Ich bin noch da

Fast 2 Monate sind seit meinem letzten Eintrag vergangen. Recht viel ist in dieser Zeit passiert. Ich möchte mal versuchen ein wenig was davon aufzuzählen.

Anfang August haben wir eine wunderschöne Urlaubswoche im Zillertal verbracht. Das Wetter war traumhaft schön und wir konnten eine sehr lieb gewonnene Gegend (waren schon 2 mal dort) wieder besuchen. Wandern, schwimmen, relaxen und faulenzen standen am Programm. Der Urlaub hatte von allem ein bisschen was. Um ihn wirklich genießen zu können, war ich leider ziemlich auf Medikamente angewiesen, da ich gerade mitten im auskurieren einer Nervenentzündung war. Aber mit den Medis ging es ganz gut, so dass ich auch gut mithalten konnte und es eine tolle Zeit zu dritt war.

Unmittelbar nach dem Urlaub war es auch schon vorbei mit meiner 4 wöchigen Arbeitspause, und es ging gleich wieder voll ins Geschehen. Der August und September sind neben Jänner und Februar immer die intensivsten Arbeitsmonate, so war es auch heuer. Zusätzlich zum Arbeitsstress kam heuer aber leider auch noch ein gesundheitlicher Rückfall von unserer Tochter. Sie musste ihr Sportcamp abbrechen, wegen eines Migräneanfalles und eine Woche später musste sie dann mit dem Krankenwagen von einem Radausflug aufgelesen werden, ebenfalls wegen Migräne. Nachdem es ihr seit Februar wirklich gut ging, war das wieder ein Rückschlag der einige Zeit gebraucht hat bzw. immer noch braucht, bis wieder alles ganz normal läuft. Auch mich hat das noch zusätzlich Kraft gekostet.

Ende August hatte ich dann mein Auto in der Werkstatt zur jährlichen Überprüfung und habe dabei leider erfahren, dass eine riesen Reparatur anstehen würde, wenn ich nochmal ein Jahr damit fahren möchte. Da das Auto inzwischen 15 Jahre alt war und mich fast 150.000 km begleitet hat, war schnell klar, dass sich diese Reparatur nicht mehr lohnen würde. Ich habe mich also mit meinem Mann zusammen auf die Suche nach einem neuen Auto gemacht und bin zum Glück auch schnell fündig geworden. Innerhalb einer Woche war alles abgewickelt und ich bin jetzt sehr glücklich mit meinem nur 1 Jahr alten Opel Corsa, der mich nun hoffentlich wieder lange von A nach B bringen wird.

Anfang September war es dann so weit und ich hatte meinen Termin für mein lange herbeigesehntes Tattoo. Ich war wirklich sehr nervös vor dem Termin, nicht weil ich Angst vor den Schmerzen hatte oder gar unsicher war, ob ich es wirklich haben möchte. Meine größte Angst war, dass es nicht so werden würde, wie ich es mir vorstellen. Das etwas schief geht, das die Farbe nicht gefällt usw. Aber die Angst war kurz nach dem Start gleich verflogen. Der Tätowierer arbeitete wirklich sehr professionell und war sehr konzentriert bei der Arbeit und das Endresultat ist wunderschön geworden. Meine 4 Kinder kann ich nun endlich immer bei mir tragen, ganz nah. In der Arbeit haben alle sehr positiv reagiert. Ein paar sehr enge Kolleginnen kennen auch die Bedeutung hinter dem Tattoo. Das gesamte Motiv möchte ich hier nicht zeigen, die Gründe dafür habe ich in meinem letzten Beitrag schon erklärt. Aber da unser Michael vor einigen Tagen Geburtstag hatte und das auch sein Geschenk sein soll, möchte ich nur seinen Schmetterling hier doch zeigen.

(C) blogographie

Der September ist nun schon fast wieder vorbei, hat aber an seiner üblichen Hektik noch nichts verloren. Ich bin im Moment wirklich sehr überarbeitet und hoffe, dass es zumindest ein wenig ruhiger wird in den kommenden Wochen. Zumindest so, dass ich mal wieder liegen gebliebenen aufarbeiten kann und nicht die Stapel ständig höher werden.

