Mein (Blogging) Resume für 2014

Die Nacht des 31.12. ist erreicht und es ist Zeit für eine kleine (Blogging) Rückschau.

Im Juni hab ich diesen Blog gestartet. Kann gar nicht glauben, dass es wirklich schon mehr als ein halbes Jahr ist, dass ich hier schreibe, es kommt mir kürzer vor. Aber die Zeit fliegt ja generell dahin.
Bezüglich des bloggens kann ich nur ein sehr positives Resume ziehen. Das Bloggen macht mir sehr viel Spaß und ich hab im alten Jahr auch noch die 1000 Aufrufe überschritten was mich sehr gefreut hat. Ich werde auf jeden Fall weitermachen und freue mich schon auf viele weitere Beiträge hier. Außerdem nehme ich mir vor wieder aktiver andere Blogs zu lesen, das habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt was mir sehr leid tut.

Ansonsten blicke ich eher mit gemischten Gefühlen auf 2014 zurück. Es war nicht immer einfach vor allem die Krankheitsgeschichte steckt mir immer noch in den Knochen. Andererseits war es diese Geschichte, die mich auf meinen Weg in Richtung Gott gebracht hat und heute wurde ich komplett unerwartet im Geschäft beim Einkaufen angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte bei uns in der Kirchengemeinde mitzuhelfen. Ich habe nicht gleich zugesagt sondern mir noch Zeit erbeten darüber nachzudenken, aber ich glaube dies war ein Zeichen für einen neuen Schritt im Jahr 2015. Ich denke ich werde dieses Angebot annehmen und wünsche mir dadurch neue Bekannte, vielleicht auch gute Freunde zu finden und vor allem auch meinen Glauben zu festigen. Mal schauen was da so kommen mag.

Beruflich war das Jahr 2014 ganz ok. In den ersten Monaten des Jahres war ich recht zufrieden, dann ging ich auf die Suche nach einem neuen bzw einen Zusatzjob, den ich dann sogar bekommen hätte, dann aber doch abgelehnt habe, weil meine Kollegin schwanger wurde. Dann wurde mir noch ein Lehrerjob angeboten, den ich ebenfalls abgelehnt habe und letzlich arbeite ich jetzt offiziell 30 Stunden die Woche. Die Zeit reicht aber eigentlich nie und ich arbeite viel zuhause dazu. Im Moment bin ich ganz zufrieden damit aber ich möchte trotzdem Augen und Ohren offen halten, vielleicht ergibt sich etwas Neues, es gäbe da etwas das ich sehr sehr gerne tun würde.

Sehr frustrierend war alles rund um meine Masterthesis, die immer noch genauso aussieht wie vor einem Jahr auch. Hier endlich mal in meinen eigenen Hintern treten und in die Gänge kommen ist definitiv mein größter, wenn nicht sogar einzig richtiger, Vorsatz für 2015.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern hier ein wunderbares neues Jahr 2015 und vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und Glück und das eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich freue mich auf das neue Jahr auf viele interessante Beiträge von Anderen und viele Diskussionen und Gespräche hier.

Danke für meine tollen ersten Bloggingmonate und die vielen tollen Kommentare und Gespräche!!

Frohe Weihnachten

Ich möchte auf diesem Wege allen meinen Leserinnen und Lesern Frohe Weihnachten wünschen. Ich hoffe alle können die Weihnachtsfeiertage so verbringen wie ihr es am liebsten habt. Jeder auf seine Art und Weise, die sehr unterschiedlich sein kann.

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Ich hatte heute einen wunderbaren Heilig Abend, ganz klein und ohne viel Aufwand und nur im kleinsten Kreis der Familie. Wir haben die neuen Brettspiele eingeweiht und hatten viel Spaß. Jetzt kommt die Nacht zur Ruhe.

Die nächsten beiden Tage werden wir im Kreise der Familien verbringen, viel reden und lachen aber auch nachdenken und besinnen (und viel essen, aber das gehört zu Weihnachten dazu 😉 ). Ich freue mich auf die nächsten Tage aber auch wieder auf die wirklich ruhigeren Tage danach.

Hoffnung oder Glaube?

Seit mehr als einer Woche nehme ich mir vor diesen Beitrag zu schreiben, aber irgendwas kam immer dazwischen.

