Erleichterung und Dankbarkeit

Mein Termin heute verlief sehr gut. Es ist alles in Ordnung bei mir. Seit mehr als einem Jahr hat sich nichts an der Situation geändert. Die Ärzte sehen es als abgeschlossen an. Es wird keine weiteren Untersuchungen geben solange ich weiterhin beschwerdefrei bleibe.

Ich bin unglaublich erleichtert und sehr dankbar. Es war Anfang November 2014 als ich die schreckliche Nachricht bekam und heute habe ich die Ungewissheit endgültig abgeschlossen!

Jetzt hoffe ich, dass es auch wirlich so ist das ich weiterhin keine Beschwerden habe, aber hier bin ich recht positiv, Schmerzen habe ich ja schon ganz lange nicht mehr. 

Ich bedanke mich bei allen, die mich die letzten 16 Monate in dieser Sache begleitet haben, auch hier am Blog!

Wie sich die Angst wieder einschleicht

Ich hatte heute wieder Kontrolltermin wegen meiner Wirbelsäule (und dem was dort nicht hingehört – möchte es grad gar nicht konkret benennen). Es geht mir doch eigentlich recht gut damit und ich habe auch schon oft viele Tage am Stück damit verbracht nicht daran zu denken. Ab und zu habe ich mal leichte Schmerzen, wenn ich schlecht gelegen habe oder am Schreibtisch eine schlechte Haltung hatte, aber auch das machte mir keine großen Sorgen, weil es nächsten Tag oder in zwei Tagen wieder weg war und ich denke sowas kennt auch jeder, dass mal etwas schmerzt. 

Aber wie auch letztes Mal hat mich der Kontrolltermin heute wieder etwas aus der Bahn geworfen. Meine Kollegin fragte mich noch als ich das Büro verlassen habe in Richtung MR Termin, was für ein Gefühl ich denn hätte und ich meinte darauf, dass ich sehr entspannt bin und ich mir keine Sorgen mache. Und als ich das gesagt habe, habe ich es auch wirklich so gemeint, aber gleich darauf hat es mich bei der 45 Minuten Autofahrt dann übermannt. Plötzlich kam die Angst, was ist wenn genau jetzt wo ich mir keine Sorgen mache und sicher bin das alles gut ist, die schlechten Nachrichten kommen. Vielleicht sind die gelegentlichen Schmerzen doch ein schlechtes Zeichen. Und tausend weitere Gedanken. Ich hab mich in einen Angstzustand hochgeschaukelt in meinen Gedanken, dass ich mir erstmal ein paar Minuten dann im Auto Zeit genommen habe, um mich wieder zu beruhigen. Vor allem weil ich heute ja nur mal beim MR war, die Befunde bekomme ich ja erst am Donnerstag. 

Die Untersuchung selbst lief gut, das Personal wie immer super nett, aber auch dort fühlte ich die Angst wieder ganz massiv. Nach der Untersuchung hab ich auf Reaktionen vom Personal geachtet, haben sie vielleicht etwas besorgniserregendes direkt gesehen. In meiner ängstlichen Paranoia habe ich auch durchaus ein paar mir komisch auffallende Verhaltensmuster entdeckt, kämpfe aber krampfhaft damit das einfach weg zu schieben, um nicht wieder in eine Panik abzudriften. 

Bis Donnerstag versuche ich nun mich nicht allzu sehr in irgendwas Verrücktes hinein zu steigern. Morgen werde ich mich einfach mit Arbeit ablenken und Donnerstag zu Mittag hab ich meinen Termin. Ein paar Daumen würde ich aber trotzdem danken annehmen. 😉

Kein Luxus dafür Genuss pur

Als ich letzte Woche im Büro erwähnt habe, dass ich ein paar Tage weg fahre, kam immer sofort die Frage: „Wellnessurlaub? Wohin gehts denn?“ Auf meine Antwort hin, dass ich einfach ein paar Tage in einem Privatzimmer in einem kleinen Ort im Waldviertel verbringen würde, kam dann meist die nächste Frage: „Und was gibt es dort so?“ Auf meine „nicht viel“ Antwort kam dann meist nur noch ein fragender, erstaunter Blick.

Braucht es denn wirklich immer etwas Besonderes. Muss es immer entweder Wellness- oder Aktivitätenurlaub sein?

Ich brauche beides nicht. Für mich ist es hier Genuss pur. Man fühlt sich hier ein wenig wie in der Vergangenheit. Es fahren kaum Autos auf den Straßen. Beim Spazieren gehen ist man meist mitten auf der Straße unterwegs, weil die Gehsteige, wenn überhaupt vorhanden, nicht vom Schnee geräumt sind und auch weil sich am Straßenrand der Schnee(matsch) türmt.
Es gibt zwei Gasthäuser, eines davon mit offenem Kaminfeuer in der Gaststube. Die Bewirtung sehr freundlich, das Essen sehr lecker und man fühlt sich gleich integriert. Man redet, lacht und erzählt bzw. hört Geschichten. Man fühlt sich als würde man schon ewig dazugehören.
Es gibt ein kleines Lebensmittelgeschäft mit Öffnungszeiten, die man sich eigentlich gar nicht mehr vorstellen kann. Jeden Vormittag von 8:00 – 12:00 Uhr und dreimal die Woche von 17:00 – 18:30 Uhr. So etwas gibt es nur noch in so kleinen abgelegenen Orten wie hier. Auch dort wird man gleich ganz freundlich begrüßt und man wechselt ein paar Worte. Auch hier hat man das Gefühl gleich dazuzugehören.

