Einmal mehr?

Es ist ruhig geworden hier auf meinem Blog. Das hat vor allem den Grund, dass es im Moment nichts Besonderes zu berichten gibt und mein Kopf irgendwie einfach leer ist und daher nichts vernünftiges zustande kommt.

Ich könnte einmal mehr schreiben wie ausgelaugt ich mich fühle und wie sehr mir die Angstzustände meiner Tochter an die Substanz gehen.
Ich könnte einmal mehr schreiben wie stressig es im Job gerade ist und ich am Überstunden sammeln bin.
Ich könnte einmal mehr schreiben, dass meine Masterthesis mal wieder in den Vordergrund rückt und ich es noch immer nicht geschafft habe, entweder endlich einen Schlussstrich zu ziehen oder das Teil fertig zu machen.
Ich könnte einmal mehr schreiben wie leer, einsam und verzweifelt ich mich fühle.

Aber all diese Dinge gab es schön mehrfach in meinem Blog und das will doch keiner ständig lesen, das interessiert doch keinen. Daher schreibe ich lieber nichts.

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Niedergeschlagen

Der Wunsch nach ein wenig Zuneigung, Mitgefühl und Trost oder nach aufbauenden, tröstenden oder auch mutzusprechenden Worten ist doch eigentlich normal, oder?

Ich spreche in Gegenwart von anderen Menschen eigentlich kaum bis nie über das was gerade in mir vorgeht. Hier im Blog ist Platz dafür und auch hier gibt es immer mal wieder Beiträge, die ich gerne schreiben würde, es dann aber besser wieder bleiben lasse. Ich bin Meister im Verstellen und Verstecken von dem was wirklich in mir vor geht. Und doch würde ich mir öfter wünschen, dass Andere bemerken wie es mir wirklich geht, wie es in mir drin wirklich aussieht. Es jagt mir immer wieder einen zusätzlichen Stich ins Herz, wenn ich zum Beispiel nach einem echt bescheidenen Wochenende wieder in die Arbeit gehe und dort gesagt bekomme, wie erholt ich nicht aussehe und dass ich scheinbar ein tolles Wochenende hatte. Ich sage dann nicht viel dazu sondern lächle nur. Ich bin einfach nicht der Typ Mensch, der sich dann hinstellt und sagt, dass es mir eigentlich echt besch… geht.

Warum eigentlich nicht? Dürfte ich mich hinstellen und einfach sagen, wie es mir wirklich geht? Würde es überhaupt jemanden interessieren? Ist nicht die Frage nach dem ‚wie gehts dir?‘ meist eh nur eine Höflichkeitsfloskel? Wie oft interessiert es das Gegenüber eigentlich wirklich?

Ich stecke gerade mal wieder in einem großes Panikloch mit allem rund um meine Masterarbeit. Am liebsten würde ich im Moment wieder einmal einfach nur gerne hinschmeißen und aufgeben und mir eingestehen, dass ich es eben nicht geschafft habe. Die erste Woche Urlaub ist rum und nichts ist für die Arbeit geschehen. Zwei Wochen Urlaub kommen noch, aber da sind viele Tage davon schon viel komplett verplant. Noch dazu hätte ich eigentlich nach dem Arbeitspensum der letzten Wochen echt auch ein wenig Erholung nötig, aber nach Erholung fühlt sich das alles im Moment so gar nicht an.

In solchen Momenten sehne ich mich nach etwas Zuspruch, nach Mut und aufbauende Worte. Ist das verwerflich? Für mich fühlt es sich irgendwie so an, bin ich wirklich schon so verzweifelt, dass ich nach Mitgefühl betten muss? Ich habe auf jeden Fall dann gestern in meiner Verzweiflung einen Post auf Facebook geschrieben, dass ich eben verzweifelt bin und am liebsten einfach aufgeben und alles hinschmeißen würde. Und ja ich habe es gemacht um vielleicht ein paar aufbauende Worte zu bekommen. Letztlich habe ich außer einem „Gib nicht auf“ nichts bekommen.

Manchmal fühle ich mich so furchtbar alleine aber wahrscheinlich bin ich eh selbst schuld, die meiste Zeit schließe ich mich ja hinter den Türen meiner eigenen Welt ein und lass niemanden rein und auch nichts raus!

Ich kann mich im Moment selber nicht leiden!

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Ich kenne diese Zeiten, wie ich sie im Moment grade habe, nur scheint es diesmal schlimmer zu sein als sonst öfter.

Ich halte es unter Menschen grade kaum aus, möchte am liebsten nur alleine sein. In der Arbeit habe ich mich gut unter Kontrolle, da läuft es einigermaßen, obwohl ich am ersten Tag nach meinem Krankenstand auch nachmittags mal einen kompletten Durchhänger hatte, aber das Büro war da schon fast leer und das Telefon blieb still, da ging es trotzdem recht gut.

Zuhause bin ich grade kaum auszuhalten. Ich habe überhaupt keine Geduld und alles geht mir furchtbar auf die Nerven. Ich fahre meinen Mann regelmäßig an und auch meine Tochter kriegt einiges ab. Und ICH HASSE MICH selbst dafür. Ich will so gar nicht sein. Ich versuche mich wirklich zusammen zu reißen, tief Luft zu holen bevor ich etwas sage oder auch lieber gar nichts sagen.

Ich weiß nicht, warum es so ist. Ich hab nur grad das Gefühl mir wird alles zu viel. Verstehen kann ich es nicht, immerhin hatte ich grad 2 Wochen Pause von allem. 2 Wochen nicht an Arbeit und auch nicht an meinem Masterthesis denken, das hätte mir doch eigentlich Kraft geben sollen. Stattdessen hab ich das Gefühl, dass jetzt alles noch viel stärker auf mich einwirkt. Vor allem bei meiner Masterthesis bin ich mal wieder an einem Punkt angelagt, wo ich sage, ich schreibe die nicht mehr, das wird nichts mehr.

Ich möchte am liebsten AUFGEBEN – in so vieler Hinsicht!

Ich hoffe, dass die Tage bald wieder besser werden oder ich es zumindest schaffe mich meiner Familie gegenüber wieder fairer zu verhalten. Vielleicht kann ich mich dann auch selbst wieder besser leiden!

Unsichtbar

Ich blicke in den Spiegel
Und sehe mich!
Ich lege meine Hand auf meine Brust
Und spüre mich!
Ich spreche laut
Und höre mich!
Doch stehe ich in einem Raum voll Menschen
Keine sieht mich!
Ich berühre Menschen, schüttle Hände
Keiner spürt mich!
Ich spreche Worte, Sätze, Geschichten
Keiner hört mich!
Ich existiere nur in meiner Welt
In der Welt da draußen
Bin ich unsichtbar!

https://www.flickr.com/photos/fabianmohr/331347553
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