Auto = Geldfresser

Ich mag mein Auto und vor allem bin ich auf mein Auto voll angewiesen. Ich lebe am Land, bis zum nächsten Bahnhof sinds 20 km und die Busverbindungen sind kaum existent. Daher brauche ich einfach ein Auto und da mein Mann andere Arbeitszeiten und einen anderen Arbeitsweg hat brauchen wir beide ein Auto.

Und als ob die Anschaffungs- und Betriebskosten eines Autos nicht schon genug wäre, müssen die Dinger leider auch immer wieder kaputt gehen. So wir meines mal wieder. Gestern als ich aus der Garage fuhr hat es furchtbare Geräusche gemacht. Ich hab das Auto dann gleich vor der Garage wieder stehen lassen und als ich dann nochmal nachgesehen habe, habe ich doch glatt einen halben Eisenring in der Garage gefunden, dort wo mein Auto stand. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir dann eine andere Fahrgelegenheit organisieren musste, um in die Arbeit zu kommen, hatte ich echt ein schlechtes Gefühl bezüglich der Reparatur. 

Eine Stunde zu spät dann endlich im Büro angekommen hab ich meinen Mann angerufen und ihn erstmal informiert und dann gebeten sich um die Sache mit der Reparatur zu kümmern. Am frühen Nachmittag dann sein Anruf, der Mechaniker sagt die Stoßdämpfer wären durchgerostet und der Eisenring war ein Teil der Feder. Die Reparatur muss sein, ich brauch das Auto, das Jahresservice hab ich gleich mitbeauftragt, auch daran kommt man ja leider nicht vorbei. 

Alles in allem bin ich nun wieder ein paar hundert Euro los. Ich hoffe nur, dass es das mal wieder für eine Zeit lang war. Ein Auto ist toll, aber es ist vor allem auch ein Geldfresser!

Einschlafen – Träumen – Aufwachen

Nacht für Nacht wiederholt sich dieser Prozess. Ins Bett gehen, dort einschlafen, im besten Fall durchschlafen und träumen und am Morgen aufwachen und erholt aufstehen. Vielen haben sowohl für das Einschlafen als auch für das Aufwachen und Aufstehen ein Ritual und gestalten es immer gleich, vor allem für Kinder ist das beim Einschlafen extrem wichtig.

Eigentlich ist doch dieser Prozess Tag für Tag oder besser gesagt Nacht für Nacht etwas wunderschönes. Abends ins Bett gehen sich an den Partner kuscheln oder einfach nur in eine warme Decke lümmeln, den Tag Revue passieren lassen und einschlafen, um dann nächsten Morgen gut ausgeruht in den neuen Tag zu starten.

Ja eigentlich doch wunderschön, zumindest so lange das alles genau so und reibungslos funktioniert. Ich empfinde es seit Wochen nicht als wunderschön. Es liegt nicht am Schlafen selbst, das klappt ganz gut wenn auch meist traumlos, oder zumindest so, dass ich mich nicht mehr an die Träume erinnern kann. Das Problem ist einerseits das Einschlafen aber noch viel mehr ist es die Angst vorm Aufwachen bzw. Aufstehen.

Ich habe mir immer schon schwer getan morgens aufzustehen. Ich bin der klassische Morgenmuffel der einfach schlecht aus dem Bett kommt. Aber bisher war es doch immer so, dass das Aufstehen ok war, wenn ich genügend Schlaf abbekommen habe und am Wochenende war es überhaupt kein Problem, weil es halt einfach etwas später war. Aber seit ein paar Wochen ist das Aufstehen eine Qual egal wie lange ich im Bett verbracht habe. Sogar am Wochenende egal wie spät es auch ist quäle ich mich nur noch aus dem Bett und am liebsten würde ich einfach dort bleiben und überhaupt nicht aufstehen.

Diese Qual des Aufstehens belastet auch den Prozess des Einschlafens. Ich tu mir schwer mit dem Einschlafen, weil ich Angst habe vor der neuerlichen Qual am Morgen wieder aufzustehen. Ich zögere das Einschlafen hinaus und würde am liebsten gar nicht ins Bett gehen, sehr oft schlafe ich im Moment vor dem Fernseher auf der Couch ein. Wenn ich dort dann mitten in der Nacht wach werde (nach 1 vielleicht 2 Stunden Schlaf) zwinge ich mich ins Bett möchte aber am liebsten gar nicht mehr schlafen, weil ich Angst habe vor dem Morgen. Es macht keinen Unterschied wie lange ich schlafe, das Aufstehen ist immer gleich hart. Auch am Wochenende, wenn ich nun wirklich ausreichend Zeit im Bett verbracht habe fällt es mir nicht leichter.

