„Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ von Hans Rath

Da ich gestern morgen etwas kränklich aufgewacht bin und außerdem Muttertag- und für uns Hochzeitstagwochenende ist, habe ich beschlossen dieses Wochenende zu faulenzen! Da es außerdem gestern fast den ganzen Tag geregnet hat, mein Mann arbeiten war und unsere Tochter sich den ganzen nachmittag in ihrem Spielzimmer verschanzt hat (macht sie ganz selten, aber sie hat wohl grad irgendwas Neues zum Spielen entdeckt) habe ich beschlossen ein Buch zu lesen. Wenn es draußen regnet mache ich das immer am liebsten!

Ich blättere also durch meinen eReader und bleibe an „Und Gott sprach: Wir müssen reden“ hängen und entschließe mich kurzerhand dafür. Und ich konnte nicht mehr aufhören und so hatte ich es, mit einigen Unterbrechungen, letztlich um 1:30 Uhr nachts fertig gelesen.

In diesem Buch geht es um Dr. Jakob Jakobi, ein Psychologe der kürzlich geschieden wurde. Seine Ex Frau ist reich, hat von einem Onkel viel Geld geerbt, er selbst hat kaum Geld, sogar die Wohnung und seine Praxis wird noch von der Ex Frau finanziert. Als eines Nachts seine Ex Frau vor der Tür steht, um die Beziehungsprobleme mit ihrem Neuen zu besprechen, steht dieser Neue plözlich ebenfalls vor der Tür und verpasst vor Eifersucht Herrn Jakobi eine auf die Nase. Im Krankenhaus trifft Dr. Jakobi einen Mann im Clownkostüm, der sich ihm als Abel Baumann vorstellt. Da das Wartezimmer im Krankenhaus brechend voll ist, beschließen die beiden gemeinsam Frühstücken zu gehen. Im Gespräch stellt sich heraus das Abel einen Psychologen sucht und dringend Hilfe braucht und er bittet Dr. Jakobi dies zu übernehmen. Dieser will anfangs nicht aber verschiedene Umstände führen dazu, dass sich die beiden immer wieder sehen. Letztlich stimmt Dr. Jakobi zu und Abel erzählt ihm, dass er Gott höchstpersönlich sei und er dringend Hilfe brauche! Für den Psychologen war die Diagnose damit schnell klar, aber Abel streute mit kleinen „Zaubereien“ immer wieder Zweifel. 

Der Roman hat mich gefesselt. Neben den beiden Hauptcharakteren gab es noch viele andere, die die Geschichte kompletiert haben. Die Familie von Dr. Jakobi (Mutter und einen Bruder), die beide viel Geld hatten und Dr. Jakobi immer eine gewisses Versagergefühl vermittelt haben. Ein etwas skurriler Arzt im Krankenhaus, der sich immer an den Medikamenten seiner Patienten bedient. Die Nachbarn von Abel Baumann, die zufällig Maria und Josef heißen und einen Sohn haben. 

Der Roman ist einerseits wirklich witzig, musste sehr oft während des Lesens lächeln, aber er stimmt einen auch nachdenklich. Es ist in einem gewissen Maße natürlich ein religiöses Buch, aber vorrangig erzählt es die Geschichte von vielen verschiedenen Menschen, die aus verschiedensten Gründen immer wieder zueinander finden und verschiedene Dinge erleben! Und es erzählt von den kleinen Wundern auf der Welt, von Momenten bei denen man sich fragt, ob das denn wirklich alles Zufall war. Das Buch ist sowohl für Menschen gedacht, die an Gott glauben und somit die Erzählungen von Abel Baumann wahrscheinlich auch eher Glauben schenken werden können. Als auch für jene, die nicht an Gott glauben und somit auf der Seite von Dr. Jakobi stehen, der auch nicht an Gott glaubt und immer wieder rationale Erklärungen sucht für die Dinge die er mit Abel erlebt. Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s