Ich möchte auch wieder öfter hier schreiben.

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Ich traue mich endlich

Seit 2 1/2 Wochen habe ich Urlaub und ich hatte so viele Pläne im Urlaub, die mal wieder aufgrund von verschiedensten Umständen so nicht möglich waren. Ich habe ja schon mal geschrieben, wie sehr ich eigentlich Urlaub hasse und dieser bestätigt mal wieder meine Theorie. Mir geht es echt beschissen, psychisch bin ich völlig am Ende und körperlich hat es mich auch erwischt und starke Schmerzen haben mich tagelang völlig außer Gefecht gesetzt. Aber das ist eine Geschichte, die ich hier eigentlich nicht erzählen will.

Sondern ich möchte erzählen, was ich mir Gutes getan haben, neben all dem sonstigen Chaos in diesem Urlaub. Nach fast 8 Jahren habe ich mich endlich getraut einen Wunsch wahr werden zu lassen.

Ich werde mir ein Tattoo machen lassen und zwar werde ich mir für jedes meiner Kinder einen Schmetterling auf den linken Unterarm tätowieren lassen. Recht spontan habe ich mich letzte Woche endlich mal in Tattoostudio getraut und die beiden Damen am Empfang waren einfach großartig. Fast 2 Stunden war ich vor Ort und habe beide Damen mit meinem Wunsch beschäftigt, beide haben sich meine Geschichte angehört und haben Ideen in den Entwurf einfließen lassen und letztlich ist er einfach perfekt geworden.

Ich möchte den Entwurf hier nicht zeigen, weil ich möchte, dass er einzigartig bleibt. Nur für mich. Es wäre sehr schmerzlich für mich, wenn den Entwurf jemand andere ebenfalls verwenden würde, daher möchte ich ihn nicht veröffentlichen. Aber kurz beschreiben möchte ich ihn doch.

Es werden 4 Schmetterlinge werden, für jedes meiner Kinder einen. Unsere große Tochter, die wir durchs Leben begleiten dürfen bekommt den größten Schmetterling, einen offenen, der weit seine Flügel ausbreitet. Die anderen 3 Schmetterlinge sind als wegfliegende Schmetterlinge gezeichnet, die drei haben die Reise ja schon angetreten. Die Schmetterlinge bekommen unterschiedliche Größen und unterschiedliche Farben und sind untereinander noch mit einer Ranke verbunden. Außerdem ist eine Erweiterung möglich, sollten wir doch noch ein weiteres Kind bekommen, dann wird auch dieses einen Schmetterling erhalten.

Ich freue mich schon unglaublich, wenn es so weit ist. Den Entwurf habe ich neben mir auf meinem Schreibtisch liegen und schau ihn mir jeden Tag an und die Vorfreude darauf, meine Schmetterlinge endlich dauerhaft bei mir zu haben, steigt täglich. Die Anzahlung ist getätigt und der Termin zum tätowieren wurde auf 7. September festgelegt. Fast 8 Jahre habe ich davon geträumt und nun ist es bald so weit.

Mein Leseresümee im Jahr 2017 (Teil 2)

Das 2. Quartal des Jahres 2017 liegt schon wieder einige Wochen hinter uns, aber verschiedene Lebensumstände haben mich daran gehindert früher hier meine Lesezusammenfassung aus dem 2. Quartal zu schreiben, daher möchte ich es nun nachholen.

Im 2. Quartal hatte ich leider wenig Zeit zum Lesen, daher sind es auch nicht ganz so viele Bücher geworden, aber trotzdem wie immer kurz zusammen gefasst.