Ich liebe diese absolute Stille hier. Ich gehe täglich 2 mal spazieren, zu mittag und abends und mache dabei entweder vorher oder nachher einen Abstecher in eines der beiden Gasthäuser. Ich umrunde die gesamte Ortschaft und begehe die kleinen Seitenstraßen zweimal täglich, man schafft das locker in einem Spaziergang. Ich grüße die Leute, die mir begegnen. Ich streichle die Katzen, die mir über den Weg laufen. Ich betrachte die Häuser und finde vor allem die Hausnummerierungen besonders lustig, so scheint es hier ganz normal zu sein, dass neben dem Haus mit der Nummer 105, dass Haus mit der Nummer 16 steht.

Wenn ich nicht draußen beim Spazieren bin, dann bin ich auf meinem Zimmer. Auch hier herrscht absolute Stille. Außer mir ist derzeit keiner in der Privatpension eingemietet. Beim Frühstück sitze ich immer mit der Besitzerin zusammen und wir reden über unsere Familien, über die Arbeit, über das Wetter und was uns sonst noch so einfällt.
Die andere Zeit bin ich am Lesen. Täglich lese ich ein Kapitel aus dem Buch „Leben mit Vision“ worüber ich vor kurzem auch geschrieben habe. Oder ich lese im Internet irgendwelche Geschichten oder auch für meine Masterarbeit lese ich, aber ohne Zwang.
Ich habe sowohl ipad als auch mein Notebook mit dabei und so verbringe ich auch einige Zeit vor dem Bildschirm. Am ipad spiele ich immer mal wieder ein kleines Spielchen zwischendurch und am Notebook schaue ich mir das eine oder andere Video an.
Abends telefoniere ich, mit meiner Tochter und meinem Mann. Das kann auch gerne länger dauern.

Genau so muss Urlaub für mich sein. Einfach nur tun worauf ich gerade Lust habe, ohne Zwang, ohne Verpflichtungen und ohne Stress.

Auszeit

Seit einem Jahr nehme ich mir vor, was ich morgen endlich in Angriff nehme. Ich nehme mir eine Auszeit und fahre ganz alleine 4 Tage in Urlaub!

Seit der Stress irgendwie Überhand genommen hat ist es immer wieder ein Wunsch von mir gewesen, dass ich einfach mal weg komme. Ich war beruflich schon öfter mal alleine unterwegs, aber da arbeitet man tagsüber und hat eben den Abend dann für sich alleine. Jetzt fahr ich einfach so mal weg und habe so die nächtsen vier Tage ganz für mich alleine!!

Ich hab mir ein günstiges Zimmer in einer Pension im Waldviertel gesucht. Schnee wollte ich gerne dabei haben, um ein paar gemütliche Spaziergänge machen zu können. Sonst habe ich keine Ansprüche gestellt. Ich werde mir ein paar Bücher mitnehmen und auch mein Computer kommt mit. Ich werde nichts für den Job machen aber für den Master möchte ich etwas tun, aber ohne Zwang, wenn es nichts wird dann mach ich mich auch nicht fertig. Die nächsten Tage sollen einfach für mich sein. Mein Tempo, mein Ablauf, keine Termine, keine Verpflichtungen, kein Terminstress, usw.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf. Mein Mann unterstützt meine Entscheidung, merkt auch, dass es mir gut tun wird und auch unsere Tochter akzeptiert es und freut sich auf ein paar nette Tage mit Papa und Oma. 

Ich bin gespannt wie es mir ergeht. Ich werde danach bestimmt berichten wie es mir ergangen ist, vielleicht meld ich mich auch direkt von dort.

Fastenzeit: ein Vorschlag

Ich finde diese Idee toll. Das Buch habe ich gleich bestellt und freue mich schon aufs lesen. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Gedanken zum Buch auch auf meinem Blog.

P. Thomas bloggt

Fastenzeit?

Da am 10. Februar mit dem Aschermittwoch ja bereits wieder die Fastenzeit beginnt, haben wir uns diesmal etwas Neues überlegt. Natürlich gibt es die klassischen Ideen für die Fastenzeit, aber was gäbe es für einen Christen denn Besseres als eine Neuausrichtung auf Gott, auf sein Reich, auf den eigentlichen Sinn des (christlichen) Lebens?

Fahr hinaus!

Daher für diese Fastenzeit ein völlig neuer Vorschlag, ein „Fahr hinaus auf den See!“ (Lk 5,4) für die ganze Pfarre Asten – bzw. einfach jeden, der mitmachen will: nämlich jeden Tag ein Kapitel des Buches „Leben mit Vision“ von Rick Warren zu lesen (man kann das Buch auch in der Pfarre oder direkt bei mir kaufen). Es sind ca. 8-10 Minuten pro Tag, aber diese Zeit ist wirklich gut investiert: Täglich gibt es einen Hauptgedanken des Kapitels und des Tages, einen Bibelvers zum Verinnerlichen, eine oder mehrere Fragen zum Nachdenken.

Lebe mit Vision

Es ist ein Buch, das mir selbst und…

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