24. Dezember – Frohe Weihnachten

Ich wünsche alles Frohe Weihnachten und schöne besinnliche Stunden mit der Familie.

Liebe Grüße, Ingrid

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Ich kann es noch!

Seit einigen Wochen, seit es so unglaublich stressig ist in der Arbeit und es irgendwie einfach nicht weniger wird, bin ich auf der Suche nach einem Ausgleich. Auf der Suche nach einem Hobby und zwar einem Hobby ohne Bildschirm. 

Ich schreibe kaum noch, aber dazu fehlt mir im Moment auch die Kraft. Lesen tu ich sehr gerne, aber auch das war es nicht was ich gesucht habe. Und dann fand ich vor ein paar Wochen beim Einkaufen ein Häkelset für ein kleines Einhorn. Und meine Tochter hat sich sofort darin verliebt und deshalb haben wir es gekauft. Eigentlich war ja geplant, dass sie das selbst häkelt, aber sie ist nicht so der Basteltyp, daher stand es nun seit einigen Wochen einfach nur rum. 

Und jetzt an diesem verlängerten Wochenende hat es mich in den Fingern gejuckt. Ich habe früher stundenlang gehäkelt, am liebsten habe ich Blumen gehäkelt, habe ganze Blumensträuße verschenkt. Aber seit vielen vielen Jahren hatte ich keine Häkelnadel mehr in der Hand. Ist sicher schon 15 Jahre her. Wie gesagt dieses Wochenende hat es mich gepackt. Am Anfang hatte ich etwas Startschwierigkeiten, musste mich erst mal wieder finden, aber recht schnell hatte ich den Dreh wieder raus. Und dann hab ichs einfach durchgezogen und jetzt ist das kleine Kerlchen fertig. 

Es war übrigens mein erstes Häkeltier, das hab ich früher gar nicht gemacht. Aber es wird nicht mein letztes bleiben. Die Freude ist wieder voll da, würde am liebsten gleich mit dem nächsten anfangen. Werde bestimmt demnächst in ein Bastelgeschäft pilgern und mir eine Grundausstattung an verschiedenen Garnfarben zulegen. Und ich denke ich habe mein gesuchtes Hobby zum Ausgleich nun gefunden. Es macht Spaß und die Ergebnisse sind toll. 

Und nun noch ein paar Bildchen von Elli Einhorn

Ich bin noch da

Fast 2 Monate sind seit meinem letzten Eintrag vergangen. Recht viel ist in dieser Zeit passiert. Ich möchte mal versuchen ein wenig was davon aufzuzählen.

Anfang August haben wir eine wunderschöne Urlaubswoche im Zillertal verbracht. Das Wetter war traumhaft schön und wir konnten eine sehr lieb gewonnene Gegend (waren schon 2 mal dort) wieder besuchen. Wandern, schwimmen, relaxen und faulenzen standen am Programm. Der Urlaub hatte von allem ein bisschen was. Um ihn wirklich genießen zu können, war ich leider ziemlich auf Medikamente angewiesen, da ich gerade mitten im auskurieren einer Nervenentzündung war. Aber mit den Medis ging es ganz gut, so dass ich auch gut mithalten konnte und es eine tolle Zeit zu dritt war.

Unmittelbar nach dem Urlaub war es auch schon vorbei mit meiner 4 wöchigen Arbeitspause, und es ging gleich wieder voll ins Geschehen. Der August und September sind neben Jänner und Februar immer die intensivsten Arbeitsmonate, so war es auch heuer. Zusätzlich zum Arbeitsstress kam heuer aber leider auch noch ein gesundheitlicher Rückfall von unserer Tochter. Sie musste ihr Sportcamp abbrechen, wegen eines Migräneanfalles und eine Woche später musste sie dann mit dem Krankenwagen von einem Radausflug aufgelesen werden, ebenfalls wegen Migräne. Nachdem es ihr seit Februar wirklich gut ging, war das wieder ein Rückschlag der einige Zeit gebraucht hat bzw. immer noch braucht, bis wieder alles ganz normal läuft. Auch mich hat das noch zusätzlich Kraft gekostet.

