Zwangspause

Seit gestern Abend bin ich auf Zwangspause eingestellt. Keine Arbeit, nicht mal gedanklich, nur ich und meine Tochter seit nun 27 Stunden und es kommen noch mehr. 

Das alles klingt so toll und könnte so schön sein, wenn da nicht der kleine Zusatz „Wir sind im Krankenhaus“ wäre. 

Gestern Nachmittag als ich sie vom Fußballtraining abgeholt habe meinte sie es stimmt was nicht. Sie könne ihre rechte Hand nicht mehr kontrollieren. Bei mir haben gleich alle Alarmglocken geschrillt. Rein ins Auto, ab nach Hause, dort angekommmen konnte sie kaum noch sprechen. Als nach 10 Minuten alles schlimmer zu werden schien habe ich die Rettung gerufen. Ich konnte nicht länger zusehen. Man fühlt sich so hilflos. Sie hat furchtbar geweint, sie wollte was sagen und es ging nicht, sie konnte nichts mehr artikulieren. So schlimm kannte ich das bisher noch nicht und vor allem hat dies noch nie so lang gedauert. 

Somit sind wir jetzt also im Krankenhaus. Konkret wissen wir noch nichts. Die Vermutung das es ein epileptischer Anfall ist natürlich am naheliegendsten aber das konkrete Ergebnis vom EEG haben wir noch nicht. Morgen wird zur Sicherheit auch noch ein MRT gemacht, um sicher zu sein.

Zwangspause, die ich mir so nicht gewünscht hätte. Ich genieße die Zeit mit ihr natürlich jetzt sehr, aber trotzdem wärs mir anders lieber gewesen, aber man soll ja aus allen Situationen das Gute raussuchen, daher machen wir das auch!! 

Unser Lager! (Copyright: blogographie) 

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6 Gedanken zu “Zwangspause

  1. Liebe Ingrid, das ist ja eine schlimme Nachricht. Ich wünsche deiner Tochter eine ganz schnelle Genesung und gute Besserung. Dir wünsche ich ganz viel Kraft und Ruhe, damit du diese Situation gut überstehst und deiner Tochter gut beistehen kannst.

    Ich sende dir eine Kraftumarmung aus Wien,

    Caroline

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    • Danke Dir! Wir sind wieder zuhause und das MRT heute war zum Glück völlig unauffällig. Leider wurde das EEG noch immer nicht ausgewertet, daher weiß ich immer noch nicht so wirklich was.
      Am Montag werd ich versuchen unseren behandelnden Arzt zu erreichen (waren ja dieses Mal leider in einem anderen Krankenhaus) und hoffe dass dieser dann die Befunde anfordern kann und sich diese auch noch ansehen kann, damit wir bald Klarheit haben.
      Jetzt lassen wir übers Wochenende noch Ruhe einkehren und dann zurück in den Alltag, der nun wieder eine Weile mit viel Sorge meinerseits verbunden sein wird.
      LG Ingrid

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  2. Als ich den Beitrag gelesen habe ist mein Cursor auf das Like-Button gewandert. Ich habe es aber nicht gedrückt, weil es nicht so richtig passte. Der Bericht war zwar schön geschrieben, aber die Nachricht nicht erfreulich. Es freut mich gerade in den Kommentaren gelesen zu haben, dass Sie beide nicht mehr im Krankenhaus sind und dass das MRT unauffällig war. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute!

    Gefällt 1 Person

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