Die Titelfrage beschäftigt mich nun schon eine Weile. Ist Hoffnung wirklich das woran wir festhalten sollten? Ist Hoffnung das was einem Kraft gibt? Vor einer ganzen Weile hab ich ein Video gesehen von einer Rede, die Jim Carrey vor einer Abschlussklasse an einer Uni gegeben hat. Eine unglaubliche Rede, die mich zum ersten mal über diese Frage hat nachdenken lassen. Er sagte in diesem Video:

Take a chance on faith. Not religion but faith. Not hope but faith. I dont believe in hope. Hope is a beggar. Hope walks through the fire and Faith leaps over it. ~Jim Carrey~

The Journey of Purpose hat ein Video zusammengestellt mit den besten Szenen aus der Rede.

Die ganze Rede (wer etwas mehr Zeit hat) ist hier zu sehen:

Diese Worte gingen mir Nahe. Ist es nicht eigentlich genau so. Warum sollte man nur hoffen, wenn man auch glauben kann. An etwas glauben ist doch viel positiver, viel intensiver und vielleicht auch ein Stück beruhigender und grundsätzlich macht es keinen Unterschied, ob ich nun „Ich hoffe …“ oder „Ich glaube …“ sage.

Das Video habe ich schon vor einer Weile gesehen, aber vor einer Woche sagte eine liebe Freundin etwas zu mir und da kam dieses Zitat von oben wieder hoch. Sie meinte:

Ist die Hoffnung nun ein Geschenk oder eine Strafe? Ohne sie würden wir resignieren und nicht mehr enttäuscht werden….

Warum wird der Hoffnung soviel Macht zugesprochen. „Gib die Hoffnung nicht auf“ , „Hoffe weiter!“, „Ich hoffe alles wird gut“, usw. Wikipedia definiert Hoffnung:

Hoffnung ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungs­haltung, dass etwas Wünschenswertes in der Zukunft eintritt, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. Das kann ein bestimmtes Ereignis sein, aber auch ein grundlegender Zustand wie etwa anhaltende Gesundheit oder finanzielle Absicherung. Hoffnung ist die umfassende emotionale und unter Umständen handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf die Zukunft. Hoffend verhält sich der Mensch optimistisch zur Zeitlichkeit seiner Existenz.

Aber warum sollte man nur hoffen, wenn man fest an etwas glauben kann. Von einer Hoffnung erwartet man oder zumindest wünscht man sich, dass es auch eintritt. Aber wenn man davon ausgeht warum dann nicht gleich daran glauben? Der Glaube an etwas, und auch ich meine dies nicht religiös, ist doch viel stärker. Ist es nicht viel besser zum Beispiel zu sagen „Ich glaube morgen bei meinem Vortrag geht alles gut“ als zu sagen „Ich hoffe morgen geht alles gut.“

Ich versuche seit dem Video und verstärkt wieder seit der Aussage meiner Freundin genau danach zu leben. Ich möchte nicht nur hoffen sondern glauben. Ich möchte glauben dass alles einen guten Weg nimmt in meinem Leben.

Wie geht es euch mit der Hoffnung? Was haltet ihr davon? Ist Hoffnung für euch etwas Großes, Wichtiges, Mächtiges oder könnt ihr auch dem Glaube etwas abgewinnen. Würde gerne ein paar Meinungen dazu lesen.

Die (Traum)zukunft ist heute

Vor einigen Tagen hat die liebe Caroline einen wunderbaren Beitrag über die Zukunft und die Wünsche für die Zukunft auf ihrem Blog verfasst. Hier gehts zum Nachlesen!

Ich möchte Ihre Idee hier aufgreifen und auch meine Wunschliste für die Zukunft hier posten. Genau wie auch ihre Liste wird hier jedoch alles positiv formuliert und so als ob ich schon alles erreicht hätte. Bin schon gespannt wie es sich anfühlen wird meine Wünsche wie bereits erreichte Ziele aufzuschreiben.

1) Ich habe alle meine Schulden abbezahlt und verdiene genug Geld, so dass ich nicht ständig überlegen muss, ob und was ich mir noch leisten kann sondern auch einfach mal unbeschwert etwas kaufen kann, um mir oder andere eine Freude zu bereiten.

2) Ich habe eine wundervolle Arbeit, die mir jeden Tag aufs Neue Freude bereitet, die mich herausfordert jedoch nicht überfordert

3) Ich habe wunderbare Freunde mit denen ich über alles reden kann und mein Herz ausschütten kann und die für mich da sind, wenn es mal wieder schwere Zeiten gibt

4) Ich habe meine Vergangenheit und viele schlimme Erlebnisse darin verarbeitet und damit abgeschlossen und bin nun positiv gestimmt für das Leben das noch kommen wird.

5) Ich habe mein Masterstudium erfolgreich abgeschlossen.

6) Ich steige einmal im Jahr in ein Flugzeug und bereise Länder und Städte, die ich bisher nur in meinen Träumen bereisen durfte.

