Mein Leseresümee im Jahr 2017 (Teil 1)

Das erste Viertel des neuen Jahres 2017 ist bereits um, daher ist es nun endlich Zeit für mein erstes Leseresümee im Jahr 2017.

Wie auch letztes Jahr werden die Bücher in Lesereihenfolge aufgeführt und nur bereits abgeschlossene Bücher kommen in die Liste. Meine Meinungen dazu versuche ich wieder bewusst kurz zu halten.

Ich werde nicht ruhen von Alexander Hartung
2 Tage vor meinem Geburtstag kam das neue Buch von Alexander Hartung. Wenn es auch keines aus der Jan Tommen Reihe war, musste ich es trotzdem gleich kaufen. In der Geschichte taucht man ein in die Gedanken eines Mörders, weil die ganze Geschichte aus dessen Blickwinkel geschrieben ist. Am Anfang habe ich mir noch etwas schwer getan mit dem Buch, aber es wurde von Seite zu Seite immer besser. Im Laufe des Buches entwickelte ich dem Mörder gegenüber sogar Sympathie, wenn man es auch nicht gut heißen kann was er macht so kann man ihn doch verstehen und letztlich wünschte ich mir, dass er heil aus allem raus kommt. Das Ende war für mich total überraschend, damit hätte ich nie gerechnet, aber es wird vieles klarer dadurch und es steht bei mir klar auf der Liste der Bücher, die ich bald ein zweites Mal lesen möchte, weil wenn man das Ende kennt kann man mit einem ganz anderen Blickwinkel noch einmal die Geschichte beleuchten.
Klare Leseempfehlung von mir für dieses Buch, so hat fas Lesejahr 2017 für mich toll gestartet.

ED 1-5 von Steven J. Harrison
Eigentlich 5 Bücher, die ich hier zusammen fassen möchte. Da jeder einzelne Teil nur zwischen 60 und 80 Seiten hat und alle Teile auch immer unmittelbar zusammen hängen, passt das ganze für mich besser als eins zu betrachten.
Bei ED handelt es sich um eine Science Fiction Geschichte, etwas das ich normalerweise eigentlich nicht lese, aber die Beschreibung hat mich irgendwie neugierig gemacht. Eine große Menge Antimaterie fällt auf die Erde und landet direkt im Garten von Ed. Ed lebt zusammen mit seinem Hund in seinem Haus und gilt bei allen als der Dorftrottel. Doch die Antimaterie hat sich ihn ausgesucht und Ed ist der einzige der überhaupt nur in die Nähe kommt und Ed ist der einzige der auch gewissermaßen mit der Antimaterie kommunizieren kann. Sowohl die USA als auch Russland wollen die Antimaterie besitzen und bekämpfen sich daher gegenseitig, doch Ed ist damit nicht einverstanden.
Für mich waren die 5 ED Bücher ein netter Zeitvertreib zwischendurch. Jedes Buch für sich war leicht an einem Tag gelesen und die Geschichte fesselt einen irgendwie. Ed wächst einem ans Herz und wenn man angefangen hat zu lesen, dann möchte man auch gerne wissen, was diese Antimaterie nun eigentlich vor hat, dass ein größerer Plan verfolgt wird ist eigentlich von Anfang an klar, nur nicht worum es sich dabei handelt. Leider ist die Reihe mit diesen 5 kurzen Büchern noch nicht vollständig, darauf habe ich nicht geachtet als ich begonnen habe. Jetzt muss ich leider auf den nächsten Teil warten, was ich nicht so gerne machen, vor allem weil es sich hier anfühlt als würde man mitten in einem Buch plötzlich aufhören zu lesen und nicht mehr weitermachen.

A Million Holes Poked In The Soul (Teil 1, Teil 2 und Teil 3) – FanFiction von mykelara
Ich lese immer wieder FanFictions zwischendurch und erwähne diese normalerweise hier nicht extra. Die oben genannte Geschichte, die insgesamt aus 3 Teilen besteht, umfasst aber insgesamt 378.118 Wörter. Das Internet gab mir nach einer kurzen Recherche die Info, dass auf einer Buchseite normalerweise so 250 – 280 Wörter zu finden sind. Rechne ich mit 280 Wörtern pro Seite dann würde diese Geschichte 1.350 Seiten umfassen. Aufgrund dessen, dachte ich mir, dass es hier durchaus auch die Berechtigung hat sich in meinen gelesenen Bücher einzureihen.
Aber nun zur Geschichte selbst. Es handelt sich hier um eine FanFiction zur Serie Broadchurch (Hier geht es zu meinem Beitrag zu dieser Serie) und behandelt vor allem die Zeit vor der eigentlich Serie und dem Fall, der in Staffel 2 dann erneut aufgegriffen wird.
Ich war auf jeden Fall sehr gefesselt von dieser Geschichte und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, kann sie also allen FanFiction Lesern nur wärmstens empfehlen. Die ersten beiden Staffeln von Broadchurch sollte man aber auf jeden Fall schon gesehen haben, nicht weil es für das Lesen der Geschichte wichtig wäre, sondern weil man aus der Serie hier einiges erfährt, was man beim ersten Ansehen besser noch nicht weiß, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Verblendung von Stieg Larsson
Nachdem mir von vielen Freunden empfohlen wurde die Millenium Trilogie von Larsson zu lesen habe ich mich endlich dazu durch gerungen.  Ich hatte mich inhaltlich nicht über die Bücher informiert und habe mit der falschen Vermutung angefangen zu lesen, dass die drei Bücher auch inhaltlich zusammenhängen (also den gleichen Fall bearbeiten). Mit diesen Gedanken hab ich dieses Buch gelesen bis zu dem Punkt als der Fall plötzlich geklärt war, da wurde mir klar, dass meine Vermutung falsch war.
Ich fand das Buch sehr spannend zu lesen, aber die Anfangsphase bis es mit dem eigentlichen Fall los gegangen ist dauerte mir etwas zu lang. Die ersten 150 Seiten fand ich doch etwas mühsam und ich denke hier wäre auch eine kürzere Fassung möglich gewesen. Auch das Ende war mir wieder etwas zu lang und zu detailliert.  Im Gegenzug dazu ging mir die plötzlich Enthüllung des Harriet Vanger Falles viel zu schnell. Zuerst noch schien alles unklar und verworren und plötzlich war ein Serienmörder gefunden und Mikael in Lebensgefahr. Diese Stelle umfasste etwa 10 Seiten im Buch und war aber doch eigentlich der eigentliche Kern der Geschichte.
Alles in allem war es auf jeden Fall ein Lesevergnügen, nur den Anfang und das Ende hätte man etwas kürzen können.