Vergebung von Stieg Larsson
Ich habe ein wenig Zeit vergehen lassen bevor ich mich an den dritten Teil der Millenium Trilogie gewagt habe und irgendwie hatte das wohl auch seinen Grund warum das so war. Ich war nämlich von Teil 3 ein wenig enttäuscht. Ich fand alles viel zu langatmig und das ganze Buch wirkte auf mich nur noch, als wäre es dem Autor vor allem darum gegangen, die ersten beide Teile in der Anzahl der Seiten zu übertrumpfen. Ich habe sehr lange zum Lesen diesen dritten Teiles gebraucht. Es gab auch recht gute Abschnitte darin, aber gesamt gesehen, war es für mich vor allem ein mühsames Lesevergnügen.

Was verborgen bleiben sollte (Ein Jan Tommen Thriller 5) von Alexander Hartung
Lange musste ich warten auf die Fortsetzung der Jan Tommen Reihe, umso mehr habe ich mich dann darauf gefreut, als es endlich so weit war und musste auch sofort ran an das Buch.
Der Chef der Kripo gerät in einen Überfall auf ein Juweliergeschäft und wird dort mit anderen als Geiseln festgehalten. Er schafft es Jan Tommen und sein Team zu informieren und gemeinsam versuchen Sie die Geiselnahme zu beenden.
Vielleicht habe ich mich zu sehr auf die Fortsetzung der Reihe gefreut, vielleicht habe ich nach 4 großartigen Büchern einfach zu viel erwartet, aber am Ende war ich leider doch etwas enttäuscht. Der Autor hat krampfhaft versucht alles möglichst plausibel aufzuklären, aber bei mir hat das nicht funktioniert. Vielleicht habe ich zu unkonzentriert gelesen, aber bis zum Ende des Buches hat sich mir der Sinn des anfänglichen Überfalles und der Geiselnahme irgendwie nicht erschlossen. Ich habe kurz überlegt nochmal nachzulesen, um herauszufinden, ob es wirklich an mir liegt, aber dazu konnte ich mich noch nicht durchringen. Auch die bisher sehr liebe gewonnenen Charaktere konnten mich dieses mal nicht überzeugen, im Gegenteil sie wurden mir oft sehr überzogen dargestellt und es war manchmal einfach zu viel.
Am Ende des Buches erklärt der Autor, dass dies vorerst der letzte Fall für Jan Tommen war und hier nun eine Pause eingelegt wird. Normalerweise macht mich so etwas bei einer tollen Reihe immer sehr traurig. In diesem Fall finde ich es gut, vielleicht braucht dieses Team diese Pause, um danach hoffentlich wieder in alter Manier zusammen zu finden und dann wieder tolle Geschichten abzuliefern.

Tod und tiefer Fall (Ein Erik-Donner Triller 1) von Elias Haller
Da ich ja immer auf der Suche nach guten Krimi oder Thriller Bruchreihen bin und mir Elias Haller auf Facebook schon eine ganze Weile immer wieder ins Auge springt, habe ich mich dazu entschieden es mit Teil 1 seiner Reihe zu versuchen. Es geht um den Ermittler Erik Donner, dessen Frau verschwunden ist und dessen Tochter getötet wurde. Er selbst wurde ebenfalls schwer verletzt und vor allem auch körperlich entstellt und sein Leben nimmt eine drastische Wendung, als sich der Mörder seiner Tochter plötzlich mit einer Nachricht an Erik Donner wendet.
Vom Leben gezeichnete Polizisten schreiben scheinbar immer die besten Geschichten. Das Buch ist auf jeden Fall ein toller Einstieg in das Leben von Erik Donner. Das Buch war sehr spannend und hatte auch einige überraschende Wendungen zu bieten. Ich habe es in kürzester Zeit verschlungen und ich werde auf jeden Fall auch den Rest der Reihe lesen.

