Du bist doch keine 15 mehr!?!

Diesen Satz hat mir kürzlich jemand entgegen geschmettert, als er den Hintergrundbildschirm meines Computers gesehen hat und ich ihm auf Nachfrage noch erklärt habe, was bzw. wer denn da zu sehen sei. Ich denke die Person wollte sich das eher nur denken als es wirklich laut aussprechen, weil dann recht schnell alles irgendwie überspielt wurde. Aber mich hat dieser kleine „Ausbruch“ nachdenklich gemacht.

Als ich dann auf Facebook auch noch folgende Frage in einem Meme zu lesen bekommen habe, hat mich die Reaktion der Person noch mehr gestört.

„Why is it more socially acceptable to be obsessed with a sports team than to be completely obsessed with a book, a TV show or a movie?“

Die Frage hat mir die Wahrheit für etwas aufgezeigt, über das ich bisher nie nachgedacht habe. Seither denke ich viel darüber nach und bin auch noch weniger bereit meine Obsessionen zu verstecken.

Warum ist es völlig in Ordnung, wenn Männer und Frauen jeden Alters verrückt sind nach zum Beispiel Fußball. Im Fußballstadion wird gegrölt, zuhause vor dem Fernseher wird jedes Spiel mitverfolgt – es werden ganze Partys daraus gemacht. Man ist am Boden zerstört, wenn es mal nicht so läuft und überglücklich wenn das Lieblingsteam gewonnen hat. Man kauft sich Fan Materialien, T-shirts, Schals und was auch immer noch und man zeigt diese auch offen. Man ist stolz ein Fan zu sein, solange es mit Sport zu tun hat.

Hat es jedoch mit Fernsehen zu tun, wie bei mir (zur Info auf meinem Computer Hintergrundbild ist derzeit David Tennant in einer Diashow zu sehen) dann wird man als verrückt abgestempelt und man schämt sich beinahe dafür das man etwas gerne hat, es gerne ansieht und traut sich sowieso kaum es offen zu zeigen.

Fernsehserien haben mich immer schon in Ihren Bann gezogen. Viele davon liebe ich einfach zu sehen, auch gerne mal öfter als einmal aber es entsteht jetzt keine ganz besondere Verbindung. Und dann gibt es ganze wenige, die mich wirklich einfangen. Und derzeit ist das einfach „Doctor Who“ und ausgehend davon habe ich meine Liebe zu „David Tennant“ als wirklich unglaublichen Schauspieler entdeckt.

In den letzten Wochen/Monaten habe ich zahlreiche Serien und Filme gesehen bei denen er mitgewirkt hat und jeder einzelne davon hat mich gefangen genommen und es gibt noch so viel von ihm zu entdecken. Und Doctor Who gehört nun auch schon seit geraumer Zeit zu meinem täglich Wohlfühlprogramm, egal mit welchem Doctor, zumindest eine Folge täglich flimmert über meinen Bildschirm.

Zeigt man aber diese „Besessenheit“ ganz offen, dann wird irgendwie komisch geschaut. Ich habe eine TARDIS als Hülle für mein iphone, das finden alle lustig, weil es jetzt nun mal als alte Telefonzelle „verkleidet“ ist, würden die Leute aber wissen, dass dies Bezug nimmt auf eine Fernsehserie, dann wär es plötzlich nicht mehr so lustig, dann würde es wieder heißen – „Ach du bist doch keine 15 mehr“, so wie es mir eben gesagt wurde weil ich Bilder von David Tennant auf meinem Computer habe (auf meinem Handy übrigens auch).

Mich würde interessieren, was andere zu dieser Phänomen sagen. Erlebe nur ich es so, oder stimmen mir andere zu.

Sport ist ok – alles andere aber nicht?

Ich für mich hab beschlossen, dass ich mir nun einen Plüsch-Dalek kaufe, den ich dann im Büro auf meinen Schreibtisch stelle – sollen sich die Leute doch denken was sie wollen.

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Kopfschmerzen

Ich kenne Kopfschmerzen nur zu gut. Seit meiner Kindheit bin ich regelmäßig damit geplagt. Zahlreiche Ärzte waren in meiner Kindheit und Jugend damit befasst, habe sogar mal an einer Studie für ein neues Medikament mitgemacht. Ich wurde zweimal an den Augen operiert, das war das einzige was ich jetzt im Nachhinein sagen muss, dass zumindest ein wenig Besserung gebracht hat. 

Aber im Großen und Ganzen quält es mich seit Jahrzehnten, manchmal mehr manchmal weniger. Die Besuche bei Ärzten habe inzwischen schon längst aufgegeben, die haben nie zu etwas geführt und irgendwann hat man einfach genug von Untersuchungen, die nichts bringen. 

Die meiste Zeit komm ich auch recht gut damit klar. An ein gewisses Maß an Kopfschmerzen habe ich mich wohl einfach schon gewöhnt. Es gibt viele Tage wo ich den Schmerz spüre ich hab dadurch nicht in meinem normalen Tagesablauf behindert bin, weil man den Schmerz irgendwann einfach ausblendet. 

Aber dann gab es auch immer wieder Zeiten, wo es mal schlimmer war, entweder in der Häufigkeit oder auch in der Intensität der Schmerzen, aber auch das hat sich meist nach einiger Zeit wieder beruhigt. 