Verdammnis von Stieg Larsson
Nach Verblendung habe ich unmittelbar mit Verdammnis angefangen, weil ich die Charaktere der Geschichte schon sehr sympathisch fand und wissen wollte, wie es weiter ging. Eine neue Story wurde eingeführt und trotzdem merkte ich beim Lesen von Teil 2, dass die Bücher doch sehr zusammenhängen. Teil 2 zu lesen ohne Teil 1 zu kennen macht hier wenig Sinn. Ich fand Verdammnis allem im allem eine Spur spannender als Verblendung, weil es für mich keinen größeren Part gab an dem ich das Gefühl hatte es könnte schneller gehen. Die Langatmigkeit von Teil 1 gab es hier nicht. Zuerst wird „nur“ die Geschichten des Mädchenhandels beleuchtet, mit einem Doppelmord bekommt die Story dann noch zusätzlich Schwung und behält die rasante Fahrt bis zum Ende aufrecht. Das Buch endet grundsätzlich mit einem Cliffhanger, da man jedoch weiß, dass es noch einen dritten Teil gibt und wenn man dessen inhaltliche Beschreibung kennt, dann weiß man, dass hier am Ende die wichtigen Personen nicht sterben.
Ich habe keine Minute bereut, die ich an den beiden Büchern gelesen habe, wollte eigentlich dann auch gleich mit Teil 3 fortsetzen hab es aber nur bis knapp Seite 50 geschafft. Bis dorthin war mir alles wieder etwas zu langatmig und ich habe daher Teil 3 erstmal zur Seite gelegt, lesen werde ich ihn irgendwann aber auf Jeden Fall.

Der Angstmacher von Noah Fitz
Seit ich die ersten drei Teile mit Doktor Hornoff gelesen habe, warte ich mit Spannung auf Teil 4 und ich musste daher sofort zuschlagen, als der Angstmacher Ende Februar veröffentlicht wurde.
Nachdem der Doktor in Teil 3 ein wenig von seiner Liebenswürdigkeit verloren hatte, war dieses Mal alles wieder da und ich habe ihn sofort wieder ins Herz geschlossen. Seine Macken und Phobien machen ihn so unglaublich liebenswert, weil er sich so normal anfühlt trotz seiner hohen Intelligenz, die übrigens überhaupt nicht überheblich rüber kommt.
Es gab wieder zwei Erzählstränge in der Ich-Form, die vom Doktor und vom Angstmacher. Ich liebe die Ich-Form und finde man kann sich so viel besser in die einzelnen Figuren einfinden. Etwas schade fand ich, dass bei den Kapiteln der Opfer auf die Ich-Form verzichtet wurde. Dieser Wechsel zwischen Ich und Erzähl-Form war für mich anfangs etwas irritierend. Auf Nachfrage beim Autor warum hier nicht die Ich-Form verwendet wurde, bekam ich als Antwort, dass eine dritte Ich-Form zu viel für den Leser gewesen wäre. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, aber an der Spannung hat das nichts geändert.
Die Geschichte behandelt eine sehr ernste Thematik. Die Beweggründe des Angstmachers werden in kleinen Portionen recht anschaulich erklärt und am Ende habe ich sogar Verständnis empfunden für ihn und Mitleid für das was ihm widerfahren ist. Auch die Tatsache, dass ich mir recht früh schon sicher war, wer denn der Täter sein würde, hat nichts an der Spannung zerstört, weil die eigentliche Hauptfrage immer das Warum war und weniger das Wer.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Man kann es sicherlich auch lesen ohne die ersten drei Teile zu kennen, aber generell würde ich eher empfehlen auch die anderen Teile vorher zu lesen.