Ende August hatte ich dann mein Auto in der Werkstatt zur jährlichen Überprüfung und habe dabei leider erfahren, dass eine riesen Reparatur anstehen würde, wenn ich nochmal ein Jahr damit fahren möchte. Da das Auto inzwischen 15 Jahre alt war und mich fast 150.000 km begleitet hat, war schnell klar, dass sich diese Reparatur nicht mehr lohnen würde. Ich habe mich also mit meinem Mann zusammen auf die Suche nach einem neuen Auto gemacht und bin zum Glück auch schnell fündig geworden. Innerhalb einer Woche war alles abgewickelt und ich bin jetzt sehr glücklich mit meinem nur 1 Jahr alten Opel Corsa, der mich nun hoffentlich wieder lange von A nach B bringen wird.

Anfang September war es dann so weit und ich hatte meinen Termin für mein lange herbeigesehntes Tattoo. Ich war wirklich sehr nervös vor dem Termin, nicht weil ich Angst vor den Schmerzen hatte oder gar unsicher war, ob ich es wirklich haben möchte. Meine größte Angst war, dass es nicht so werden würde, wie ich es mir vorstellen. Das etwas schief geht, das die Farbe nicht gefällt usw. Aber die Angst war kurz nach dem Start gleich verflogen. Der Tätowierer arbeitete wirklich sehr professionell und war sehr konzentriert bei der Arbeit und das Endresultat ist wunderschön geworden. Meine 4 Kinder kann ich nun endlich immer bei mir tragen, ganz nah. In der Arbeit haben alle sehr positiv reagiert. Ein paar sehr enge Kolleginnen kennen auch die Bedeutung hinter dem Tattoo. Das gesamte Motiv möchte ich hier nicht zeigen, die Gründe dafür habe ich in meinem letzten Beitrag schon erklärt. Aber da unser Michael vor einigen Tagen Geburtstag hatte und das auch sein Geschenk sein soll, möchte ich nur seinen Schmetterling hier doch zeigen.

(C) blogographie

Der September ist nun schon fast wieder vorbei, hat aber an seiner üblichen Hektik noch nichts verloren. Ich bin im Moment wirklich sehr überarbeitet und hoffe, dass es zumindest ein wenig ruhiger wird in den kommenden Wochen. Zumindest so, dass ich mal wieder liegen gebliebenen aufarbeiten kann und nicht die Stapel ständig höher werden.

Ich möchte auch wieder öfter hier schreiben.

Ich traue mich endlich

Seit 2 1/2 Wochen habe ich Urlaub und ich hatte so viele Pläne im Urlaub, die mal wieder aufgrund von verschiedensten Umständen so nicht möglich waren. Ich habe ja schon mal geschrieben, wie sehr ich eigentlich Urlaub hasse und dieser bestätigt mal wieder meine Theorie. Mir geht es echt beschissen, psychisch bin ich völlig am Ende und körperlich hat es mich auch erwischt und starke Schmerzen haben mich tagelang völlig außer Gefecht gesetzt. Aber das ist eine Geschichte, die ich hier eigentlich nicht erzählen will.

Sondern ich möchte erzählen, was ich mir Gutes getan haben, neben all dem sonstigen Chaos in diesem Urlaub. Nach fast 8 Jahren habe ich mich endlich getraut einen Wunsch wahr werden zu lassen.

Ich werde mir ein Tattoo machen lassen und zwar werde ich mir für jedes meiner Kinder einen Schmetterling auf den linken Unterarm tätowieren lassen. Recht spontan habe ich mich letzte Woche endlich mal in Tattoostudio getraut und die beiden Damen am Empfang waren einfach großartig. Fast 2 Stunden war ich vor Ort und habe beide Damen mit meinem Wunsch beschäftigt, beide haben sich meine Geschichte angehört und haben Ideen in den Entwurf einfließen lassen und letztlich ist er einfach perfekt geworden.

Ich möchte den Entwurf hier nicht zeigen, weil ich möchte, dass er einzigartig bleibt. Nur für mich. Es wäre sehr schmerzlich für mich, wenn den Entwurf jemand andere ebenfalls verwenden würde, daher möchte ich ihn nicht veröffentlichen. Aber kurz beschreiben möchte ich ihn doch.

Es werden 4 Schmetterlinge werden, für jedes meiner Kinder einen. Unsere große Tochter, die wir durchs Leben begleiten dürfen bekommt den größten Schmetterling, einen offenen, der weit seine Flügel ausbreitet. Die anderen 3 Schmetterlinge sind als wegfliegende Schmetterlinge gezeichnet, die drei haben die Reise ja schon angetreten. Die Schmetterlinge bekommen unterschiedliche Größen und unterschiedliche Farben und sind untereinander noch mit einer Ranke verbunden. Außerdem ist eine Erweiterung möglich, sollten wir doch noch ein weiteres Kind bekommen, dann wird auch dieses einen Schmetterling erhalten.