Zero von Marc Elsberg
Nachdem kürzlich bei einem Kurs zum Thema Virtual Reality dieses Buch empfohlen wurde und ich Blachout von Marc Elsberg verschlungen und vor allem geliebt habe, musste ich das Buch einfach lesen.
Smartphones, Datenbrillen, Smartwatches, Soziale Medien, Soziale Netzwerke, all das ist in unserem Alltag voll angekommen und doch machen wir uns alle oft viel zu wenig Gedanken über das Thema Datenschutz und Privatsphäre. Und genau darum geht es in diesem Buch und genau darum hat es auch mein Interesse geweckt, weil mich das Thema sehr interessiert. Leider gefiel mir die Umsetzung letztlich aber nicht. An manchen, nicht direkt zum Thema gehörenden Stellen war es mir zu viel an anderen spannenden Stellen zum Thema Privatsphäre war es mir zu wenig. Nach Blackout hätte ich mir hiervon weit mehr erwartet.

Die Gehängte von Noah Fitz
Noah Fitz entwickelt sich zu einem meiner Lieblingsautoren. Ich werde in nächster Zeit bestimmt keines seiner Bücher auslassen. Jedes fesselt mich aufs Neue, so auch der Kurzthriller „Die Gehängte“. Das Cover des Buches ist übrigens großartig. Normalerweise schenke ich dem Cover eher wenig Bedeutung aber hier passt es einfach perfekt.
Die Story hat gleich rasant begonnen in dem ein Mann an einem Tatort verhaftet wird, wo mehrere Personen blutrünstig ermordet wurden. Man kennt also das Ende der Geschichte und erfährt im Anschluss daran, wie es dazu kommen wird und diese Erzählung bewegt sich teilweise im unerklärlichen Bereich und man kann sich gut in den Protagonisten hineinfühlen, wie er sich viele Dinge einfach nicht erklären kann und ihn das beinahe um den Verstand bringt.
Die Aufklärung der Geschichte ist fantastisch. Ich liebe es, wenn sich alles wie Puzzlestücke zusammen setzt und man irgendwann merkt wie grausam und hinterhältig das Gesamtbild dann ist. Einen kleinen Kritikpunkt möchte ich noch anmerken. Der Protagonist und seine Frau waren mir beide leider nicht besonders sympathisch. Er das typische Klischee Mann, der jeder Frau hinterher rennt. Und sie die eifersüchtige Ehefrau, die überhaupt nicht hinter den Träumen ihres Mannes steht. Laut Story waren die beiden frisch verheiratet, für mich wirkte die Ehe eher nach, „Schon ewig verheiratet und nun kurz vor dem Aus“. Aber die Tatsache, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte, obwohl mir die beiden unsympathisch waren, spricht einmal mehr für die Geschichte an sich, die das locker wieder ausgleicht! Wer ein spannendes Buch, leicht lesbar an einem Tag, sucht, der ist hiermit genau richtig!

Seelenfieber (Jim Devcon 1) von Eva Lirot
Auch auf Eva Lirot wurde ich über Facebook aufmerksam, als es dann den ersten Teil der Jim Devcon Reihe für kurze Zeit auch noch gratis gab, habe ich zugeschlagen.
Ein Mädchen stirbt, neben dem toten Mädchen wird ein geheimnisvolles Medikament gefunden. Jim Devcon ermittelt in dem Fall und es dauert nicht lange bis es einen weiteren Toten gibt und wieder wird das unbekannte Medikament bei der Leiche entdeckt. Handelt es sich dabei um eine neuartige Droge und ist die Substanz schuld am Tod dieser Menschen? Darum geht es in dieser Geschichte.
Das Buch hat sehr spannend und interessant angefangen, leider dann aber auch sehr stark nachgelassen. Die Spannung hat sich gut aufgebaut, man wollte wissen, was hinter dem Medikament steckt, wo es herkommt, wie es funktioniert, wer dahinter steckt. Am Ende wusste man auch alle Antworten auf die Fragen, aber in der Auflösung steckte mir einfach zu viel drin. Man hatte das Gefühl, dass es möglichst kompliziert und vor allem möglichst unvorhersehbar sein sollte, leider hat es dadurch die Geschichte nicht spannender gemacht. Mir war es einfach zu viel. Zusätzlich dazu konnte ich zum Hauptcharakter irgendwie nicht recht eine Verbindung aufbauen. Er war mir eher unsympathisch.