Viereinhalb Minuten von Kathrin Hövekamp
Nach dem Angstmacher brauchte ich eine Thriller Pause. Das Buch hat mich gedanklich sehr gefangen, da konnte und wollte ich nicht gleich den nächsten Thriller nachjagen. Daher habe ich auf meinem eReader gestöbert und bin eben auf dieses Buch gestoßen.
Es geht in dem Buch um die zweieiigen Zwillingsschwestern Flo und Lu. Nur viereinhalb Minuten liegen zwischen ihrer Geburt jedoch Welten zwischen den Persönlichkeiten der beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder der beiden lebt sein Leben, verkehrt in seinen eigenen Kreisen und sie halten sich grundsätzlich voneinander fern, bis die beiden Kreise dann aufgrund von einem Schulprojekt gezwungen sind zusammen zu arbeiten. Die gemeinsame Arbeit und die daraus entstandenen Probleme wecken in beiden Schwestern Erinnerungen an die Kindheit und daran, dass es eigentlich mal eine Zeit gab, wo sie alles zusammen gemacht haben.
Das Buch war genau der richtige Ausgleich zu den doch sehr düsteren Thrillern und ich empfand es als nette Abwechslung für zwischendurch. Die Geschichte ist nett erzählt und man kann sich auch die Charaktere gut einfinden. Das typische Happy End, wie es in vielen Geschichten einfach sein muss, gab es auch hier, aber das war auch gut so, alles andere hätte das gute Gefühl, dass am Ende des Buches aufgekommen ist, einfach zerstört.

Wie sehr willst du leben (Howard Caspar #1) von Andrew Holland
Nach der Abwechslung von oben bin ich dann gleich zurück zu meinem eigentlichen Genre gewechselt. Der neue aus der Howard Casper Reihe war im März überall in meiner Facebook Timeline und die Leute schienen scharenweise darauf gewartet zu haben. Da ich Reihen ja besonders liebe und ich diese aber nur in der Reihenfolge lese, musste die hoch gepriesene Neuerscheinung noch warten und ich begann mit Teil 1 zu lesen.
Schauplatz der Howard Casper Reihe ist die USA und Casper selbst ist Agent beim FBI und arbeite in Teil 1 an der Geschichte, der sogenannten „Missing Twins“. Schon mehrere Zwillingspärchen wurden entführt und während das Mädchen bisher immer getötet wurde, wurde der Junge wieder freigelassen und überlebte. Die Geschichte beginnt an dem Punkt als wieder ein verschwundener Junge gefunden wird. Casper und sein Team arbeiten fieberhaft daran den Täter zu finden, bevor dieser erneut zuschlagen kann.
Ich hatte das Buch in nur wenigen Tagen gelesen, weil ich es beinahe nicht mehr aus der Hand legen konnte. Alles rund um die Ermittlungen ist in der Erzählform verfasst. Neben dieser Sichtweise gibt es auch noch die in Ich-Form geschriebenen Kapitel des Mörders. Manche Stellen aus Mördersicht waren beinahe schwer zu ertragen beim Lesen. Wenn ich beim Lesen eines Buches die Augen schließe, um die schrecklichen Bilder nicht sehen zu müssen, dann war die Geschichte toll erzählt, weil es die Bilder direkt in meinen Kopf übertragen hat. Solche Stellen gab es in dieser Geschichte einiges. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, möchte aber auch warnen, dass manches auch schwer zu ertragen war beim Lesen, einerseits weil es hier um Kinder ging und weil die Taten des Mörders sehr anschaulich beschrieben wurden.

Wovon träumst du? (Howard Caspar #2) von Andrew Holland
Nachdem Teil 1 total spannend geendet hat, mit einer Geschichte aus der Vergangenheit von Howard Casper, konnte ich nicht anders als gleich mit Teil 2 fortzusetzen.
In diesem Teil versucht das Team einen Frauenmörder zu finden, die Besonderheit an diesem Fall jedoch ist die Verbindung zu Howard Caspers Vergangenheit. Die toten Frauen halten immer einen persönlichen Gegenstand des Ermittlers in den Händen mit einer Botschaft von „seinem alten Freund“. Dieser alte Freund hatte vor 5 Jahren Howard Caspers Ehefrau und dessen ungeborenen Sohn getötet. Er wurde daraufhin nie gefasst und verschwand von der Bildfläche. Jetzt 5 Jahre später scheint er wieder zurück zu sein und hat es scheinbar auf junge Frauen abgesehen.
Wie auch in Teil 1 gab es wieder die zwei Erzählstränge. Einerseits die Ermittlungen und das Team rund um Howard Casper und die Seite des Mörders in der Ich-Form verfasst. Und für die Leser mischte sich dann auch noch die Sichtweise des „alten Freundes“ mit in die Geschichte. Auch hier wieder, wie auch in Teil 1 waren einige Stellen schwer zu lesen bzw. schwer zu ertragen, aber auch hier galt wieder, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte, weil mich die Geschichte wirklich gefesselt hat.
Furchtbar gestört haben mich jedoch in diesem Teil, die unglaublichen vielen Fehler. Ich bin nicht der Typ, der jeden Fall in Büchern findet und sich furchtbar daran stört, aber hier war es sogar mir zu viel. Neben Rechtschreibfehler gab es vor allem auch ganz furchtbare Satzbaufehler bzw. einfach unvollständige Sätze. Im Lesefluss störte mich das oft sehr, weil man oft wirklich die Sätze zuerst in Gedanken korrigieren musste, damit man sie auch korrekt für die Geschichte lesen konnte.

