehen habe. Und vor allem diese ständigen Rempeleien fand ich sehr furchtbar und ich habe mich echt gefragt, ob es wirklich schon ganz normal ist, erstens einfach nicht ordentlich auszuweichen, wenn man an jemanden vorbei will und zweitens, was noch schlimmer ist, absolut kein Wort der Entschuldigung über die Lippen zu bringen, wenn es denn dann doch passiert. Tja Alien halt, so habe ich mich echt gefühlt.

Ich war letztlich nach Tag 1 heilfroh wieder zuhause zu sein und die Ruhe wieder genießen zu können und ich war besser vorbereitet für Tag 2 und wusste ja nun schon, was auf mich zukommt.

Tag 2 verlief dann eigentlich genauso. Ich habe mich nur weiter an die Masse angepasst und mich inzwischen, da ich ja schon wusste, wie alles funktioniert, auch dem Tempo eingeordnet. Nur bei der Rückreise zum Bahnhof war ich dann wohl doch ein wenig zu langsam (aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen, mich der Gruppe anzuschließen, die durch die Halle gesprintet ist, um den Zug noch zu erwischen) und habe meinen Zug um 2 Minuten verpasst. Mit einem Schulter zucken hab ich mir daraufhin einen Kaffee besorgt und mich in die Bahnhofshalle gesetzt und die Leute um mich herum beobachtet. Sehr spannend! Meine Beobachtungen möchte ich in einem eigenen Blogeintrag (in den nächsten Tagen) zusammenfassen, dieser hier ist nun eh schon lange genug 😉

Abschließend möchte ich nur noch sagen, wie froh ich bin ein Landmensch zu sein und am Land wohnen zu dürfen. Ich denke an das Stadtleben, an die Hektik und das Unpersönliche könnte ich mich nicht gewöhnen. Das Leben in der Stadt hat bestimmt auch Vorteile. Auch ich wünsche mir manchmal ein gewisses Kulturprogramm näher verfügbar zu haben oder auch einfach mal schnell einen Lieferservice anzurufen, wenn man Hunger hat oder vor die Haustüre zu treten, zweimal ums Eck zu gehen und sich in das nächste Restaurant, Imbiss oder sonstiges zu setzen. Bei uns am Land gibt es das alles nicht. Aber trotzdem bevorzuge ich definitiv die Ruhe hier, das Grün um mich herum und die netten Worte, wenn man denn Andere auf der Straße trifft. Ja ich bin und bleibe ein Landmensch!

 

„Rastlos“ von Stefanie Weber

Endlich habe ich es geschafft das Buch zu Ende zu lesen und nun auch hier etwas darüber zu schreiben.

Den Blog der Autorin lese ich in etwa solange ich meinen eigenen Blog führe und ich habe die Beiträge von Anfang an immer unglaublich gerne gelesen, daher hab ich mich auch entschlossen ihr Buch zu kaufen und zu lesen.

Rastlos ist ein Buch über das Leben, die Liebe, die Freundschaft sowie die Hürden, die man zu meistern hat und Verluste, die man verkraften muss.
Schon in den Vorgedanken musste ich das erste Mal zustimmend nicken und fand mich selbst in den Worten wieder und es folgten noch viele weitere Momente in denen ich mich selbst fand.
Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben. Ich mag solche Geschichten besonders gerne, weil sich eine ganz besondere Bindung zu dieser einen Person aufbauen lässt während des Lesens, so war es auch hier. Ich hab mitgefühlt mit der Protagonistin.
Etwas schwer getan habe ich mir öfter mal mit den zeitlichen Wechsel in der Geschichte. Ofter dauerte es einige Zeilen bis es mir wieder klar war, ob die Geschichte nun in der Gegenwart weilte oder etwas Vergangenes erzählt wurde. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich aufgrund von Zeitmangel leider oft nur kleine Teile des Buches lesen konnte. Für mich ist Rastlos eine Geschichte, die noch besser zur Geltung kommt wenn man es möglichst an einem Stück liest.
Das Buch hat mich bewegt. Von Lachen bis Weinen war alles an Gefuhlen während des Lesens dabei.
Zum Ende der Geschichte möchte ich noch sagen, dass ich im ersten Moment enttäuscht war, weil es doch recht plötzlich kam und eigentlich noch einige Fragen offen geblieben sind. Jetzt nach ein paar Tagen Zeit zum Nachdenken, finde ich es so genau richtig. Das Ende war wunderschön geschrieben und die offenen Fragen regen zum Nachdenken an und wer weiß, vielleicht dürfen wir ja mal erfahren wie es weitergeht. Ich wär auf jeden Fall wieder dabei.