A Study in Scarlet (Sherlock Holmes, #1) von Arthur Conan Doyle
Schon ganz lange nehme ich mir vor mich einmal an die Original Sherlock Holmes Literatur zu wagen. Nachdem es mir die Fernsehserie Sherlock nun grad wieder sehr angetan hat, habe ich mich nun endgültig dazu entschieden mich auch an die Bücher zu wagen und so habe ich mit Teil 1 begonnen.
Ich war sehr positiv überrascht über die Verständlichkeit der Bücher. Hatte etwas Angst, dass ich mit der englischen Sprache aus dem späten 19 Jahrhundert so meine Probleme haben würde, aber im großen und ganzen konnte ich es gut durchlesen ohne ständig am Wörterbuch kleben zu müssen. Natürlich gab es Wörter, die mir unbekannt waren, jedoch nur wenige musste ich auch wirklich nachschlagen, meist konnte ich der Geschichte auch ohne einzelner spezifischer Wörter gut folgen.
Zum Buch selbst kann ich nur sagen, dass man auch hier Sherlock Holmes und Dr. Watson einfach lieben muss. Es hat schon seinen Grund warum die Figur Holmes, die meist gespielte Romanfigur ist. Arthur Conan Doyle hat hier einen Charakter erschaffen, der ewig weiterleben wird und vor allem nie an Charme verlieren wird.

Serienjunkie No 4 – Sherlock

Es ist mal wieder so weit. Fast ein halbes Jahr hat es gedauert, bis mich eine Serie wieder so gepackt hat, dass es sich hier einen Beitrag verdient hat. Vieles habe ich gesehen in der Zeit, neben meiner andauernden Obsession für Doctor Who, hat mich aber nun lange keine Serie mehr wirklich überzeugt. Es war viel Gutes dabei aber nichts das mich nach dem Ansehen tage-, wochen- oder gar monatelang verfolgt hätte. Nichts von dem ich die Folgen immer und immer wieder ansehen kann. Am Besten zweimal die gleich an einem Tag.

Bis jetzt – denn jetzt hat es mich wieder gepackt und zwar hält mich Sherlock Holmes in der Serie Sherlock in seinen Fängen. Ich denke aufgrund der Berühmtheit von Sherlock Holmes brauche ich zur Grundidee der Serie nichts sagen. Aber einen Trailer möchte ich da lassen und zwar einer, der von einem Fan zur 1. Staffel gemacht wurde.

Es gibt derzeit 4 Staffeln dieser wunderbaren Serie. Besonders daran ist, dass jede Staffel nur 3 Episoden umfasst. Jede Episode aber 1,5 Stunden dauert. Würde man es auf normale Serienzeit umrechnen, dann hätte jede Staffel 6 Episoden à 45 min. Die geringe Anzahl an Episoden hat mich lange Zeit abgeschreckt mir die Serie anzusehen. Ich liebe es, wenn es viele Episoden gibt, da ich mich da viel besser auf die Charaktere einlassen kann. Ich bin aber nun wirklich froh, dass ich mir endlich doch die Zeit genommen habe mir die Serie anzusehen.

Ok nun aber ein paar Details. Wo Sherlock Holmes ist, darf natürlich auch Dr. Watson nicht fehlen. Durch einen gemeinsamen Bekannten lernen sich die beiden in der ersten Folge kennen und die beiden bilden prompt eine Wohngemeinschaft. Das ging dann doch ein wenig eigenartig schnell, vor allem auch weil Sherlock in Folge 1 nicht gerade sein freundlichstes Gemüt an den Tag legt. Aber über diese Tatsache, dass das etwas eigenartig ist, kann man einfach hinweg sehen, da es für die eigentliche Geschichte einfach nur wichtig ist, dass die beiden zusammen sind, wie oder wie schnell sie zusammen gefunden haben, ist doch eigentlich unerheblich.