Lass uns spielen (Howard Casper #3) von Andrew Holland
Nachdem in Teil 2 der alte Freund von Howard Casper noch nicht gefunden wurde, und Teil 2 vor allem auch in einem sehr beunruhigenden Cliffhanger geendet hat, musste ich einfach gleich mit dem nächsten (ganz neu veröffentlichten) Teil 3 fortsetzen. Dieser Teil widmet sich voll und ganz dem „alten Freund“ von Casper. Howard Casper erhält ein anonymes Päckchen, indem sich ein Handy befindet. Über dieses Handy kommuniziert der „alte Freund“ mit Howard Casper und fordert ihn zu einem tödlichen Spiel heraus. Nachdem eine alte Bekannte von Casper entführt und letztlich getötet wird, entscheidet Casper, dass er sich auf das psychopathische Spiel des Mörders einlässt und begibt sich auf einen Alleingang und einen Wettlauf gegen die Zeit.
Zurückhaltung und Schonung der Leser kennt Andrew Holland in seinen Büchern nicht. Keiner der Charaktere, egal wie lieb man sie inzwischen gewonnen hat, ist hier sicher und Andrew Holland scheut auch nicht davor zurück wichtige Personen sterben zu lassen. (mehr will ich nicht verraten). Obwohl Teil 1 und 2 schon spitzenklasse waren, hat Teil 3 noch nachgelegt und war für mich das bisher beste Buch aus der Reihe. Und die Geschichte geht noch weiter, das zeigt das Ende dieses Buches.
Die Sache mit den vielen Fehlern hat sich zum Glück in diesem Teil nicht fortgesetzt.

 

Erst beim Schreiben dieses Beitrages wurde mir bewusst, dass ich ganz schön viel im ersten Quartal dieses Jahres 2017 bereits gelesen habe. Und ganz besonders freut es mich, dass es eigentlich durchwegs sehr gute Bücher waren. Ob ich bei der Anzahl der Bücher in Quartal 2 mithalten kann glaube ich eher nicht, aber ich hoffe, dass ich bei der Auswahl der Bücher auch in den kommenden Monaten wieder so ein gutes Händchen habe.

Mein Leseresümee im Jahr 2016 (Teil 4)

Hier kommt der vierte und letzte Teil meiner Lesezusammenfassung für 2016. Wer Interesse an den ersten drei Teilen hat findet diese HIER (Teil 1), HIER (Teil 2) und HIER (Teil 3).

Wie immer gibt es die Bücher in Lesereihenfolge und nur abgeschlossene Bücher werden erwähnt. Es waren dieses Mal nicht mehr ganz so viel. Der Arbeitsstress hat mich etwas am Lesen gehindert. Das derzeit begonnene Buch kommt dann in die nächste Zusammenfassung dazu.

Der Augensammler von Sebastian Fitzek
Nach der Enttäuschung des letzten Krimis (siehe Teil 3 der Zusammenfassung) brauchte ich mal wieder ein Buch, wo ich mich auf Spannung eigentlich fast verlassen konnte. Daher hatte ich mich für einen Fitzek entschieden und nun endlich den Augensammler gelesen, der schon lange auf meiner Liste steht.
Worum geht es: Ein verrückter Serienmörder ist unterwegs. Er hat es immer auf Familien abgesehen. Tötet die Mutter, entführt das Kind und gibt dem Vater dann 45 Stunden Zeit sein Kind zu finden bevor es in seinem Versteck stirbt. Die Ermittler tappen im Dunkeln und es gibt keinerlei Hinweise, bis eine mysteriöse Zeugin auftaucht, die behauptet durch Berührungen die Vergangenheit von Menschen zu sehen und sie sagt sie habe den Augensammler berührt.
Meine Ahnung, dass mich ein Fitzek nicht enttäuscht wurde erneut bestätigt. Das Buch war an Spannung kaum zu überbieten und ich habe es in wenigen Tagen verschlungen. Unglaublich spannend fand ich schon mal den Aufbau des Buches. Es beginnt mit dem letzten Kapitel und endet bei Kapitel 1. Das habe ich bisher noch nie gesehen und am Anfang fragt man sich noch, wie das alles einen Sinn ergeben soll und am Ende kommt es mit einer plötzlichen Erkenntnis, die einen beinahe schmerzt. Ich möchte hier gar nicht zu viel schreiben, weil ich einfach nichts verraten möchte, das Buch muss man unbedingt Spoiler-Frei lesen, damit die Spannung auch wirklich aufkommt. Als ich fertig war, habe ich erstmal eine Lesepause eingelegt. Ich konnte nach diesem Buch nicht sofort mit dem nächsten beginnen, sondern musste die Geschichte erstmal nachwirken lassen.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung und ich habe noch einige Fitzek bei mir rumliegen und freue mich schon darauf den nächsten zu lesen.

