Serienjunkie No 3 – Broadchurch

Schneller als gedacht, gibt es einen neuen Eintrag in dieser Kategorie. Nachdem ich Doctor Who verschlungen habe, ging mir David Tennant nicht mehr aus dem Kopf, obwohl der ab Staffel 5 bei Doctor Who nicht mehr dabei war. Also hab ich mich mal umgesehen, wo er denn sonst noch so mit dabei war und bin dadurch auf Broadchurch gestoßen.

Da mein Streaming Dienst die Serien nicht im Programm hat, habe ich mich kurzerhand für den Kauf der DVDs entschlossen und mir gleich Staffel 1 und 2 zugelegt. Schnelle Lieferung und die Tatsache, dass ich 2 Tage Urlaub hatte erledigte den Rest und so habe ich beide Staffeln an nur 3 Tage angesehen und gleich nach den ersten paar Folgen war ich gefesselt.

Worum gehts? 
Der 11jährige Danny wird eines morgens tot am Strand an der Küste der britischen Kleinstadt Broadchurch aufgefunden. Detective Inspector Alec Hardy, der noch ganz neu in der Stadt ist, muss zusammen mit Detective Sergeant Ellie Miller den Fall aufklären. Ein großes Netz an Geheimnissen und Lügen scheint die gesamte Kleinstadt zu umgeben, und die beiden Ermittler decken Stück für Stück alles auf.
Neben all den Problemen rund um die Aufklärung eines Mordfalles, gibt es auch noch gesundheitliche Probleme von DI Hardy, die er lange Zeit erfolgreich verbergen kann, letztlich dann aber bei einer Verfolgung beinahe stirbt und das ganze somit an die Öffentlichkeit gerät.
Für DS Miller ist die Aufklärung des Falles besonders schwierig, weil die Eltern des ermordeten Jungen die besten Freunde sind und ihr eigener Sohn Tom bestern Freund von Danny war.
Am Ende von Staffel 1 ist der Mörder gefunden. In Staffel 2 geht es einerseits um die Gerichtsverhandlung des Mörders und andererseits um die Aufklärung eines alten Falles von DI Hardy. Beides findet recht unabhängig voneinander statt, fügt sich aber trotzdem einfach perfekt in sich zusammen.

Persönliche Besonderheiten
Ganz besonders in Broadchurch ist die Location. Die Landschaften, das Meer, die Bilder die man zu sehen bekommt sind atemberaubend schön. Ein Beispielbild:

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Quelle: Wikipedia

Der Soundtrack hatte ebenfalls etwas magisches. Die Musik war einfach perfekt und gab jeder einzelnen Szene noch so viel mehr an Intensität als es die Schauspieler selbst konnten. Aber die Musik und die Bilder gehören für mich untrennbar zusammen. Ich habe den Soundtrack alleine gehört und die Musik für sich alleine ist auch wunderschön, aber dieses besondere Gefühl kommt erst in Zusammenhang mit den Bildern auf. Nur die beiden Songs aus dem Abspann höre ich gerne auch einfach so, wobei ich den aus Staffel 1 wesentlich besser fand als den aus Staffel 2.

Und als dritte persönliche Besonderheit möchte ich die Art und Weise erwähnen, wie die Geschichte umgesetzt wurde. Man hatte oft das Gefühl, dass die Zeit still steht und alles ganz langsam wird. Oft wird minutenlang nichts gesprochen, sondern einfach nur beobachtet und es passiert dabei aber kaum etwas. Dieses langsame, ausdehnende kann Serien oft kaputt machen bzw. das Gefühl erzeugen, dass man alles nur unnötig in die Länge zieht, aber hier war es ganze anders. Einerseits bekam man so die Chance die Landschaft besser auf sich wirken zu lassen, dazu die tolle Musik, die einen in eine tolle Stimmung versetzt hat. Diese langsamen Momente waren für mich ganz besonders.

Die Schauspieler
Alle durchwegs fantastisch. Wegen David Tennant habe ich mir die Serie gekauft und er hat eine Glanzleistung abgeliefert. Mit DI Hardy spielte er eine sehr tiefgehende, ernste, zerbrochene und einsame Figur und er hat diese perfekt verkörpert.
Olivia Colman als Ellie Miller, die wohl den schwersten Job in der Serie hatte. Als Polizistin in einer Kleinstadt den Mord am Sohn der besten Freundin aufzuklären ist wohl etwas, dass man sich nicht vorzustellen vermag. Zu kämpfen hatte sie auch mit Hardy als ihren neuen Chef, vor allem weil dieser nicht immer besonders freundlich ist. Aber das ungleiche Team findet zusammen und am Ende denke ich kann man sagen, dass sie Freunde geworden sind.
Jodie Whittaker und Andrew Buchan als die Eltern des ermordeten Jungen. Besonders Jodie Whittaker als Mutter hat ihre Rolle perfekt gespielt. All der Schmerz den so ein Verlust mit sich bringen muss hat sie perfekt verkörpert. Die Mixtur aus Trauer und Wut und das Entsetzen als immer mehr Geheimnisse an den Tag kommen und letztlich der Mörder gefunden wurde.
Ganz besonders fand ich auch die Rolle von Arthur Darwill, der den Priester Paul Coates verkörperte.

Ich hab die Serie im Originalton angesehen. Folge 1 habe ich noch versucht ohne Untertitel zu schauen, weil ich Untertitel eigentlich nicht mag, aber ich habe schnell gemerkt, dass das nichts wird. Es ist unfassbar wie schnell manche Leute reden können, dazu noch der britisch/schottische Dialekt mancher Schauspieler. Ich habe echt an meinen englisch Kenntnisse gezweifelt, aber dann doch recht schnell eingesehen, dass es nicht nur daran liegt, sondern vor allem an der Geschwindigkeit und am Dialekt. Habe dann also doch recht schnell mit Untertitel geschaut. Nach ein paar Folgen war ich dann schon kurz in Begriff, doch die Sprache auf Deutsch umzustellen, aber wenn man im O-Ton begonnen hat und die Schauspieler mit der Originalstimme kennt, dann geht ein Wechsel gar nicht mehr (also zumindest für mich). Also habe ich mich durchgekämpft, öfter mal zurückgespielt und viele Stellen zweimal angesehen und zusammen und zusammen mit den Untertiteln dann doch alles mitbekommen.

Trailer Staffel 1: 

 

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