Hoffnung oder Glaube?

Seit mehr als einer Woche nehme ich mir vor diesen Beitrag zu schreiben, aber irgendwas kam immer dazwischen.

Die Titelfrage beschäftigt mich nun schon eine Weile. Ist Hoffnung wirklich das woran wir festhalten sollten? Ist Hoffnung das was einem Kraft gibt? Vor einer ganzen Weile hab ich ein Video gesehen von einer Rede, die Jim Carrey vor einer Abschlussklasse an einer Uni gegeben hat. Eine unglaubliche Rede, die mich zum ersten mal über diese Frage hat nachdenken lassen. Er sagte in diesem Video:

Take a chance on faith. Not religion but faith. Not hope but faith. I dont believe in hope. Hope is a beggar. Hope walks through the fire and Faith leaps over it. ~Jim Carrey~

The Journey of Purpose hat ein Video zusammengestellt mit den besten Szenen aus der Rede.

Die ganze Rede (wer etwas mehr Zeit hat) ist hier zu sehen:

Diese Worte gingen mir Nahe. Ist es nicht eigentlich genau so. Warum sollte man nur hoffen, wenn man auch glauben kann. An etwas glauben ist doch viel positiver, viel intensiver und vielleicht auch ein Stück beruhigender und grundsätzlich macht es keinen Unterschied, ob ich nun „Ich hoffe …“ oder „Ich glaube …“ sage.

Das Video habe ich schon vor einer Weile gesehen, aber vor einer Woche sagte eine liebe Freundin etwas zu mir und da kam dieses Zitat von oben wieder hoch. Sie meinte:

Ist die Hoffnung nun ein Geschenk oder eine Strafe? Ohne sie würden wir resignieren und nicht mehr enttäuscht werden….

Warum wird der Hoffnung soviel Macht zugesprochen. „Gib die Hoffnung nicht auf“ , „Hoffe weiter!“, „Ich hoffe alles wird gut“, usw. Wikipedia definiert Hoffnung:

Hoffnung ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungs­haltung, dass etwas Wünschenswertes in der Zukunft eintritt, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. Das kann ein bestimmtes Ereignis sein, aber auch ein grundlegender Zustand wie etwa anhaltende Gesundheit oder finanzielle Absicherung. Hoffnung ist die umfassende emotionale und unter Umständen handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf die Zukunft. Hoffend verhält sich der Mensch optimistisch zur Zeitlichkeit seiner Existenz.

Aber warum sollte man nur hoffen, wenn man fest an etwas glauben kann. Von einer Hoffnung erwartet man oder zumindest wünscht man sich, dass es auch eintritt. Aber wenn man davon ausgeht warum dann nicht gleich daran glauben? Der Glaube an etwas, und auch ich meine dies nicht religiös, ist doch viel stärker. Ist es nicht viel besser zum Beispiel zu sagen „Ich glaube morgen bei meinem Vortrag geht alles gut“ als zu sagen „Ich hoffe morgen geht alles gut.“

Ich versuche seit dem Video und verstärkt wieder seit der Aussage meiner Freundin genau danach zu leben. Ich möchte nicht nur hoffen sondern glauben. Ich möchte glauben dass alles einen guten Weg nimmt in meinem Leben.

Wie geht es euch mit der Hoffnung? Was haltet ihr davon? Ist Hoffnung für euch etwas Großes, Wichtiges, Mächtiges oder könnt ihr auch dem Glaube etwas abgewinnen. Würde gerne ein paar Meinungen dazu lesen.

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Ein Gedanke zu “Hoffnung oder Glaube?

  1. Liebe Ingrid!

    Wie schön, von dir vor Weihnachten noch zu lesen. 🙂

    Ich bin mehr der Glauben-Anhänger. Glaube versetzt bekanntlich Berge. 🙂

    Herzliche Grüße und die allerbesten Weihnachtswünsche und eine herzliche Umarmung,

    Caroline

    Gefällt 1 Person

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