Klara bzw. Der Puppennäher von Noah Fitz
Ich habe das Buch nun unter dem Titel „Klara“ gekauft. Kurz darauf wurde es vom Autor umbenannt in „Der Puppennäher“.
Kurz zum Inhalt: Das kleine Mädchen Klara verschwindet spurlos und es wird von einer Entführung ausgegangen. Schnell ist auch ein möglicher Täter gefasst, aber von Klara fehlt jede Spur. Mike Wedekind macht sich auf die Suche nach dem Mädchen. Er wird dabei von einer Psychologin unterstützt, die auch ein dunkles Geheimnis in sich trägt.
Nachdem ich bisher alles von Noah Fitz, das ich schon gelesen habe, unglaublich toll fand, war es für mich ein Muss den neuen Wedekind Thriller zu lesen. Leider war ich dieses mal sehr enttäuscht. Es war mir einerseits zuviel und andererseits zu wenig. Es passierte zu viel in der Geschichte, zu viele Menschen sind plötzlich aufgetaucht und haben irgendwie eine Rolle in der Geschichte gespielt. Alles wurde verworrener und noch komplizierter und es wirkte alles sehr konstruiert und für mich einfach ein bisschen zu viele Ideen in ein Buch verpackt. Auf der anderen Seite war es mir von allem zu wenig. Die eigentliche Geschichte rund um das entführte Mädchen Klara rückte teilweise so weit in den Hintergrund, dass ich beinahe vergessen habe, worum es eigentlich in dem Buch geht. Für mich war es das bisher schlechteste Buch, dass ich von Fitz gelesen habe. Ich habe noch ein paar von seinen Werken ungelesen rumliegen, werde mich auch bestimmt mal daran setzen, aber nach dieser eher schwachen Geschichte brauchte ich mal eine Fitz Pause.

Die Minnesota-Verschwörung von Roger Stelljes
Auf meiner immer währenden Suche nach neuen Krimi bzw. Thriller Reihen, bin ich auf die McRyan-Reihe von Roger Stelljes gestoßen und habe mir gedacht, ich gebe ihr eine Chance.
Kurz zum Inhalt: Ein Serienmörder treibt in der Stadt St. Paul sein Unwesen und hat bereits fünf Frauen auf dem Gewissen. Als es dann zusätzlich dazu noch zu einem Mord an einer bekannten Journalistin kommt, gerät das Police Department unter Druck. Michael McRyan bekommt den Fall der ermordeten Journalistin und den Auftrag, diesen so rasch als möglich zu klären und er gerät dabei in eine gefährliche Ermittlung und der Erkenntnis, dass nichts so ist wie es scheint.
Die Inhaltsangabe klang wirklich spannend und die Geschichte an sich wäre es wohl auch gewesen, nur leider war es echt schlecht umgesetzt. Ich denke in etwa 60-70% von dem Buch hätte man streichen können und es wäre immer noch die gleiche Geschichte übrig geblieben. Viel zu viele Details, die man einfach nicht wissen muss und die das Buch nur unnötig in die Länge ziehe und das Lesen langweilig machen. Nur so als Beispielszene: Abendessen von 2 Personen. Es wurde detailliert erklärt, wer was zu Trinken bestellt und welches Essen bestellt wird, wann jemand trinkt und einen Schluck isst. Die Konversationen, die eigentlich das wichtige dabei wären, rückten dadurch völlig in den Hintergrund. Für mich wirkte das gesamte Buch mehr wie ein Drehbuch, das detailliert beschreibt was als nächste passieren muss und was zu sehen sein muss, aber nicht wie ein Thriller der Spannung aufbauen soll. Zusätzlich zu den detaillierten Ablaufbeschreibungen gab es auch noch zahlreiche Verdopplungen. So erzählte zuerst McRyan was er herausgefunden hatte, nur um in der nächsten Szene, dann das gleiche aus der Sicht des Killers erneut zu lesen und bestätigt zu bekommen, dass der Cop mit allem Recht hatte. So etwas ist nicht nötig. Am Ende habe ich viele Seiten davon nur noch überflogen.
Ein erneuter Leseflop diese Jahr. Ich werde den zweiten Teil bestimmt nicht lesen, die Zeit spar ich mir für etwas Besseres.

Eisiger Tod: Wegners erste Fälle (1. Teil): Hamburg Krimi von Thomas Herzberg
Amazon hat mal wieder ein Buch verschenkt und so bin ich auf diesen Krimi gestoßen. Eigentlich hatte ich nicht vor das Buch sofort zu lesen, sondern wollte es mir einfach nur mal auf meinen Reader laden, aber nach der Enttäuschung des vorher erwähnten Buches, konnte es schlimmer ja kaum noch werden, daher habe ich mich doch gleich dazu durchgerungen.
Worum gehts: Der Polizist Manfred Wegner bekommt einen Posten bei der Mordkommission. Dort trifft er auf seinen wirklich übel gelaunten und unfreundlichen Chef, der ihn ständig Kaffee holen schickt und ihn alte Akten sortieren lässt. Der Job scheint von Langeweile geprägt, bis die Leiche eines alten Mannes auftaucht und dann kurz darauf noch eine ganze Familie getötet wird. Plötzlich ist es vorbei mit der Langeweile und der Job beginnt.
Ich denke gekauft hätte ich mir das Buch nicht, da mich weder die Inhaltsangabe noch das Buchcover besonders angesprochen hat, aber letztlich wurde ich eines besseren belehrt. Das Buch war recht kurzweilig zu lesen und die Charaktere von Manfred Wegner und seinem Chef Gerd Kallsen habe ich recht schnell ins Herz geschlossen. Die einzigartige Partnerschaft der beiden und der besondere Umgang miteinander macht echt Laune auf mehr. Auch die Geschichte rund um die Morde war spannend. Als Leser wusste man genau was passiert war, kannte auch den Mörder, war dem Ermittlern also voraus, aber es war spannend wie sich alles zusammen gefügt hat. Mit unter 200 Seiten war es ein recht kurzes Buch, aber für diese Geschichte war die Länge genau richtig. Es muss nicht immer alles unnötig in die Länge gezogen werden.
Diese Buch habe ich ohne Erwartungen gestartet und habe es recht zufrieden geschlossen. Ich werde ziemlich sicher noch weitere Fälle mit Manfred Wegner lesen.