Wie schon erwähnt ist Sherlock nicht unbedingt der Typ Mensch den man gerne hat. In Staffel 1 zeigt sich das noch am stärksten. Mitgefühl ist ihm ein Fremdwort, von Taktgefühl hat er scheinbar auch noch nichts gehört und so behandelt er auch manches Opfer eher unsanft. Aber seine Methoden sind überaus effektiv. Auch in Staffel 2 zeigen sich diese Eigenschaften noch gehäuft, aber es wird auch schon sehr deutlich, dass ihm die Freundschaft mit John Watson überaus viel bedeutet. Ab Staffel 3 wirkt Sherlock plötzlich etwas menschlicher. Manche Fans kritisieren das, dem kann ich mich nicht anschließen. Ich fand Staffel 3 bisher am Besten (Staffel 4 habe ich noch nicht komplett gesehen, das wird aber vermutlich heute noch nachgeholt 🙂 ).

Nun noch ein paar Worte zu den Schauspieler:

Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman als John Watson

Beide Schauspieler waren mir persönlich bisher unbekannt. Inzwischen hab ich mich erkundigt und weiß, dass zumindest Martin Freeman in „Der Hobbit“ schon vielen bekannt sein dürfte (ich hab die Filme bisher noch nicht gesehen). Nachdem ich die ersten drei Folgen auf deutsch geschaut habe, habe ich mich ab Staffel 2 an den Originalton getraut und wurde keineswegs enttäuscht (habe inzwischen auch Staffel 1 im O-Ton nachgeholt). Ich finde die deutsche Synchro der beiden grundsätzlich ok, die Stimmen passen, aber vor allem bei Cumberbatch ist es sehr weit vom Original entfernt. Man traut diesem Mann diese unglaublich tiefe Stimme, die einem unter die Haut geht gar nicht zu. Was kann ich sonst noch sagen, außer dass die beiden für mich vom ersten Moment an zusammen gehört haben, die Chemie hat einfach gestimmt.

Una Stubbs als Mrs. Hudson

Mrs. Hudson ist Sherlocks und Watsons Vermieterin. Keine Haushälterin, das betont sie immer mal wieder ganz gerne und doch ist sie viel mehr als nur die Vermieterin. Vor allem steckt sie immer wieder voller Überraschungen. Im Laufe der einzelnen Folgen bekommt man auch immer wieder kleine Happen aus ihrer Vergangenheit präsentiert, die oft auch zum Schmunzeln anregen. Ohne Mrs. Hudson wäre die Serie nicht das gleiche, sie gehört einfach dazu.

Mark Gatiss als Mycroft Holmes

Sherlocks Bruder Mycroft ist ein Einzelgänger und ein hohes Tier in der britischen Regierung. Er ist genau wie Sherlock hoch intelligent und die Rivalität der beiden ist vor allem in den ersten beiden Staffeln stark zu spüren. Ab Staffel 3 wird auch Mycroft Holmes etwas menschlicher (wie auch Sherlock) und vor allem wird die Beziehung der beiden irgendwie neu gemischt. So hat es Mycroft doch tatsächlich geschafft, dass er mir ab Staffel 3 auch ein wenig sympathisch wurde. Mark Gatiss hat übrigens zusammen mit Steven Moffat die Serie entwickelt.

Die Liste der erwähnenswerten Personen könnte ich noch eine Weile fortsetzen, aber ich möchte mich mal auf diese vier beschränken. Das soll nicht heißen, dass die anderen weniger wichtig sind für die Serie, ganz im Gegenteil, es gibt ein paar sehr wichtige Bösewichte in der Serie, ohne die es diese tollen Geschichten nicht geben würde.

Humor und Trauer liegen in dieser Serie extrem eng beieinander und das macht das alles so Besonders. Ich habe nach konkreten Szenen, die ich im Kopf hatte und ihr posten wollte auf Youtube gesucht und dabei viele tolle Videos gefunden. Ein paar davon möchte ich hier einfach mal zeigen. Achtung Spoiler-Alarm, für jene, die die Serie noch nicht gesehen haben.