7) Ich genieße meine Freizeit und nehme mir Zeit für mich und meine Hobbies.

8) Ich lebe mit Gott in und um mich und spüre die positive Energie, die dem Glauben entspringt jeden Tag aufs Neue.

9) Ich, meine ganze Familie und meine Freunde sind alle gesund und allen stehen noch viele wunderbare Jahre auf dieser Erde bevor!

Das ist sie, meine Liste. Es war schwerer als ich gedacht hätte diese Liste zu schreiben. Das positive formulieren war manchmal auch schwierig bzw. musste ich den einen oder anderen Wunsch mehrmals umschreiben, bis ich in wirklich endgültig bereits erreicht formuliert hatte, aber viel schwerer als die Formulierungen fand ich erstaunlicherweise die Wünsche selbst. Wunsch 9) habe ich ganz am Ende eingefügt, obwohl er eigentlich das wichtigste ist, alles andere ist nur möglich, wenn dies erreicht ist.

 

Bestätigt – neuer Start für die nächsten 3 Jahre

Viele Stunden in der Krankenhausaufnahme und in der Ambulanz verbracht, aber nun wissen wir es sicher bestätigt. Es war tatsächlich ein weiterer epileptischer Anfall.

Laut Gespräch mit dem Oberarzt war es wohl eher ein leichter Anfall, das EEG war heute vormittag schon wieder fast ganz normal, aber die Anzeichen waren klar noch da.

Für uns heißt das jetzt, dass die 3 Jahre anfallsfreie Zeit somit nicht erreicht wurde, die ab Mai angedachte Medikamentenreduktion somit hinfällig und mit Datum 4.12.2014 nun wieder neu gerechnet wird, also frühestens Dezember 2017 wird dann wieder erneut über eine Reduktion nachgedacht (wenn wir es bis dorthin anfallsfrei schaffen).

Die, aus dem ganzen Chaos, noch besten Nachricht heute, war, dass wir erstmal die Medikamente auch nicht erhöhen sondern bei der gleichen Einnahme bleiben. Sollte sie jedoch nochmal einen Anfall haben, wird eine Erhöhung notwendig sein, vorerst hoffen wir mal das die momentane Dosis reicht und das gestern Abend ein Ausrutscher war.

Ich werd mir auf jeden Fall wieder viel viel mehr Sorgen machen jetzt, wenn sie irgendwo unterwegs ist. In letzter Zeit ging es einfach so gut, da hatte ich die Krankheit schon fast vergessen.

Anfall – ja oder nein ???

Meine Tochter ist Epileptikerin. Seit Jänner 2009 kennen wir diese Diagnose und seit dieser Zeit haben wir einige Anfalle erlebt.

Aber seit Februar 2012 geht es ihr gut. Sie hatte keinen Anfall mehr, verträgt die Medikamente perfekt, entwickelt sich in der Schule prächtig, lernt Cello, spielt Fußball und möchte gerne zur Feuerwehr gehen. Die Ärzte haben schon davon gesprochen im Frühjahr 2015 mit der Reduktion der Medikamente zu beginnen.

Und dann der heutige Abend. Meine Tochter benimmt sich kurz vor dem Zubettgehen eigenartig, sagt sie würde plötzlich alles verschwommen sehen. Es war schon schlafenszeit und wir haben uns entschlossen ins Bett zu gehen. Ich bleibe bei ihr bis sie nach kurzer Zeit eingeschlafen ist. Etwa 20 Minuten später ruft sie mich, sagt ihr sei übel und klagt über leichte Kopfschmerzen. Wir gehen auf die Toilette, sie spricht ganz verwaschen, ich kann sie kaum verstehen. Ich teste die Kraft in ihren Händen, sie drückt meine Hand mit ihrer linken Hand bedeutend schlechter als mit ihrer Rechten. Aber sie geht ganz normal wieder von der Toilette zurück ins Bett (sie hat normalerweise eine halbseitige Lähmung während eines Anfalles). Dort angekommen schläft sie recht rasch wieder ein.

Ich bin jetzt total verunsichert. War das nun ein Anfall oder nicht? Die einzige Möglichkeit das mit Sicherheit rauszufinden wird ein EEG sein. Ich werd auf jeden Fall morgen im Krankenhaus anrufen und fragen wie es nun weitergeht und ob wir vielleicht kommen können um alles abzuklären.

Wir waren so guter Hoffnung die Krankheit hinter uns lassen zu können. Jetzt ist wieder eine riesen Unsicherheit da und ich werd bestimmt keine besonders gute Nacht haben heute.