Wo ist Emma von Steena Holmes
Noch ein geschenktes Buch von Amazon. Nachdem es beim letzten so gut geklappt hat, habe ich mich gleich an das nächste herangewagt.
Zum Inhalt: Megan ist Hausfrau und Mutter von drei kleinen Mädchen. Ihre Welt gerät aus den Fugen, als Emma, die Jüngste, an ihrem dritten Geburtstag spurlos verschwindet. 2 Jahre später geht die Geschichte weiter und beschreibt die Bemühungen die Megan unternommen hat und immer noch unternimmt, um Emma zu finden. Leider merkt Megan nicht, wie der Rest ihrer Familie langsam Stück für Stück zerbricht. Zur gleichen Zeit lernt man Jack und Dottie kennen und deren Enkeltochter Emmie. Jack fängt an die große Fürsorglichkeit von Dottie gegenüber Emmie zu hinterfragen und vermutet das Dottie ein Geheimnis hat. Die Welten von Jack und Megan kreuzen sich auf einem Jahrmarkt, wo Megan zufällig ein Foto von einem kleinen Mädchen an der Hand ihres Großvaters knipst.
Ohne große Erwartungen habe ich begonnen das Buch zu lesen und war anfangs auch gleich ein wenig enttäuscht. Die Entführung der kleinen Emma ging mir persönlich viel zu schnell und war viel zu emotionslos geschrieben. Während die Mutter telefonierte, man hatte das Gefühl, das Gespräch dauerte nur wenige Sekunden, verschwand die kleine Emma einfach so. An dieser Szene hat mir eindeutig etwas gefehlt, das ging mir zu schnell. Aber von so etwas lasse ich mich selten abbringen auch noch den Rest zu lesen und ich bin froh es getan zu haben. Die Geschichte hat sich echt entwickelt. Das Gefühlschaos von Megan war für mich sehr gut beschrieben, die Art und Weise, wie sie ihr Leben lebte und sich von allem was nicht ihre kleine Emma betraf abschottete. Die Art und Weise, wie sie gleichzeitig übersah, dass der Rest ihrer Familie, die die noch da waren, auch eine Tochter bzw. eine Schwester verloren hatten und stückchenweise nun auch Ehefrau und Mutter verloren. Auch der zweite Handlungsstrang rund um Jack und die kleine Emmie war toll geschrieben. Das Ende an sich war wenig überraschend. Als Leser vermutete man eigentlich die ganze Zeit, dass die verschwundene Emma und die kleine Emmie das gleiche Mädchen ist.
Von mir gibt es hierzu eine Leseempfehlung. Wo ist Emma gehört sicherlich nicht zu den spannendsten Büchern, weil vieles vorhersehbar ist, aber trotzdem ist es eine tolle Geschichte für zwischendurch.

Das war der letzte Teil für 2016. Ich werde demnächst noch eine Zusammenschau aller gelesenen Bücher 2016 machen. Und freue mich auf das neue Jahr und viele neue spannende Bücher. Für Tipps bin ich immer offen. 

 

Serienjunkie No.2 – Doctor Who

Schon fast zwei Jahre ist es her, dass ich diese Kategorie ins Leben gerufen habe und erste Beiträge dafür verfasst habe. Person of Interest war es, worüber ich damals geschrieben habe. Die Serie hat nun sein Ende gefunden, sie hat mich gefesselt bis zum Ende. Danach war ich serienmäßig irgendwie verloren. Ich habe viel gesehen, viel gesucht, viel ausprobiert, aber nichts mehr hat mich so erfasst wie Person of Interest es geschafft hat.

Wenn ich in eine Serie so richtig eintauche, dann entstehen in meinem Kopf Geschichten dazu, dann verschlinge ich die Folgen, schaue mir besonders spannende Folgen immer wieder an. Und jetzt hat es mich mal wieder erwischt. Der Doctor hat mich erwischt 🙂

Vor ein paar Jahren wollte mich schon mal jemand an diese Serie heranführen, damals hat es mich überhaupt nicht gereizt. Und auch jetzt war es eigentlich nur ein Akt der Verzweiflung. Ich wusste nicht was ich als nächstes anschauen sollte. Ich wollte eine Serie, die mal wieder etwas länger als nur 2/3 Staffeln ist und da war sie und sprang mich in meinem Streaming Dienst einfach so an und ich dachte ich geb ihm einfach ne Chance.