Ich weiß nicht wie ich das Problem lösen kann und bräuchte aber dringend eine Lösung dafür weil es mich echt belastet. Gegen reine Einschlafstörungen könnte man ja noch was machen. Mein Einschlafen könnte bestimmt auch besser funktionieren aber grundsätzlich bin ich damit zufrieden. Was aber macht man gegen das Aufstehproblem, wie kann man dieses Problem lösen? Ich bin einfach ratlos.

Alles Arbeit

Wenn der Tag nur noch aus Arbeit besteht, dann bleibt leider wenig Zeit für den Rest. Seit 7. Jänner bin ich nun wieder in der Arbeit und täglich zwischen 14 und 16 Stunden aus dem Haus. Wir haben gerade wieder die stressigste Zeit im Jahr. Ich habe viel zu viele Überstunden musste deshalb schon zum Chef. Im Jänner ist ein abbauen nicht möglich, das weiß er auch, aber für danach und das restliche Jahr 2016 muss ich dann eine Urlaubsplanung erstellen (und mich bestenfalls auch daran halten), um die Stunden wieder abzubauen.

Und obwohl es so viel ist im Moment arbeite ich einfach wirklich gerne. Ich gehe jeden Tag wieder mit Freuden ins Büro. Und so soll doch Arbeit sein. Besonders schön ist es natürlich wenn der Einsatz, den man zeigt, auch bewusst spürbar von anderen bemerkt wird und man einerseits Lob bekommt und andererseits wurde ich über eine Gehaltserhöhung informiert, unter anderem wegen meinem „außerordentlichen Engagement“. Ich habe mich riesig darüber gefreut!

Aber auch wenn es mir Spaß macht weiß ich, dass es in diesem Pensum nicht weitergehen kann, weil einfach zu viele andere Dinge auf der Strecke bleiben, vor allem auch unsere Tochter, die im Moment echt alles rund um Schule alleine meistern muss und das auch mit Bravour schafft. Ich bin so stolz auf sie! Also wie gesagt es muss weniger werden und die Urlaubsplanung ist auch schon am wachsen. Da ich in zwei Abteilungen arbeite ist es natürlich zusätzlich kompliziert, weil sich ja für beide Bereiche immer Lösungen finden müssen, dass nicht zuviel Arbeit liegen bleibt. Im Zuge der Urlaubsplanung möchte ich auch meinem Master noch mal eine Chance geben und auch gleich noch einen fixen Zeitplan für die Arbeit daran festlegen, so wäre mein Wunsch einen Nachmittag pro Woche fix an der Masterthesis zu arbeiten. Dies möchte ich jedoch nicht zuhause machen, weil ich weiß, dass das nicht klappt, weil zuhause immer dann zig andere Dinge zu tun sind. Sondern ich möchte einen Nachmittag pro Woche statt im Büro in der Bibliothek verbringen. Das tut meinen Überstunden gut und meiner Masterarbeit hoffentlich auch und es kommt eine gewisse Regelmäßigkeit rein, die es mir persönlich hoffentlich auch leichter macht.

Ein kleiner Spalt in eine „neue“ Arbeitsrichtung hat sich auch aufgezeigt in den letzten Tagen. Es sieht nach Gesprächen zwar im Moment so aus, dass das alles nichts werden würde, weil es an finanziellen Ressourcen mangelt, aber ich weiß inzwischen schon aus Erfahrung, dass sich manches recht schnell ändern kann bzw. sich dann zwangsläufig eine Lösung ergibt, die vor einiger Zeit noch als unmöglich galt. Bei meiner neuen Stelle, die ich im Sommer angetreten habe war es eigentlich auch so, dass es anfangs mal hieß, dass das so nicht geht und letztlich wurde es doch möglich. So hoffe ich es jetzt auch!
Grundsätzlich wäre es auch hier wieder – gleicher Arbeitsplatz aber wieder neuer Arbeitsbereich. Und ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht und könnte mir diese Position extrem gut vorstellen und vor allem könnte ich mir das wirklich langfristig vorstellen. Ich hab vor einiger Zeit schon geschrieben, dass ich das Gefühl habe noch nicht angekommen zu sein, dass es da noch etwas anderes geben muss, als das was ich jetzt mache. Mit meiner neuen Wunschkombination an Arbeit könnte ich mir ein Ankommen vorstellen, zumindest gedanklich kann ich mich gut darin einfinden zu sagen, ja das möchte ich gerne für länger machen.

So das war jetzt alles sehr vage und kryptisch formuliert. Ich möchte konkret sowieso noch gar nichts erzählen. Vielleicht hat der eine oder andere ein paar gute Gedanken oder Wünsche für mich. Ich habe irgendwie ein gutes Gefühl bei der Sache, wobei ich eigentlich schon ein deutliches ’nicht möglich‘ gehört habe. Ich weiß nicht wo dieser positive Gedanke herkommt, er ist einfach da.