Lebenszeichen

Seit einem Jahr blogge ich nun und seit 2 Wochen habe ich nun Pause eingelegt. Mehr unfreiwillig als wirklich gewollt.

Ich bin gerade an einem Punkt angekommen, wo ich am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde, damit ich einfach alles um mich herum ausblenden kann. Es ist so viel im Moment und ich fühle mich unglaublich überfordert mit allem was grade auf mich einströmt. Dabei ist wirklich nicht alles davon schlecht, sondern auch Gutes dabei, aber mein Speicher ist voll, meine Kapazitäten voll besetzt. Ich bin kurz vor dem Überlaufen.

Die Sache mit unserer Tochter steckt mir noch in den Knochen. Und nicht nur mir sondern vor allem ihr selbst. Sie hat unglaublich viel Angst und fühlt sich oft unwohl. Ob das Unwohlsein an der Angst liegt oder an den erhöhten Medikamenten kann mir keiner sagen und ich ihr auch nicht. Ich würde ihr das alles so gerne einfach abnehmen wollen, wenn ich nur könnte. Vor ein paar Tagen meinte sie zu mir „Ich werd nie einfach unbeschwert Leben können!“. Das tut so unglaublich weh, wenn sie sowas sagt. Was soll man darauf antworten, im Prinzip hat sie doch recht. Die Krankheit wird sie wohl ein Leben lang begleiten. Ich sag ihr jetzt immer, dass es ihr 99% ihrer Lebenszeit gut geht, und sie davon jede Minute genießen soll und sich nicht Sorgen machen soll. Wenn ein Anfall kommt wird sie ihn nicht verhindern können und sie wird ihn auch sicherlich nicht verpassen, das bekommt sie dann bestimmt mit. Und dann geht es ihr halt dieses 1% Lebenszeit gerade mal nicht so gut, aber nach ein paar Stunden ist das alles vorbei und sie kann die 99% Zeit wieder genießen. Das Prinzip hinter meiner Aussage hat sie wohl verstanden, aber die Umsetzung ist natürlich nicht so leicht, man kann Angst nicht einfach so abstellen.

Es ist aber auch was Gutes „passiert“ in den letzten 2 Wochen. Seit April arbeite ich ja nun 7 Stunden pro Woche mit einer neuen Kollegin, ich habe darüber geschrieben. Da die Arbeitsfelder der Kollegin neu strukturiert wurden und Sie einen ganzen Haufen mehr Arbeit bekommt, wurde letztlich eine zusätzliche Stelle im Umfang von 15 Stunden ausgeschrieben. Ich habe lange überlegt und mit mir selbst gehadert, vor allem weil ich einfach meine direkten Vorgesetzten in meiner jetzigen Abteilung nicht im Stich lassen wollte, aber letztlich habe ich mich doch entschieden mich für die Stelle zu bewerben und habe in den letzten 2 Wochen dafür auch die Zusage bekommen. Ich habe mich sehr gefreut und werde somit nun 22 Stunden/Woche in der neuen Abteilung arbeiten, die restliche Zeit bleibe ich an meinem bisherigen Posten. Ja die Freude ist riesig aber der derzeitige Arbeitsberg dadurch auch. Es gibt für meine 15 Stunden noch keine Nachfolge, daher muss ich natürlich hier noch die volle Arbeit stemmen. Meine neue Kollegin fängt aber auch schon an mich intensiver einzuschulen und beansprucht auch schon ihre Zeit. Daher wird das alles gerade ein wenig viel.

Ansonsten haben bei unserer Tochter letzten Freitag die Ferien begonnen und jetzt heißt es natürlich auch wieder besonders kreativ bei der Unterbringung und Bespaßung von ihr zu sein. Ferienspiele, Jugendfeuerwehrlager, Kinderbibeltage, Kinderuni, Freunde besuchen, …. das alles will noch in den eh schon viel zu vollen Terminkalender mit reingepackt werden. Am Donnerstag fährt sie für ein paar Tage weg. Ich bin unglaublich nervös deswegen (sie auch) und wir müssen noch schauen und planen und überlegen, damit wir dann sicherlich alles mit dabei haben. Zeit zum Einkaufen war noch nicht, da ich das letzte Wochenende, Freitag und Samstag, auch arbeiten musste. Da ich morgen und am Mittwoch bis 18:30 Uhr im Büro bin, muss ich sagen, dass ich noch nicht recht weiß, wann ich die nötigen Einkäufe tätige.

Ja mein Speicher ist voll, meine Kapazitäten aufgebraucht. Ich bin eigentlich mehr als urlaubsreif, das traurige ist, dass es keinen Urlaub geben wird von daher die nötige Erholung auch ausbleiben wird. 😦

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