Und noch eine Szene, die ich mir trotz der Tragik (oder vielleicht gerade deshalb) immer wieder ansehen kann und das inzwischen auch schon zig mal gemacht habe. Ich habe schon viele Serien gesehen und es wurden schon viele meiner Serienhelden angeschossen. Aber noch nie waren die paar Sekunden nach einem Schuss so dermaßen großartig dargestellt wie hier. Das war und ist einzigartig. Sorry für die Videoqualität, die etwas eigenartig ist, aber das war das einzige Video, dass die komplette Szene in einem zeigt.

Das kannst du doch nicht machen!

Immer wieder hört man diesen Satz bzw. schwirrt dieser Satz immer wieder im Kopf herum. Ich war schon immer der Typ, der öfter mal nicht mit dem Strom geschwommen ist und in letzter Zeit, je älter ich werde und je mehr Probleme ich im Leben gemeistert habe, komme ich immer öfter an den Punkt auf obigen Gedanken zu sagen „Aber warum denn eigentlich nicht?“

Man ist beinahe zwangsläufig im Leben gezwungen manche Dinge zu tun, die man eigentlich nicht tun will. Das trifft bei mir zum Beispiel auf jeden Besuch beim Zahnarzt zu, aber trotzdem muss ich hin, weil es letztlich etwas Gutes für mich ist. Ebenso gibt es auch im Job immer mal Situationen in denen man etwas machen muss, was man vielleicht nicht gerne macht, aber auch da muss man meist durch und immerhin bekommt man dafür ja auch Geld, also wieder habe ich langfristig gesehen einen Nutzen davon. 

Aber neben diesen nützlichen widerstrebenden Dingen, gibt es halt auch noch so Dinge, die die Allgemeinheit für verpflichtend empfindet, die für mich aber nur Belastung pur sind und weit und breit kein persönlicher Nutzen zu sehen ist. Dazu gehören so Dinge, wie Hochzeiten von ehemaligen Kolleginnen, die jährliche betriebliche Weihnachtsfeier, ein gemeinsames Essen einer Projektgruppe in einem exklusiven Restaurant (wo ich mich sowieso generell fehl am Platz fühle) oder auch das gemeinsame Abendessen einer Workshopgruppe, die sich zweimal im Jahr trifft. Das und vieles mehr sind Dinge, die für mich Stress pur sind und mich unglaubliche Überwindung kosten, für viele in meinem Umfeld aber einfach dazu gehören und es sich einfach nicht gehört davon fern zu bleiben. 

Demnächst steht wieder so ein Event an und wieder bekomme ich zu hören, dass ich da unbedingt hin muss, weil es sich einfach gehört da hin zu gehen. Aber ich denke mir, obwohl es nur ein paar Stunden meines Lebens sind, muss ich mir die wirklich selber schlecht machen indem ich mich zu etwas zwinge, bei dem ich mich nicht wohl fühle? Ich bin der Meinung, dass das Leben zu kostbar ist, um die Zeit mit Dingen zu verschwenden, die man eigentlich nicht machen will. 

Es würde mich interessieren was Andere dazu denken?

Einmal mehr?

Es ist ruhig geworden hier auf meinem Blog. Das hat vor allem den Grund, dass es im Moment nichts Besonderes zu berichten gibt und mein Kopf irgendwie einfach leer ist und daher nichts vernünftiges zustande kommt.

Ich könnte einmal mehr schreiben wie ausgelaugt ich mich fühle und wie sehr mir die Angstzustände meiner Tochter an die Substanz gehen.
Ich könnte einmal mehr schreiben wie stressig es im Job gerade ist und ich am Überstunden sammeln bin.
Ich könnte einmal mehr schreiben, dass meine Masterthesis mal wieder in den Vordergrund rückt und ich es noch immer nicht geschafft habe, entweder endlich einen Schlussstrich zu ziehen oder das Teil fertig zu machen.
Ich könnte einmal mehr schreiben wie leer, einsam und verzweifelt ich mich fühle.

Aber all diese Dinge gab es schön mehrfach in meinem Blog und das will doch keiner ständig lesen, das interessiert doch keinen. Daher schreibe ich lieber nichts.