Aber im Moment weiß ich nicht mehr weiter und bin echt verzweifelt. Seit Wochen quälen mich fast täglich starke Kopfschmerzen. Es ist unglaublich kräfteraubend egal was ich gerade mache. Es fängt in der Früh schon mit der Fahrt ins Büro an.  Ich pendle 50 km in die Arbeit, bei den derzeitigen Wetterbedingungen ist das ohne Koofschmerzen schon anstrengend, mit den Schmerzen komm ich meist schon ziemlich bedrückt ins Büro. Dann die Bildschirmarbeit im Büro, das Telefon das ständig klingelt, das Klopfen an der Tür wenn wieder jemand etwas braucht. Die warme trockene Heizungsluft im Büro tut dann den Rest dazu. Eigentlich möchte man nur noch raus, alleine sein und nichts mehr denken müssen. Leider kommt dann aber die Heimfahrt, wieder 50 km in der Dunkelheit, jedes entgegenkommende Auto ein schmerzender Stich im Kopf. Zuhause wartet dann unsere Tochter mit Fragen zu den Hausübungen oder sie braucht Hilfe beim Lernen. Wenn dann abends endlich Ruhe einkehrt dann lassen es die Schmerzen nicht zu einen gemütlichen Fernsehabend zu genießen oder ein spannendes Buch zu lesen, aber ich brauche diese Zeit abends für mich um Kraft zu schöpfen für den nächsten Tag. 

Irgendwann kämpfe ich mich mit Kopfschmerzen ins Bett, nur um dann am nächsten Tag mit den selben Schmerzen wieder aufzuwachen. Wenn es ganz schlimm wird kommen Medikamente zum Einsatz, aber auch die lindern nur, wirklich Schmerzfrei kriegen mich die auch nur selten. 

Am Wochenende nicht viel Änderung, auch hier Schmerzen, nur das die Tage weniger anstrengend sind, weil die Autofahrt und die Arbeit im Büro wegfällt, aber trotzdem Schmerzen. Heute ist mal wieder ein erstaunlich guter Tag, nur dieses leichte schmerzhafte Kribbeln, aber wer weiß wie lange dies anhält weil morgen gehts zurück in den Alltag. 

Ich bin ziemlich frustriert. Ich will diese Schmerzen nicht mehr.  Ich will aber auch nicht zum Arzt, hab keine Lust den Untersuchungsmarathon, den ich schon so oft hinter mich gebracht habe wieder von vorne zu beginnen, nur um hinterher genau keine neue Erkenntnis gewonnen zu haben. Ich will mich aber auch nicht mit Pillen vollstopfen und doch möchte ich einfach nur das es wieder aufhört bzw wieder dorthin zurück wo ich vorher war. Ein- oder zweimal die Woche das hatte ich früher schon, das würd ich jezt mit Freuden wieder so nehmen aber täglich in teiweise echt schlimmer Intensität entzieht mir alle Kraft, die ich irgendwie noch habe. 

Lesegesamtübersicht 2016

Ich habe ein Konto auf Goodreads – nicht um mich dort mit anderen auszutauschen, sondern um irgendwo meine gelesenen Bücher zu sammeln. Ich würde sonst die Lesereihenfolge irgendwann nicht mehr wissen und auch die Bewertungen unmittelbar nach dem Lesen sind für mich wichtig.

Dort gibt es auch eine kurze Zusammenfassung der gelesenen Bücher im Jahr 2016:

  • Ich habe insgesamt 30 Bücher im Jahr 2016 gelesen, das ist das doppelte als ich mir vorgenommen hatte. Diese Zahl freut mich. Ich bin froh wieder mehr zu lesen und merke, dass es mir auch wieder unglaublich viel Spaß macht. Möchte das auf jeden Fall beibehalten.
  • Die 30 Bücher umfassten 12.071 Seiten. Das macht im Durchschnitt 402 Seiten pro Buch, das ist ein guter Schnitt.
  • Das längste Buch, dass ich 2016 gelesen habe war Illuminati von Dan Brown.
  • Das kürzeste Buch war Eisiger Tod: Wegners erste Fälle von Thomas Herzberg.

Die bei Goodreads vergebenen Sterne verteilen sich folgendermaßen:

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  • Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes
  • Der Augensammler – Sebastian Fitzek
  • Die Erinnerung so kalt – Alexander Hartung
  • Mörderische Pläne – Noah Fitz
  • Erebos – Ursula Poznanski
  • Nicht ihre Schuld – Noah Fitz

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  • Passagier 23 – Sebastian Fitzek
  • Der Seelenretter – Noah Fitz
  • Eine handvoll Worte – Jojo Moyes
  • Und Gott sprach: Du musst mir helfen – Hans Rath
  • Wo ist Emma – Steena Holmes
  • Morgen kommt ein neuer Himmel – Lori Nelson Spielman
  • Vor deinem Grab – Alexander Hartung
  • Weit weg und ganz nah – Jojo Moyes
  • Kokon – Noah Fitz
  • Wenn alle Hoffnung vergangen – Alexander Hartung
  • Bis alle Schuld beglichen – Alexander Hartung
  • Bedenke, was du tust – Elizabeth George
  • Eisiger Tod: Wegners erste Fälle – Thomas Herzberg

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  • Der Hahn ist tot – Ingrid Noll
  • Ein ganz neues Leben – Jojo Moyes
  • Manchmal ist der Teufel auch nur ein Mensch – Hans Rath
  • Der Lebkuchenmann – J.A. Konrath
  • Illuminati – Dan Brown
  • Dreizehn Stunden – Deon Meyer

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  • Als ich dich fand – Catherine Ryan Hyde
  • Wo die toten Kinder leben – Roxann Hill
  • Und nie sollst du vergessen sein – Jörg Böhm
  • Der Puppennäher – Noah Fitz

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  • Die Minnesota-Verschwörung – Roger Stelljes

Am besten in Erinnerung geblieben und am längsten nachdenken lassen hat mich 2016 Der Augensammler von Sebastian Fitzek. Die Jan Tommen Reihe von Alexander Hartung hat mich am meisten gefesselt, da freue ich mich besonders auf den nächsten Teil 2017.