Ich freue mich schon unglaublich, wenn es so weit ist. Den Entwurf habe ich neben mir auf meinem Schreibtisch liegen und schau ihn mir jeden Tag an und die Vorfreude darauf, meine Schmetterlinge endlich dauerhaft bei mir zu haben, steigt täglich. Die Anzahlung ist getätigt und der Termin zum tätowieren wurde auf 7. September festgelegt. Fast 8 Jahre habe ich davon geträumt und nun ist es bald so weit.

Das kannst du doch nicht machen!

Immer wieder hört man diesen Satz bzw. schwirrt dieser Satz immer wieder im Kopf herum. Ich war schon immer der Typ, der öfter mal nicht mit dem Strom geschwommen ist und in letzter Zeit, je älter ich werde und je mehr Probleme ich im Leben gemeistert habe, komme ich immer öfter an den Punkt auf obigen Gedanken zu sagen „Aber warum denn eigentlich nicht?“

Man ist beinahe zwangsläufig im Leben gezwungen manche Dinge zu tun, die man eigentlich nicht tun will. Das trifft bei mir zum Beispiel auf jeden Besuch beim Zahnarzt zu, aber trotzdem muss ich hin, weil es letztlich etwas Gutes für mich ist. Ebenso gibt es auch im Job immer mal Situationen in denen man etwas machen muss, was man vielleicht nicht gerne macht, aber auch da muss man meist durch und immerhin bekommt man dafür ja auch Geld, also wieder habe ich langfristig gesehen einen Nutzen davon. 

Aber neben diesen nützlichen widerstrebenden Dingen, gibt es halt auch noch so Dinge, die die Allgemeinheit für verpflichtend empfindet, die für mich aber nur Belastung pur sind und weit und breit kein persönlicher Nutzen zu sehen ist. Dazu gehören so Dinge, wie Hochzeiten von ehemaligen Kolleginnen, die jährliche betriebliche Weihnachtsfeier, ein gemeinsames Essen einer Projektgruppe in einem exklusiven Restaurant (wo ich mich sowieso generell fehl am Platz fühle) oder auch das gemeinsame Abendessen einer Workshopgruppe, die sich zweimal im Jahr trifft. Das und vieles mehr sind Dinge, die für mich Stress pur sind und mich unglaubliche Überwindung kosten, für viele in meinem Umfeld aber einfach dazu gehören und es sich einfach nicht gehört davon fern zu bleiben. 

Demnächst steht wieder so ein Event an und wieder bekomme ich zu hören, dass ich da unbedingt hin muss, weil es sich einfach gehört da hin zu gehen. Aber ich denke mir, obwohl es nur ein paar Stunden meines Lebens sind, muss ich mir die wirklich selber schlecht machen indem ich mich zu etwas zwinge, bei dem ich mich nicht wohl fühle? Ich bin der Meinung, dass das Leben zu kostbar ist, um die Zeit mit Dingen zu verschwenden, die man eigentlich nicht machen will. 

Es würde mich interessieren was Andere dazu denken?

Einmal mehr?

Es ist ruhig geworden hier auf meinem Blog. Das hat vor allem den Grund, dass es im Moment nichts Besonderes zu berichten gibt und mein Kopf irgendwie einfach leer ist und daher nichts vernünftiges zustande kommt.

Ich könnte einmal mehr schreiben wie ausgelaugt ich mich fühle und wie sehr mir die Angstzustände meiner Tochter an die Substanz gehen.
Ich könnte einmal mehr schreiben wie stressig es im Job gerade ist und ich am Überstunden sammeln bin.
Ich könnte einmal mehr schreiben, dass meine Masterthesis mal wieder in den Vordergrund rückt und ich es noch immer nicht geschafft habe, entweder endlich einen Schlussstrich zu ziehen oder das Teil fertig zu machen.
Ich könnte einmal mehr schreiben wie leer, einsam und verzweifelt ich mich fühle.

Aber all diese Dinge gab es schön mehrfach in meinem Blog und das will doch keiner ständig lesen, das interessiert doch keinen. Daher schreibe ich lieber nichts.