Urlaubsrésumé

Wir waren auf Urlaub, daher war es hier still und ich hab auch bei anderen Blogs kaum gelesen. Seit gestern sind wir nun wieder zuhause und da dachte ich mir ich erzähle euch ein paar Dinge von meinem Urlaub.

Wir hatten eine Ferienwohnung gebucht im Südburgenland am Dreiländereck, Österreich – Slowenien – Ungarn. Wir waren im Winter schon einmal in dieser Wohnung und die Gastgeber sind toll, daher haben wir uns wieder dafür entschieden. Donnerstag bis Sonntag war eigentlich ursprünglich geplant aber etwa 10 Tage vor Urlaubsantriff haben wir angefragt, ob wir verlängern könnten und so sind wir dann letztlich bis Montag geblieben.

Vorab geplant hatten wir eigentlich kaum etwas. Unser Tochter wollte eigentlich wieder Badeurlaub machen, hat sich schon auf die verschiedensten Freibäder und Thermen gefreut, das war auch der Grund warum wir am Donnerstag nachdem wir angekommen sind gleich mal in eine Therme gerauscht sind und den Nachmittag dort verbracht haben.

Am Abend haben wir uns dann hingesetzt und die nächsten Tage geplant. Viel Prospektmaterial wurde uns in der Ferienwohnung angeboten, das hat es uns leichter gemacht. Das Wetter war schön aber nicht heiß, dass hat uns dazu bewogen zu sagen, dass wir keinen reinen Badeurlaub machen wollen. Und ich muss sagen, dass war echt die beste Entscheidung die wir treffen konnten. Letztlich wurde es ein Urlaub mit vielen „erste Malen“.

So waren wir am Freitag zum ersten Mal Bogenschießen. In einem Prospekt haben wir es gefunden, angerufen und konnten sofort kommen. Zuerst mal die Einschulung mit Null Treffsicherheit aber nach ein paar Runden einschießen an der Zielscheibe bekommt man ein klein wenig den Dreh raus. Danach ging es ab in den Wald auf den Parcour, wo sich 30 Tiere als Ziel „versteckten“. Wir haben letztlich 4,5 Stunden in diesem Wald verbracht, haben gezielt, geschossen, ab und zu getroffen und die Pfeile wieder gesucht und eingesammelt. Ein Pfeil hat sich leider unauffindbar verirrt, aber was soll, das soll vorkommen. Auf jeden Fall hat das unglaublichen Spaß gemacht. Auch unsere Tochter hatte viel Spaß und schaffte es dann auch schon ihr Ziel zu treffen, vor allem die 2 Bären, die sie erlegt hat, machten sie besonders stolz. 🙂

Bäume treffen konnten wir gut! - (Copyright: blogographie)
Bäume treffen konnten wir gut! – (Copyright: blogographie)

Am Samstag machten wir uns auf zu einem in der Nähe liegenden Hochseilgarten. Schon seit geraumer Zeit reden wir davon, dass wir das gerne mal ausprobieren möchte. Vor allem unsere Tochter möchte das schon lange machen. Auch hier war es das erste Mal, dass wir das gemacht haben. Auch hier startete alles mit einer Einschulung und dann ging es ab in den ersten Parcour. Ich merkte gleich, dass das für mich eine besondere Herausforderung werden würde, vor allem dann als beim zweiten Abschnitt auch noch die Höhe dazukam. Die ersten 3 von 5 Parcours haben wir durchgemacht, danach hatte ich genug. Für mich war das echt alles unglaubliche Überwindung und ich hab hinterher auch gleich gesagt, dass ich das nicht unbedingt nochmal machen muss. Der Betreiber des Hochseilgartens hat daraufhin gemeint, dass ist auch ok so, wichtig ist, dass man es mal versucht, um überhaupt zu wissen, ob es einem Spaß macht. Und da hab ich ihm vollkommen recht gegeben. Ich wollte es versuchen, jetzt weiß ich, dass es nichts für mich ist. Unsere Tochter hatte etwas mehr Spaß an der Sache, wollte auch gerne noch mehr machen bzw. einen Parcour noch ein zweites Mal, aber ich wollte da einfach nicht mehr rauf. Mein Mann hat dann alleine noch einen Flying Fox Parcour gemacht, der wohl sehr anstrengend war (sah auch so aus) weil er danach auch erstmal nicht mehr konnte. Unsere Maus hat dann den Einsteigerparcour noch ein paar Mal alleine gemacht (der war nicht ganz so weit oben) und war dann auch erstmal müde. Die schmerzenden Muskeln konnten sich dann in der angrenzenden Therme wieder etwas erholen.