Wie erklärt man einer 9jährigen „vulgär“?

Meine Tochter ist eine unglaubliche Leseratte und verschlingt ein Buch nach dem Anderen. Im Moment kämpft sie auch wieder mit einem über 500 Seiten dicken Buch und kommt auch regelmäßig an und fragt wenn sie Wörter nicht versteht. Ich finde das super, so erweitert sich ihr Wortschatz.

Heute stapft sie zu mir in die Küche und liest mir einen langen Satz laut vor. Der Satz endet mir dem Wort ‚vulgär‘ und noch bevor sie weitersprechen konnte wusste ich was als nächstes kommt.

„Mama, was heißt denn vulgär?“

So wie erklärt man nun einer 9jährigen dieses Wort. Ich hab meinen Mann angesehen, der hat sich dann erst mal rausgehalten. Ich hab dann kurz überlegt und mich mit meiner Tochter dann auf „eklig“ geeinigt. Ich selbst war nicht wirklich zufrieden mit der Erklärung.

Ein wandelndes Lexikon müsste man sein. Ich finde es immer wieder faszinierend wie sehr man dabei strauchelt eigentlich für uns eindeutige Wörter zu erklären. Ist mir ja schon ofter passiert, heut fand ich nur das Wort besonders „spannend“ 😉

Die Zeit trägt Laufschuhe …

… und hastet mir im Moment echt wieder davon.

Die Tage vergehen alle wie im Fluge. Die Zeit wird mir immer zu kurz für all das was eigentlich Platz haben sollte an einem Tag. Ich stehe ständig unter Strom und bin ständig am überlegen wie ich meinen Tag am besten plane um alles unterzubringen und letztlich dann doch zu merken das die Zeit wieder schneller war als ich.

5 Tage fand meine Tochter jetzt keine Zeit zum Cello üben, es war einfach immer so unglaublich viel anderes, so dass wir entweder beide oft nicht zu Hause waren oder ich unterwegs war und sie bei der Oma war, wo sie keinen Zugang hat zum Cello.

Die ganze Woche schon nehm ich mir vor mit den neuen 10 Wörtern meine Geschichte zu schrieben, aber ich hab es nicht geschafft mir diese Stunde Zeit irgendwo zu nehmen.

Ich möchte so unglaublich gerne wieder mehr Romane lesen! Ich lese grundsätzlich viel aber im Moment sind das ausschließlich Fachbücher, die (fast) alle sehr spannend sind aber mal was anderes wär auch wieder mal nett.

Ich weiß nicht warum mir jeder Tag zu kurz wird. Heute war bis eben jede Minute durchgeplant. Vormittag einkaufen, dann kochen, dann Hausaufgaben meiner Tochter, währenddessen hab ich die Wäsche gemacht, dann Cello üben und Hausarbeit. Hab soeben den Staubsauger abgestellt und mich jetzt mal auf die Couch gesetzt um diesen Beitrag zu schreiben! Wenn ich fertig bin gehts eh gleich wieder weiter mit Abendessen vorbereiten. Und abends wenn unsere Tochter dann im Bett ist, setz ich mich an den Computer, um Mails aufzuarbeiten meine Fachbücher aufzuschlagen und zu arbeiten. Meine Zeit kommt irgendwie zu kurz.

Irgendwie fehlt mir was. Ich fühle mich eigentlich immer gestresst und gehetzt und das obwohl ich derzeit nur Teilzeit arbeite. Ich frage mich, ahb auch ein wenig Angst davor wie es wird, wenn ich dann ab Dezember wieder Vollzeit arbeiten gehe, dann bleibt mir ja noch weniger Zeit.

Ich beantrage, dass ein Tag von nun an 40 Stunden und die Woche 10 Tage dauert!! Dann wärs VIELLEICHT einfacher! 🙂