Worum gehts in Doctor Who? 
Ich versuchs mal in einem Satz zu beschreiben: Der Doctor, ein Timelord, der letzte seiner Art, reist mit seinem Raumschiff, der TARDIS, durch Raum und Zeit und erlebt dabei spannende Abenteuer und rettet immer wieder die Menschheit vor dem Untergang.

Die Serie gibt es schon ewig, seit 1963 und wurde damals bis 1989 durchgehend ausgestrahlt. Seit 2005 gibt es eine Neuauflage der Serie und genau die habe ich angefangen anzusehen. Christopher Eccleston verkörperte in „Staffel 1“ den Doctor.

christopher_eccleston_thor_2_cropped
Quelle: Benjamin Ellis – Flickr

Als ich mir die erste Folge angesehen habe, war ich etwas überrascht. Ich kannte die Serie gar nicht und hatte nicht wirklich Erwartungen, aber was dann kam damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Das ganze erschien mir schon etwas verrückt, aber auch irgendwie gut. Nächste Folge, man soll ja nicht gleich aufgeben. Und in Folge 2 wurde es noch verrückter als in Folge 1, aber es war irgendwie immer noch gut. Und nach der 2. Folge hatte man irgendwie auch das Gefühl, dass es komischer oder absurder nicht mehr werden kann. Ich lag daneben, es geht immer noch verrückter, aber spätestens ab Folge 3 hat man sich an die Absurditäten gewöhnt und dann hat sie mich gepackt die Serie und ich konnte nicht mehr aufhören.

Ich hab den Doctor ins Herz geschlossen und war dann doch etwas traurig als nach der 1. Staffel, nach nur 13 Folgen Chrstopher Eccleston bereits ersetzt wurde. Wenn der Doctor stirbt regeneriert sich sein Körper und bekommt eine neue Gestalt. Und die Rolle sollte ab Staffel 2 David Tennant bekommen.

3854575792_ab8e40f77b_o
Quelle: alacoolk (Flickr)

Und mit ihm als den neuen Doctor war es um mich nun endgültig geschehen. Ich verschlinge Folge um Folge und finde vor allem die Mischung aus Witz und Gruselfaktor unglaublich. Es gab inzwischen ein paar richtig gruselige Folgen, am bisher gruseligsten für mich war die Folge mit den weinenden Engeln. (Titel „Blink“ bzw. „Nicht blinzeln“).
Ich weiß, dass David Tennant nicht ewig den Doctor verkörpern wird. Ich habe mich informiert und habe nur noch ein paar wenige Folgen mit ihm vor mir. Wie es dann weiter geht weiß ich nicht, da lass ich mich überraschen. Ob mich der neue Doctor auch wieder so fesseln wird, bezweifle ich im Moment schon sehr, aber auch hier lass ich mich gerne überraschen.

Die Begleiter/-innen
Auch wenn der Doctor immer wieder betont, dass er alleine ist. So reist er ganz selten nur alleine durch Raum und Zeit, sondern wird fast immer begleitet. Bisher habe ich 3 fixe Begleiterinnen erlebt. Rose Tyler, die in Staffel 1 & 2 dabei war, Martha Jones in Staffel 3 und Donna Noble in Staffel 4. Ich war jedes Mal traurig als die fixe Begleiterin verschwand und doch hab ich die neue Person auch immer schnell ins Herz geschlossen. Ich kann nicht mal sagen, wer von den dreien mir am liebsten war – ich hatte alle drei gern. Zusätzlich gab es noch andere, immer wieder kehrende Charaktere. Alles in allem ein recht stimmiges Bild.

Die TARDIS
Time And Relative Dimension In Space – das Raumschiff des Doctors mit viel Timelord Technologie. Jeder der die TARDIS betritt lernt eine der Technologien sofort kennen, nämlich „von innen größer als von außen“. Von außen sieht die TARDIS aus, wie eine alte Polizei Notrufzelle, von innen ist sie viel größer und das Raumschiff des Doctors.

the-tardis-263153_960_720
Quelle: Pixabay.com

Normalerweise kann sich eine TARDIS tarnen und zu allem werden was sie will oder notwendig ist, um nicht aufzufallen, aber diese Funktion ist bei dieser TARDIS kaputt gegangen und daher sieht sie immer aus wie diese eine Notrufzelle. Eigentlich nur eine blaue Kiste, aber unglaublich wichtig für die Serie. Das Geräusch das die TARDIS beim Starten und Landen macht zaubert einen ein Lächeln aufs Gesicht.

Es gäbe noch viel über die Serie zu sagen, zu viel, als das man eigentlich wirklich damit anfangen sollte. Aber abschließend noch – wer Außerirdische liebt, in allen Formen und Größen, kommt bei dieser Serie voll in den Genuss. Immer wieder tauchen Kreaturen auf, die einen überraschen, obwohl man eigentlich nach fast 4 Staffeln denkt man hätte schön langsam alles mögliche gesehen.

 

„Person of Interest“ – Serienjunkie No. 1

Update am 25.1.2015
Heute die Serien-Blogparade gefunden und dieser Beitrag passt dort natürlich perfekt hinein. Bin schon gespannt über viele tolle Serien zu lesen, mag ich es doch immer wieder gerne etwas Neues zu finden.