Den Sonntag starteten wir etwas gemütlich. Wir haben uns Fahrräder geliehen und sind zu einem Bauernhof geradelt, der das Tierliebhaberherz höher schlagen lässt. Kühe, Schweine, Ponys, Esel, Ziegen, Schafe, Enten, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner in allen lustigen Varianten und andere Tiere die ich wahrscheinlich jetzt vergessen habe. Alles sehr zahm und zutraulich und zum Füttern und Streicheln geeignet. Unsere Tochter hat es geliebt und sie wollte gar nicht mehr weg. Sie liebt Tiere und spricht auch ständig davon später beruflich unbedingt mit Tieren arbeiten zu wollen. Ich finde das toll. Am Sonntag Nachmittag sind wir dem tierischen Thema treu geblieben und haben einen Straußenhof besucht inklusive Straußensafari. Nach ein kurzen Einführung über das Tier ging es rauf auf den Jeep und direkt rein ins Gehege. Wir wurden alle mit Futter versorgt und durften die Tiere ganz hautnah erleben. Einen Strauß hab ich auch zum ersten Mal selbst gefüttert. Unsere Tochter war von den Kindern, die sonst dabei waren die mutigsten von allen. Die hat einfach drauf losgefüttert und hat sich von den großen Tieren nicht abschrecken lassen. So haben sich die echt ein Maiskorn nach dem Anderen von Ihrer Hand geholt. Ab und zu hat mal einer zugezwickt aber davon hat sie sich nicht beirren lassen. Zu unserer aller Freude hat eine der Hennen sogar gerade ein Ei gelegt als wir im Gehege waren. Nachdem wir dann den Lamas noch einen Besuch abgestattet haben (die angebotene Lamawanderung war uns mit 75 Euro dann doch zu teuer) haben wir noch das größte Feuerwehrauto der Welt besichtigt (mit Mann und Tochter bei der Feuerwehr und so nah dran an dem Highlight mussten wir das einfach machen). Danach haben wir den Sonntagabend mit Bowling und Billard ausklingen lassen.

(Copyright: blogographie)
Ganz nah dran – (Copyright: blogographie)
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Sie fand die Kamera sehr spannend – (Copyright: blogographie)
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Feuerwehrhaus in Form eines Feuerwehrautos – (Copyright: blogographie)

Am Montag haben wir dann „nur“ noch einen Märchenwald besucht und uns dann am frühen Nachmittag auf den Weg nachhause gemacht. Wir hatten vor eigentlich auch das Reiten noch zum ersten Mal auszuprobieren, konnten jedoch leider keinen Reiterhof finden, wo es so kurzfristig möglich war. Das hätten wir unbedingt im Vorhinein buchen müssen. Das war sehr schade aber auch verständlich. Das Reiten verschieben wir somit auf den nächsten Urlaub.

(Copyright: blogographie)
(Copyright: blogographie)

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass es ein traumhaft schöner Urlaub war. Neben einem schmerzhaften Muskelkater und einem riesen Bluterguss am rechten Schienbein (der Hochseilgarten war schuld 🙂 ) konnten wir vor allem viele neue Erfahrung mit nachhause nehmen und auch unsere Tochter hat gestern bei der Heimfahrt mit voller Überzeugung gesagt „Mama, Papa, das war viel besser als nur Badeurlaub!“

Kurzes Update

Ich wollte ein kurzes Update zu meinem Master dalassen. Es lief gut in den letzten Tagen. Das kleine nachfolgende Bildchen zeigt den derzeitigen Stand meines Master Dokumentes.

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Ich bin sehr zufrieden mit diesen Zahlen. Für heute Abend nehme ich mir vor die Interpretation meiner Forschungsergebnisse so weit als möglich abzuschließen und dann hätte ich doch tatsächlich mein Ziel erreicht und dies noch geschafft bevor wir in den Urlaub fahren.

Ich habe seit langem das erste Mal das Gefühl, dass es doch klappen kann und bin froh, dass ich es geschafft habe meinen dreiwöchigen Urlaub für einen Anfang zu nutzen. Ich hoffe, dass ich es nun auch schaffe dran zu bleiben und wenn mich der Arbeitsalltag dann wieder hat, dann abends doch auch noch die Kraft aufbringen kann etwas für den Master zu tun. Ich möchte von nun an Pausen über mehrere Tage vermeiden, weil ich Angst habe sonst recht schnell wieder abzudriften und es wieder wegzuschieben.

