Normalität bitte!

Vor 4 Tagen haben unsere Tochter und ich das Krankenhaus verlassen. Schon die ganze Zeit wollte ich hier eigentlich was schreiben, aber es war einfach keine Zeit dazu oder mir fehlte einfach auch die Kraft dazu.

Unserer Tochter hat leider nach dem Krankenhausaufenthalt nun auch noch einen grippalen Infekt erwischt und liegt nun anstatt wieder zur Schule zu gehen, mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit erneut flach. Ich bin mit dem immer größer werdenden Wunsch nach Alltag und Normalität seit 3 Tagen nun wieder in der Arbeit.

Das Entlassungsgespräch war halb zufriedenstellend. Wir sind derzeit ohne Medikation gegen Epilepsie. Der Arzt geht davon aus, dass wir das im Moment nicht mehr brauchen. Hätte Sie derzeit epileptische Anfälle dann wäre aufgrund des raschen Absetzens der Medikamente mit ziemlicher Sicherheit ein Anfall passiert während wir noch im Krankenhaus waren. Wir versuchen hier jetzt das Positive daraus zu sehen. Keine Medikamente mehr und im Besten Fall auch irgendwann die klare Aussage – keine Epilepsie mehr (so deutlich wurde es uns noch nicht gesagt). Ich würde es ihr so sehr wünschen, dass dies auch wirklich so bleibt und die epileptischen Anfälle nun einfach weg bleiben.

Als Erklärung für Ihren schlechten Zustand vor 2 Wochen haben wir nun Migräne bekommen, mit der Vermutung, dass es ihr unbewusst einfach alles zu viel geworden ist und sie daher einfach einige Tage auf Pause geschaltet hat und dann erst langsam wieder in die Gänge gekommen ist, nachdem sich die Kopfschmerzen gebessert hatten. Für die Migräne haben wir für den Bedarfsfall Medikamente verschrieben bekommen, die sie sofort bei den ersten Anzeichen nehmen soll.

Ich bzw. wir alle hoffen jetzt, dass ganz ganz lange erstmal gar nichts mehr passiert. Sie hat fast ununterbrochen Angst, dass wieder etwas kommen könnte. Sie versucht sich abzulenken mit all den möglichen Dingen, aber die Angst kommt immer wieder durch.
Mir geht es ähnlich. Jedes Mal wenn mein Handy im Büro klingelt bekomme ich Angst, dass wieder etwas passiert sein könnte. Sehr oft ruft sie mich an, weil sie Zuspruch braucht, weil sie aus ihrer Angst alleine nicht raus kommt. Ich versuche sie dann zu beruhigen oder abzulenken, was mir auch oft gelingt, aber es ist unglaublich anstrengend.
Nächste Woche haben wir den ersten Termin bei der Psychologin und ich hoffe und ich hoffe, dass wir hier dann regelmäßig Termine bekommen können und vor allem hoffe ich, dass es ihr auch wirklich hilft.

Kommende Woche hoffe ich, dass Ihre Verkühlung wieder halbwegs ausgeheilt ist, damit sie wieder in die Schule gehen kann (sie hat dann eh fast 3 Wochen gefehlt). Sie meinte heute zwar schon, sie will nicht hin, weil sie solche Angst hat, dass in der Schule wieder was ist und dann keiner von uns da ist, aber sie muss unbedingt wieder in einen normalen Alltag rein finden. Ich werde einen Tag noch Home Office arbeiten, in der Hoffnung ihr damit etwas zusätzliche Sicherheit geben zu können.

Ich danke allen, die uns mit guten Gedanken, mit Gebeten und Besserungswünschen in den letzten Wochen bedacht haben.

Update

Uns geht es gut heute. Den Vorfall von unserer Tochter gestern haben wir gut verdaut. Ich persönlich besser als ich gedacht hätte und viel besser als es sich gestern noch angefühlt hat. Wir waren im Krankenhaus zur Kontrolle. Die Medikamentendosis wird nun doch erhöht, weil ja nun schon wieder mehrere Anfälle aufgetreten sind. Ich hoffe sie verträgt die höhere Dosis genauso gut wie die Bisherige und hoffe natürlich auch, dass nun die Abstände wieder größer werden.

Ansonsten lassen wir es jetzt einfach weiter auf uns zukommen. Sie hat es auch lockerer aufgenommen als ich es gedacht hatte. Sie war recht relaxed heute, hat alles sehr sachlich erzählt bei der Ärztin. Der verpasste Wandertag machte sie schon etwas traurig, aber die Tatsache, dass sie nachmittags dann trotzdem zur Feuerwehr zum Training gehen durfte, hat auch diese Tränen recht schnell getrocknet.

Außerdem war heute wunderbares Wetter. Als wir vom Krankenhaus heim gekommen sind, haben wir noch einen Abstecher in ein Lebensmittelgeschäft gemacht und dort haben wir uns mit lecker Eis eingedeckt, welches wir dann zuhause im Garten auf der Picknickdecke genossen haben. Es war ein wunderschöner Nachmittag den wir zusammen verbracht haben.

Ein wunderschöner positiver Nebeneffekt aus einer weniger schönen Sache!

So unglaublich müde

Seit meinen starken Rückenschmerzen und der Medikamente, die mir der Arzt deswegen verschrieben hat, bin ich so unendlich müde. Auch wenn die Schmerzen noch nicht vollständig weg sind habe ich gestern die Tabeltte nicht mehr genommen, weil ich soviel wie ich schlafen möchte im Moment echt nicht schlafen kann.

Jetzt grade ist es 21:13 Uhr und ich denke ernsthaft darüber nach dann gleich ins Bett zu gehen. Das kenne ich so gar nicht von mir. Ich bin normalerweise iene Nachteule, gehe so gut wie nie vor Mitternacht ins Bett und bringe auch nachts nochmal Höchstleistungen bei Arbeit & Co. Aber im Moment geht das nicht und das obwohl wirklich viel zu tun ist grad und so viel erledigt werden müsste.

Ich hoffe, dass das mit dem Absetzen der Medikamente nun schnell wieder verschwindet und meine alten Energien zurück sind. Morgen früh werde ich auf jeden Fall mal ausschlafen.

So der Beitrag hatte jetzt keinen tieferen Sinn aber ich musste das grad mal loswerden. Vielleicht kann ich die Müdigkeit ja mit ein wenig jammern wegschreiben. Ich könnte ja versuchen die Müdigkeit mit einer Geschichte in Urlaub zu schicken, könnte was lustiges dabei rauskommen. Werde ich wohl mal versuchen. Aber nicht heute, heute bin ich dazu zu müde. 🙂