Bin ich schlecht organisiert?

Ich muss grad mal wieder jammern, weil ich schon ziemlich verzweifelt bin. Ich bekomm das mit meiner Masterthesis einfach nicht auf die Reihe, seit Wochen liegt alles einfach brach. Nichts geht voran, nichts passiert mehr. Ich möchte so gerne etwas machen aber ich finde einfach nicht Zeit dafür oder ich lasse mich zu sehr von anderen Dingen ablenken bzw. halse mir immer noch mehr Dinge auf. 

Ich frage mich, bin ich schlecht organisiert oder zu wenig motiviert? Andere schaffen es doch auch, mehr als die Hälfte von meinem Studiengang haben schon abgeschlossen, warum klappt das bei mir nicht? Andererseits arbeite ich wirklich viel und in eigentlich immer irgendwie am werkeln.

Ich bin Montag bis Freitag täglich 11 Stunden außer Haus. Wenn ich am späten nachmittag heim komme ist erstmal meine Tochter wichtig, sehr oft wird dann auch noch gekocht, letzte Hausübungen gecheckt und eben einfach gemeinsam Zeit verbracht. Wenn meine Tochter dann im Bett ist, ist meist noch dies und das zu tun, Geschirrspüler, Wäschr waschen, bügeln. Alles was halt regelmäßig sein muss. Meist ist es so gegen 22 Uhr wenn ich mir sage, dass ich für den Tag fertig bin. Danach setz ich mich meist wieder an den Computer und check nochmal meine Mails und dann wäre eigentlich die Zeit mich meinem Master zu widmen, wenn da nicht so unglaublich viel andere Sachen wären. Protokolle, Abrechnungen, Planungen für unsere Genossenschaft, in der ich sowohl Schriftführerin als auch Kassier bin. Gestaltung des Ferienheftes der Gemeinde für die Kids im Sommer. Teilnahme an Besprechungen zu den Ferienspiele und zum Kinderbibeltag im Sommer. Und so weiter! Ich kann einfach nicht nein sagen, wenn es darum geht hier und da mitzuhelfen. 

Ab und zu brauch ich auch ein wenig Zeit für mich. Und so sehe ich mir gerne zwischendurch mal eine Folge meiner Lieblingsserie an oder ich lese ein Buch oder surfe ein wenig durch das Internet. Hier wäre bestimmt noch ein wenig Zeit für Arbeit drin. Aber nur arbeiten, nein das kann ich nicht, wenigsten ein bisschen Pause brauch ich auch ab und zu. 

Die Wochentage gehen so meist vorüber. Irgendwann so gegen Mitternacht, oft auch später, gehe ich ins Bett. Um 6 Uhr klingelt immerhin der Wecker wieder. So vergehen die Tage und die Masterthesis bleibt unangetastet. 

An den Wochenenden wird vorrangig Zeit mit unserer Tochter verbracht und es wird an den Wochenenden geputzt. Da helfen immer alle zusammen. Natürlich wird auch gekocht, ab und zu mal ein Ausflug, gemeinsam Rad fahren oder spazieren gehen. Abends an den Wochenende versuche ich dann auch wieder für den Master was zu machen, aber auch mit meinem Mann möchte ich einfach mal Zeit verbringen. Ich habe oft ein schlechtes Gewissen weil wir so wenig Zeit zusammen verbringen. Und ich denke an den Wochenenden fehlt mir dann oft auch die Motivation mich wieder an den Computer zu setzen. Hier wäre auch noch Zeit drin für die Arbeit, die ich mal besser nutzen sollte.

Und dann gibt es noch so Tage wie heute. Feiertag somit frei. Meine Tochter war vormittags bei der Oma und nachmittags mit dem Papa beim Baden. Ich wollte heute arbeiten den ganzen Tag. Ich wache in der früh jedoch mit höllischen Kopfschmerzen auf. Ich nehm eine Tablette, kleine Dosis und versuch noch ein wenig zu schlafen. Neben aufkommender Übelkeit und Schüttelfrost fast nicht möglich, auch die Kopfschmerzen lassen trotz Tablette nicht nach. Irgendwann bin ich dann doch nochmal eingeschlafen, nur um etwa eine Stunde später noch immer mit Schmerzen aufzuwachen. Danach hab ich mir eine kalte Dusche gegönnt und mir etwas essbares aufgezwungen, inzwischen war es fast Mittag und mir gings echt schlecht. Ich hab nochmal etwas eingenommen und mich auf die Couch gepackt. Danach haben die Schmerzen zumindest etwas nachgelassen aber verschwunden sind sie den ganzen Tag über nicht und ich hatte irgendwie keine Lust mich stundenlang an den Computer zu setzen und Bücher zu wälzen. Jetzt ist es mal wieder nach Mitternacht, leichte Kopfschmerzen sind immer noch da und ich werd jetzt dann ins Bett verschwinden weil ich morgen wieder zur Arbeit muss. Wieder ist ein Tag vergangen an dem nichts passiert ist!

Ich bin verzweifelt, fühle mich unfähig. Andere schaffen es doch auch neben dem Beruf das Studium abzuschließen, warum kann ich das nicht. Was mache ich falsch? Ich muss noch mehr von meiner Freizeit streichen, das ist es was ich mir so oft denke aber ich schaffe es einfach nicht!

Das musste ich mal loswerden – Jammerposting! Ich hoffe wirklich das ich die perfekte Organisation bald finde!

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3 Gedanken zu “Bin ich schlecht organisiert?

  1. Täglich 11 Stunden außer Haus sein ist viel. Dann noch Haushalt und Familie. Das allein ist schon eine große Leistung, würde ich sagen. Hut ab, dass sie nach 22 Uhr sich noch sagen, Sie müssten jetzt eigentlich noch eine Prüfungsarbeit schreiben!

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