Wie in meinem letzten Beitrag ausführlich erklärt bezeichne ich mich selbst als Serienjunkie. Ich liebe Fernsehserien und meist habe ich immer einen besonderen Favouriten. Derzeit ist dies ausnahmeweise mal eine gerade laufende Serien (normalerweise verbeiße ich mich eher in ältere Serien, weil ich da nicht warten muss auf die neuen Folgen, wenn es mit einem Cliffhanger geendet hat 😉 ). Und zwar geht es um „Person of Interest“

DIE STORY:
Das Hauptziel ist es Menschen zu helfen. Das Besondere an der Serie ist, wie die Hauptcharaktere wissen, wer Hilfe braucht.
Harold Finch, Computerspezialist, hat eine Maschine gebaut, die alle Menschen 24 Stunden/365 Tage im Jahr vollständig überwacht. Videokameras, Audioüberwachung, Social Networks, E-Mail, usw. Diese Maschine kann somit Verbrechen voraussehen und gibt Harold Finch, wenn dies der Fall ist, die Sozialversicherungsnummer der betroffenen Person. Harold Finch und sein(e) Partner versuchen dann zu helfen und zu verhindern was immer auch passieren mag.

Wikipedia erzählt das alles noch etwas genauer 😉

Folgender Trailer, der übrigens kein offizieller ist, sondern von einem Fan gemacht wurde, gibt auch eine tolle erste Zusammenfassung. Sehr sehenswert!


Was fasziniert mich nun so an der Serie?

1) Die Geschichte an sich.
Wikipedia tituliert die Serie als Science Fiction, aber wenn man sich überlegt was in der Welt heute überwachungsmäßig los ist, dann sind wir in dieser Serie von der Realität gar nicht so weit weg.

2) Die Charaktere.

  • Harold Finch als Computerspezialist, der Spaß daran etwas großartiges zu erschaffen und eine Maschine baut, die im anfangs über den Kopf zu wachsen scheint, er dann aber letztlich doch eine Lösung findet.
  • John Reese, ehemaliger CIA Agent, der eigentlich schon aufgeben wollte, bis Harold Finch im ein neues Ziel im Leben gegeben hat
  • Lionel Fusco, ein korrupter Polizist, der anfangs noch gezwungenermaßen später dann mehr als freiwillig Reese und Finch immer wieder zur Seite steht
  • Joss Carter, Polizistin, die Reese anfangs noch jagt und unbedingt verhaften möchte, dann aber merkt das er Gutes tut
  • Samantha Groves aka Root, anfangs gehasst dann geliebt (alles weitere lässt sich nicht in wenigen Worten beschreiben)
  • Sameen Shaw, ebenfalls ehemalige Agentin, die in Staffel 2 dazustößt um Reese zu unterstützen

Jeder für sich ist einzigartig. Jeder für sich hat seinen Platz in der Serie. Ohne zuviel verraten zu wollen – leider sieht man auch welche gehen (wie eigentlich fast in jeder Serie).

3) Die Background-Stories
Person of Interest lebt von Rückblenden und erzählt in diesen Rückblenden stückchenweise wie sich die einzelnen Charaktere geformt haben. Anfangs scheinen die Rückblenden wenig bis kaum Sinn zu ergeben, aber Folge für Folge kommt ein Neues Puzzlestück dazu bis sich dann ein immer klareres Bild zusammenfügt. Bis in die Kindheit von einzelnen Charakteren wird geschaut und man erfährt dadurch sehr viel, warum die einzelnen Personen genauso sind, wie sie sind. Auch die Entstehungsgeschichte dieser Supermaschine wird in einzelnen Rückblenden erzählt.

4) Die Schauspieler 🙂 (einer davon ganz besonders 😉 )
jc_smile_s04 john_reese_serious john_reese_serious2
Jim Caviezel!
Ich bin halt doch eine Frau und er ist schon toll anzusehen. 🙂 Lächeln, wie auch Bild 1 sieht man in der Serie allerdings selten. Bild 2 und 3 entsprechen da schon eher John Reese. 😉
Besonders begeistert an ihm hat mich seine unvergleichbare Stimme. Als ich das erste Mal eine Folge im Original gesehen habe, hab ich Gänsehaut bekommen.
Sogar in der Serie selbst wird seine Stimme thematisiert, siehe das folgende Video, welches im übrigen auch gleich zeigt, dass auch der Humor in der Serie nicht zu kurz kommt.

 

Dezeit läuft die Serie in der Mitte von Staffel 4 immer Dienstags im US Fernsehen. Die letzte Folge wurde mit folgender Promo angekündigt. Generell finde ich die Ankündigungen für die einzelnen Folgen alle durchwegs unglaublich toll, aber diese war ein besonderes Highlight, die noch im Dezember veröffentlicht wurde und die Fans letztlich 3 Wochen auf die Ausstrahlung der Folge warten mussten.

So und nun höre ich wieder auf hier. Alle die den Beitrag bis hier gelesen haben, habe ich hoffentlich auch ein wenig Lust auf die Serie gemacht, solltet ihr sie noch nicht gekannt haben.