Wenn es sich irgendwie ausgeht möchte ich Mitte/Ende September nochmal ein paar Tage Urlaub nehmen oder zumindest ein Wochenende verlängern, damit ich mich wieder intensiv ein paar Tage mit der Masterarbeit beschäftigen kann, denn genau das war es was dieses Mal so gut getan hat. Ob es arbeitstechnisch möglich sein wird, wird sich aber erst noch zeigen. Ab Mitte September muss ich ja auch die neue Arbeitskraft einarbeiten, die den halben Posten an meinem alten Arbeitsplatz übernimmt, das wird sicherlich etwas stressig werden.

Vor etwas mehr als einer Woche hat mir eine ganz tolle Kollegin die Geschichte von „Beppo dem Straßenkehrer“ per Mail geschickt. Ich hab diese Geschichte selbst hier schon gepostet auf meinem Blog aber ich glaube diese Erinnerung per Mail habe ich gebraucht, um sie mir auch wirklich wieder zu Herzen zu nehmen. Genau das habe ich nämlich in letzter Zeit gemacht, einfach Schritt für Schritt und egal wie klein der Weg war den ich beschritten hatte, so habe ich mich doch dem Ziel genähert und habe mich über diesen kleinen Weg gefreut anstatt mich zu ärgern, dass es nicht weiter vorwärts gegangen ist. Inzwischen hab ich mir die Geschichte ausgedruckt damit ich immer wieder lesen kann, wenn ich es wieder mal vergessen sollte.

LIEBE ZUR ENTSPANNUNG: ZENCOLOR – Ausmalen für Fortgeschrittene

Danke liebe Caroline für diesen tollen Tipp. Ich hab auf meiner letzten Shoppingtour ein Buch erstanden und gleich noch ein Set an Farbstiften dazu und habe gestern Abend mein erstes Bild ausgemalt und es war toll es entstehen zu sehen. Ich werde bestimmt noch öfter ausmalen, muss nur schauen, dass ich mir die Zeit dafür auch gut einteile. Gestern habe ich es nicht geschafft mitten drin aufzuhören, daher war ich schon eine ganze Weile damit beschäftigt.
Danke auf jeden Fall nochmal für diesen tollen Tipp!!

LIEBESRAUM

Vor ein paar Wochen haben ich ZENCOLOR für mich entdeckt. Was einfach wie nach Ausmalen für Erwachsene aussieht (allerdings mit dem cooleren Namen 🙂 ), kann wirklich mehr Ruhe, Konzentration und Kreativität in den Alltag bringen. Ich versinke richtiggehend im Tun, wenn ich mir überlege, welche Formen ich mit welchen Farben füllen möchte. Für eine Hochsensible, wie mich, ist so eine Beschäftigung total meditativ. Das habe ich auch schon öfters beim ORIGAMI falten erlebt. Plötzlich sind eineinhalb Stunden vorbei, ohne dass ich es bemerkt hätte. Es ist bekannt, dass das Ausmalen von Mandalas die Konzentration fördern kann. Beim ZENCOLOR sind es nicht bloß Mandalas, sondern alle möglichen Formen, Muster und Figuren. Es gibt mittlerweile eine sehr große Auswahl von verschiedenen Malbüchern für Erwachsene. Mit Naturmotiven (Meer, Wald), Mandalas, natürlichen Mustern, Tiermotiven usw. Ich habe mir gleich zwei verschiedene gekauft. Am besten vorher anschauen, weil die verschiedenen Motive nicht auf jeden dieselbe…

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Und es geht doch!

Nach meinem letzten Beitrag hier rund um meine Masterthesis und die damit verbundene Verzweiflung habe ich mich nun die letzten Tage mehrfach hingesetzt und mir gesagt, entweder jetzt oder nie. Die Tatsache, dass meine Tochter viel bei Freunden war hat es leichter gemacht, weil ich so nachmittags alleine war und auch Zeit hatte mich an den Computer zu setzen. (nachts fällt es mir einfach viel schwerer mich ordentlich zu konzentrieren). In den letzten Tagen habe ich Tutorials, Manuals, Hilfeforen und was ich sonst noch so gefunden habe abgearbeitet und habe nun endlich auch ein wenig den Durchblick in der statistischen Auswertung meiner Untersuchung. Und auch in der Statistiksoftware bekomme ich schön langsam den Dreh raus.

