Mein Leseresümee im Jahr 2016 (Teil 1)

Seit Weihnachten 2015 lese ich wieder sehr viel. Früher habe ich Bücher verschlungen, dann kam irgendwann der Stress und ich habe aufgehört zu lesen, aber ich habe es immer vermisst. Die Bücher, die ich gerne lesen wollte haben sich in einer Liste gestapelt und es wurde kaum weniger. Irgendwann hab ich gemerkt, dass es ein perfekter Ausgleich zu all dem Stress ist ein gutes Buch zu lesen und vor allem war es ein tolles Gefühl mal wieder Romane, Krimis oder Thriller zu lesen auf jeden Fall keine Sachbücher, davon hab ich im Moment ziemlich die Nase voll.

Anfangs wollte ich eigentlich für jedes Buch hier einen eigenen Beitrag schreiben, aber irgendwie ist im Moment das Schreiben das was zurückstecken muss. Ich schreibe gerne, aber kann mich im Moment kaum durchringen. Es ist anstrengender selbst zu schreiben als zu lesen, daher lese ich im Moment lieber. Trotzdem möchte ich einfach nur eine Übersicht mit ein paar Worten zu jedem Buch da lassen. In der Reihenfolge in der ich gelesen habe.

Passagier 23 von Sebastian Fitzek
Das Buch wurde vor einiger Zeit auf einem der Blogs empfohlen, die ich lese. Ich hatte mir fest vorgenommen den Blog zu erwähnen, leider weiß ich nun nicht mehr wo ich das gelesen habe, aber vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen.
Das Buch an sich fand ich recht spannend. Der Schauplatz Kreuzfahrtschiff hatte an sich schon etwas Besonderes, auch die Hintergrundinformationen rund um Kreuzfahrten fand ich sehr interessant. Ich habe es recht zügig durchgelesen, weil es einem recht fesselt und man kaum aufhören kann. Am Ende blieben für mich ein paar Fragen offen, es hätte noch ein paar Dinge gegeben, die mich interessiert hätten, aber man kann ja selbst am Ende spekulieren.

Bedenke, was du tust von Elizabeth George
Der 19. Inspector Lynley Roman. Seit 20 Jahren bin ich bei dieser Krimiserie nun mit dabei. „Asche zu Asche“ war 1995 der erste der Reihe den ich gelesen habe. Gleich danach habe ich mir die 6 zuvor erschienen Bücher besorgt und verschlungen und seither habe ich mich auf jedes neue Buch in der Reihe gefreut. Ich liebe Thomas Lynley und Barbara Havers. Ich fand nicht jedes Buch genial aber es waren alle toll zu lesen, manche besser manche weniger gut. Bedenke, was du tust, gehört für mich bestimmt nicht zu den Besten der Reihe aber ich fand es trotzdem spannend und vor allem schön mal wieder von meinen so lieb gewonnen Figuren zu lesen. Also wer Krimi-Roman-Serien mag ist damit sicherlich gut bedient. Ich würde aber empfehlen von vorne zu lesen.

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes
Ich lese vorrangig Krimis oder Thriller, daher gehörte dieses Buch eigentlich nicht zu meinen ausgewählten. Als mir dann aber eine Freundin das Buch empfohlen und auch gleich noch geliehen hat, habe ich mich doch dazu entschlossen es zu lesen und ich war keineswegs enttäuscht. Ganz im Gegenteil, für mich war dieses Buch das bisher mit Abstand Beste, dass ich 2016 gelesen habe. Die Geschichte um Will und Lou hat mich gefesselt. Ich habe gelacht und geweint und das Ende, so traurig es war, war für mich das einzig authentische Ende, alles andere hätte für mich die Geschichte verschlechtert. Demnächst kommt der Film zum Buch, ich bin gespannt ob die Geschichte dabei auch so toll rüberkommt.

Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman
Nach einer erfolgreichen Empfehlung meiner Freundin, habe ich mir auch andere empfehlen lassen, unter anderem eben dieses Buch. Und auch diese Empfehlung war es wert gelesen zu werden. Als Teenager hat man viele Wünsche, so auch die Hauptfigur des Buches. Oft schreibt man diese auch irgendwie auf. Aber wahrscheinlich kommt es eher selten vor, dass 20 Jahre später beim Verlesen des Testamentes der verstorbenen Mutter, genau diese Wünsche wieder zur Sprache kommen. Die Hauptfigur des Buches kommt an das Erbe der Mutter, wenn Sie innerhalb von 12 Monaten alle Wünsche der Liste erfüllt. Die Erfüllung der Wünsche wird dabei von einem Anwalt strengstens bewacht. Die Geschichte ist lustig, spannend und traurig zu gleich und erzählt einem irgendwie auch viel über das Leben und das Erfüllen der eigenen Wünsche. Ich fand es recht spannend wie auch Zufall oder Schicksal öfter mal seine Hand im Spiel hat und sich irgendwie alles aneinander fügt.

Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes
Da ich Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes so toll fand, wollte ich auch anderen Büchern von ihr eine Chance geben und habe deshalb Weit weg und ganz nah gelesen. Eine alleinerziehende Mutter mit eine hochbegabten Tochter und einem Sohn, der ständig gemobbt wird hatte es noch nie leicht in ihrem Leben, aber alles wird noch komplizierter als sie ihrer Tochter eine Chance geben möchte, sie überraschend an Geld kommt und letztlich auf einem tagelangen Roadtrip mit einem Fremden unterwegs ist. Die Geschichte an sich fand ich teilweise schon recht weit hergeholt aber das Buch ist lustig, traurig und nachdenklich zu gleich. Das auch die Liebe eine Rolle spielen würde war irgendwie vorhersehbar. Ich fand es für zwischendurch eine nette Geschichte.

Manchmal ist der Teufel auch nur ein Mensch von Hans Rath
Nachdem ich letztes Jahr „Und Gott sprach, wir müssen reden“ (ich habe hier darüber geschrieben) gelesen hatte, wusste ich, dass ich auch den zweiten Teil unbedingt lesen möchte und heuer war es endlich so weit. Nachdem Dr. Jakob Jakobi in Teil 1 Gott höchstpersönlich kennen gelernt hatte, war nun der Teufel höchstpersönlich an der Reihe. Das Buch kommt an den ersten Teil nicht heran. Ich fand auch diesen Teil wieder witzig aber der besondere subtile Witz fehlte dieses Mal. Vielleicht lag es auch daran, dass die Idee nicht mehr neu war, im Prinzip wusste man ja was man zu erwarten hat. Ich hab es nicht bereut, dass ich das Buch gelesen habe, ich habe es gerne gelesen und auch recht zügig durch, aber es war nur ein mittelmäßiges Buch.

Eine Handvoll Worte von Jojo Moyes
Nach zweimal Jojo Moyes wollte ich auch einem dritten Buch die Chance geben mich zu begeistern. In der ersten Hälfte des Buches hatte ich immer wieder Schwierigkeiten mit den ständigen Wechsel in den zeitlichen Abläufen. Aber irgendwann habe ich den Dreh rausbekommen und konnte dann auch recht gut zuordnen, wo in der zeitlichen Linie man sich befindet. Und dann nach etwa zwei Drittes des Buches kommt der einfache Satz „Fast vierzig Jahre sollte er nicht wieder auftauchen“ und plötzlich fügt sich alles zusammen was verworren war. Und ab da wird das Buch immer besser, noch mehr unvorhergesehene Dinge passieren, die einen kurzzeitig beim Lesen den Mund offen stehen lassen. Das Durchhalten am Anfang hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein tolles Buch.

