Zehn Wörter – ein Gedicht

Nach langer Zeit wollte ich mal wieder mitmachen, bei den Zehnwortgeschichten von Westendstorie und habe mich in die aktuelle Runde gestürzt. Wer genauer wissen will, worum es geht, kann dies hier nachlesen.

Die folgenden 10 Wörter gab es dieses mal zu verpacken:
Kalender, Rückfahrkarte, Schnittlauch, Chromosomen, Schneckengift, Radkappe, Gefahr, Zärtlichkeit, Elend, Gewinn

Und eigentlich wollte ich einfach nur eine kurze Geschichte damit schreiben, nachdem ich aber ewig vor einem leeren Blatt Papier gesessen bin und mir nichts einfallen wollte, hab ich mir überlegt was ich sonst mit den 10 Wörtern machen könnte. Und da ich im zeichnen völlig unbegabt bin, musste es doch beim Schreiben bleiben, also versuchte ich es doch mal mit reimen. Daraufhin ist folgendes Gedicht entstanden. Nach den ersten 6 Zeilen hatte ich mir auch noch das persönliche Ziel gesetzt (weil ich es bei den ersten 3 Wörter automatisch so gemacht habe), mit jedem Wort genau einen Zweizeiler zu schreiben, wobei ich immer auf eines der Wörter reimen wollte.

Es wird bestimmt kein Bestseller 😉 aber es hat Spaß gemacht. Über Meinungen würde ich mich natürlich sehr freuen.

Ich suche noch meine Rückfahrkarte
bevor ich dann nun endlich starte.
In meine Tasche stopf ich noch meinen Kalender
und dann gehts los, es wartet schon irgendwo ein Fremder.
Unterwegs grüble ich noch einmal über die Gefahr
Doch schieb alles zu Seite, weil ich einfach nicht mehr will wie es war. 
Ich hab genug von all dem Elend.
Es muss sich etwas ändern und zwar grundlegend.
Ich wünsche mir doch nur ein wenig Zärtlichkeit.
Ich hätte auch nichts einzuwenden gegen ein wenig Streit.
Nur nicht mehr allein sein, wär schon ein riesen Gewinn,
denn es treibt mich inzwischen in den Wahnsinn.
Am Ziel angekommen stolpere ich beinah über eine lose Radkappe.
Während ich nervös durch den Garten tappe. 
Im Gemüsegarten erblicke ich kleine Häufchen Schneckengift.
‚Das muss weg‘ notiere ich mit meinem gedanklichen Stift.
Neben der Eingangstür finde ich etwas das aussieht wie Schnittlauch.
wild gewachsen zwischen einem mir unbekannten Strauch. 
Lächelnd denke ich, ‚hier fehlen die richtigen Chromosomen
Es wird Zeit, dass die auch endlich hier wohnen!

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3 Gedanken zu “Zehn Wörter – ein Gedicht

  1. Der Zweizeiler mit dem Schneckengift und dem gedanklichen Stift hat mir besonders gut gefallen und mir ein spontanes Lachen entlockt. Die Rede von einem „gedanklichen Stift“ finde ich recht originell und poetisch.

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