Die Diagramme von meinem Fragebogen sind alle fertig und auch schon mit Rohtexten in der Arbeit eingearbeitet. In den nächsten Tagen möchte ich noch die notwendigen statistischen Auswertungen mit der Software machen und die Ergebnisse ebenfalls in die Arbeit mit einbauen. Idealerweise bekomme ich auch die Interpretation von allem noch in den nächsten 7 Tagen hin und kann dann in einer ersten Rohfassung den empirischen Teil meiner Arbeit erstmal eine Weile zur Seite legen. Sollte mir dies gelingen (ich werde es auf jeden Fall mit allem was mir möglich ist versuchen) dann weiß ich, dass ich danach einen tollen und vor allem wirklich entspannenden Urlaub mit der Familie haben werde und 5 Tage auch wirklich abschalten werde können.

Es steckt noch ein riesen Brocken Arbeit in alle dem, aber im Moment hab ich das Gefühl ich hätte irgendwo im Dunkeln ein Streichholz gefunden und so endlich ein kleines schwaches Licht, das mir den Weg weist. Und es fühlt sich grad wirklich gut an!

Ich hoffe, dass es mir gelingt jetzt durchzuhalten und weiterhin am Weg zu bleiben. Ich habe noch viel Arbeit vor mir, wenn ich mich an den theoretischen Teil meiner Arbeit mache. Die Bücher stapeln sich auf meinem Schreibtisch, die wollen alle noch irgendwie gelesen, analysiert und eingearbeitet werden und doch fühlt es sich im Moment so an als könnte ich mein Ziel tatsächlich erreichen (wenn auch noch nicht in greifbarer Nähe).

Niedergeschlagen

Der Wunsch nach ein wenig Zuneigung, Mitgefühl und Trost oder nach aufbauenden, tröstenden oder auch mutzusprechenden Worten ist doch eigentlich normal, oder?

Ich spreche in Gegenwart von anderen Menschen eigentlich kaum bis nie über das was gerade in mir vorgeht. Hier im Blog ist Platz dafür und auch hier gibt es immer mal wieder Beiträge, die ich gerne schreiben würde, es dann aber besser wieder bleiben lasse. Ich bin Meister im Verstellen und Verstecken von dem was wirklich in mir vor geht. Und doch würde ich mir öfter wünschen, dass Andere bemerken wie es mir wirklich geht, wie es in mir drin wirklich aussieht. Es jagt mir immer wieder einen zusätzlichen Stich ins Herz, wenn ich zum Beispiel nach einem echt bescheidenen Wochenende wieder in die Arbeit gehe und dort gesagt bekomme, wie erholt ich nicht aussehe und dass ich scheinbar ein tolles Wochenende hatte. Ich sage dann nicht viel dazu sondern lächle nur. Ich bin einfach nicht der Typ Mensch, der sich dann hinstellt und sagt, dass es mir eigentlich echt besch… geht.

Warum eigentlich nicht? Dürfte ich mich hinstellen und einfach sagen, wie es mir wirklich geht? Würde es überhaupt jemanden interessieren? Ist nicht die Frage nach dem ‚wie gehts dir?‘ meist eh nur eine Höflichkeitsfloskel? Wie oft interessiert es das Gegenüber eigentlich wirklich?

Ich stecke gerade mal wieder in einem großes Panikloch mit allem rund um meine Masterarbeit. Am liebsten würde ich im Moment wieder einmal einfach nur gerne hinschmeißen und aufgeben und mir eingestehen, dass ich es eben nicht geschafft habe. Die erste Woche Urlaub ist rum und nichts ist für die Arbeit geschehen. Zwei Wochen Urlaub kommen noch, aber da sind viele Tage davon schon viel komplett verplant. Noch dazu hätte ich eigentlich nach dem Arbeitspensum der letzten Wochen echt auch ein wenig Erholung nötig, aber nach Erholung fühlt sich das alles im Moment so gar nicht an.

In solchen Momenten sehne ich mich nach etwas Zuspruch, nach Mut und aufbauende Worte. Ist das verwerflich? Für mich fühlt es sich irgendwie so an, bin ich wirklich schon so verzweifelt, dass ich nach Mitgefühl betten muss? Ich habe auf jeden Fall dann gestern in meiner Verzweiflung einen Post auf Facebook geschrieben, dass ich eben verzweifelt bin und am liebsten einfach aufgeben und alles hinschmeißen würde. Und ja ich habe es gemacht um vielleicht ein paar aufbauende Worte zu bekommen. Letztlich habe ich außer einem „Gib nicht auf“ nichts bekommen.

Manchmal fühle ich mich so furchtbar alleine aber wahrscheinlich bin ich eh selbst schuld, die meiste Zeit schließe ich mich ja hinter den Türen meiner eigenen Welt ein und lass niemanden rein und auch nichts raus!