Und Gott sprach: Du musst mir helfen! von Hans Rath
Nach den ersten beiden Büchern musste ich natürlich auch den dritten Teil lesen. Dieses Mal trifft Dr. Jakobi erneut Gott höchstpersönlich und bekommt eine besondere Aufgabe. Nachdem es eine recht herausfordernde Aufgabe ist, die Welt zu retten, bekommt Dr. Jakobi Hilfe von einigen zwielichtigen Gestalten. In einer Art Midlife-Crisis schlittert Dr. Jakobi von einem Problem zum nächsten und reitet sich bei jeder versuchten Problemlösung noch tiefer rein. Trotz der teilweise echt irrwitzigen Ideen, oder vielleicht auch gerade deshalb, fand ich diesen Teil wieder besser und ich hab oft wieder herzhaft gelacht und sehr oft wegen der Dummheit der Hauptpersonen, den Kopf geschüttelt. Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch diesen mögen.

Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes
Nachdem mich „Ein ganzes halbes Jahr“ absolut gefesselt hatte musste ich natürlich auch die Fortsetzung dazu lesen. Was ist aus Lou geworden, wie geht ihr Leben weiter. Leider war ich von diesen zweiten Teil eher enttäuscht. Als eigenständiges Buch wäre die Geschichte wahrscheinlich recht gut geworden, aber als Fortsetzung erfüllt sie die Erwartungen leider so ganz und gar nicht.

Illuminati von Dan Brown
Amazon hat Illuminati vor einiger Zeit mal in der Kindle Version verschenkt. Damals hatte ich noch keinen Kindle und am iPad wollte ich es nicht lesen. Auch früher hatte ich das Buch bisher noch nie gelesen, irgendwie hat es mich bisher nicht gereizt. Nachdem ich mir aber nun auch einen Kindle Reader zugelegt habe und ich einfach mal ein wenig Abwechslung gebraucht habe, habe ich letztlich doch angefangen Illuminati zu lesen. Am Anfang habe ich mir schwer getan mit dem Buch und musste mich beinahe zwingen nicht aufzugeben sondern weiter durchzuhalten. Viele Schauplatzwechsel und Rückblenden hier und da haben es mir schwierig gemacht. Aber irgendwann hat mich die Spannung erwischt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.

Bis alle Schuld beglichen von Alexander Hartung
Noch ein Buch das Amazon in der Kindle Version verschenkt hat und als ich gesehen habe, dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt, habe ich mich gleich dazu entschlossen es zu lesen. Die Geschichte spielt in Berlin und handelt von Kommissar Jan Tommen in der Hauptrolle. Nach einem durchzechten Wochenende wird er des Mordes verdächtigt und flüchtet am Weg in die Untersuchungshaft, um selbst seine Unschuld zu beweisen. Nach weiteren Morden zeigt sich das viel mehr dahinter steckt als man anfangs vermutet hatte. Ich liebe Krimis, die mich überraschen, die nicht vorhersagbar sind und auch ganz am Schluss noch überraschen können. Genauso war es hier, das Ende war für mich absolut unvorhersehbar und hat die Geschichte perfekt gemacht. Ich werde die weiteren Geschichten rund um Jan Tommen ziemlich sicher auch noch lesen.

 

So das war meine bisherige Lese-Ausbeute von 2016. Das derzeit angefangene Buch habe ich hier nicht mit aufgeführt, das kommt dann in die nächste Liste. Es hat Spaß gemacht alle Geschichten noch einmal Revue passieren zu lassen. Vielleicht hat der eine oder andere hier auch schon etwas davon gelesen und möchte mir eine Meinung dalassen. Auch für Lese-Empfehlungen bin ich immer offen.

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4 Gedanken zu “Mein Leseresümee im Jahr 2016 (Teil 1)

  1. Ich habe mir vor wenigen Tagen noch den nächsten Band von Lori Nelson Spielman besorgt, Nur einen Horizont entfernt, und freue mich schon sehr aufs Lesen. 🙂 Von Jojo Moyes habe ich bisher noch nichts gelesen, aber habe es vor. Offenbar hat es dich ja ziemlich gepackt. 🙂

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